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Hallenbau im Wandel

Ganzheitlicher Ansatz rückt in den Fokus

Die Lagerhalle von Kruppert wurde von der Jochen Brill Hallen- und Industriebau GmbH geschaffen.

Lennestadt-Grevenbrück (ABZ). – Noch vor 20 Jahren waren die meisten Stahlhallenbauer fast ausschließlich für die konstruktive Fertigung einer Industriehalle verantwortlich. Heute leisten sie deutlich mehr. Unternehmen wie die Jochen Brill Hallen- und Industriebau GmbH passten sich im Laufe der Zeit den veränderten Marktgegebenheiten und Ansprüchen ihrer Kunden kontinuierlich an. Weg vom rein produzierenden Unternehmen, hin zum Dienstleister mit eigener Fertigung. Alte Vorstellungen werden buchstäblich auf den Kopf gestellt und Industriehallen werden heute von oben nach unten gedacht. Das Know-how ist dabei, insbesondere im Bereich der Ingenieursleistung sowie der Statik, zunehmend gefragt.

Moderne Industriehallen sind häufig Unikate, maßgeschneidert auf die steigenden Anforderungen ihrer Auftraggeber. Das erfordert eine umfassende Planung und Umsetzung unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren. Vorbei sind die Zeiten, in denen erst eine Hallenkonstruktion aufgestellt wurde, ehe Brand- und Schallschutz, technische Gebäudeausstattung und die Maschinentechnik eingebunden wurden. Hallenbau muss heute von oben nach unten gedacht werden, sagt Oliver Brill, Geschäftsführer des Hallenbauers Jochen Brill. "Lasten, die auf das Fundament wirken, müssen exakt berechnet werden."

Welche Annahmen bzgl. der Lasten müssen getroffen werden? Sind Hallenkrane zu berücksichtigen, kommen Abhängelasten für Gas, Strom und Wasser zur Maschinenversorgung zum Tragen? Diese Fragen sollten schon während der Planung geklärt werden, sonst wird es am Ende teurer. Selbst Details wie Beleuchtung, Photovoltaik oder Heizungsanlagen, die auf dem Dach oder an der Decke angebracht werden, müssen im Vorfeld mitbedacht werden.

Der ganzheitliche Hallenbau rückt immer stärker in den Vordergrund und ist laut JB Hallenbau im Jahr 2018 so gefragt wie nie. Diesen Weg beschreitet Jochen Brill konsequent mit dem Ausbau seiner Beratungs- und Dienstleistungskompetenz. Ziel sei es, Fachplaner möglichst früh einzubeziehen, um zusammen mit den Architekten oder Kunden wirtschaftlich zufriedenstellende Projekte zu realisieren. "Im Zusammenbringen der Maschinen- und Hallentechnik liegt definitiv die Zukunft des Hallenbaus", sagt Brill. Dadurch entstünden vor allem technisch reifere und effizientere Lösungen. Dieser Ansatz greife bereits bei der Auftragsvergabe: "Wenn wir Pläne, Kenndaten und Rahmenbedingungen vorab erhalten, arbeiten wir die entsprechende Stahlkonstruktion aus und bieten sie zu einer Pauschale an", erklärt Brill. Die hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit ergebe sich somit aus der kostenoptimierten fertigungs- und montagespezifischen Konstruktion.

Die Kunden erwarten heute von einem Hallenbauer mehr Kompetenz als noch vor einigen Jahren. Aus diesem Grund beschäftigt Jochen Brill nicht nur ein eigenes technisches Büro mit fünf Statikern und zehn Konstrukteuren, die jahrelange Erfahrung im Bereich Industrie- und Stahlbau aufweisen, sondern auch eigene Monteure. Das hohe Know-how sei ein wichtiges Leistungsmerkmal des Familienunternehmens auf einem hart umkämpften Markt – kaum ein anderer Hallenbauer betreibe diesen Aufwand, so das Unternehmen. Doch dieser lohne sich. Der Beratungsaufwand bei Jochen Brill wächst. Dabei geht es vor allem um Optimierungsmöglichkeiten in den Bereichen Energieeffizienz, Brand-, Wärme- und Schallschutz. "Es reicht heute einfach nicht mehr, als Hallenbauer nur Stahlkonstruktionen zu fertigen und diese aufzubauen, zumal wir deutlich mehr können als ein reiner Stahlbauer. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden oder Architekten eine Halle anzubieten, die alle Bereiche abdeckt und somit alle Anforderungen erfüllt", sagt Brill.

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