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Hallenbau

Innovative Projekte zeigen vielfätige Möglichkeiten der Holzbauweise auf

Beim Bau der Halle für Elektro Fuchs wurden mit Mut zur Unkonventionalität und dem Einsatz innovativer Techniken außergewöhnlich hohe Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erreicht.

Schwäbisch Hall (ABZ). – Holz aus Deutschland ist zurzeit "heiße Ware". Auch in Übersee ist sie begehrt, die Exporte in die USA und nach China kurbeln den Holzhandel hierzulande kräftig an. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg hat Gespräche mit Branchen- und Verbandsvertretern geführt.

Dabei sei klar zum Ausdruck gekommen, so Hauk, dass angesichts der temporär hohen Nachfrage alle Beteiligten gefordert sind, die hiesigen Wertschöpfungsketten bis hin zu den Holzbaubetrieben bestmöglich zu unterstützen.

Auch die Binnennachfrage nach Holz steigt immer weiter. Neue, innovative Projekte zeigen, was im Holzbau alles möglich ist. Das überzeugt Kunden wie Lieferanten und begeistert immer mehr Bauherren für den Hallenbau in Holzbauweise.

Eines dieser Vorzeigeprojekte hat kürzlich das Unternehmen Areus fertiggestellt, ein mittelständischer Entwicklungspartner und Hersteller für die Automobilindustrie, Industrietechnik und weiterer innovativer Branchen. Der Ausbau von Produktionskapazitäten wie auch der Zukauf von weiteren Unternehmen hatten neue Flächen und Räume erforderlich gemacht. Seit 2007 ist das Unternehmen CO2-neutral. Deshalb bestand der Bauherr Oliver Kraus darauf, auch die neue Industriehalle ökologisch zu bauen. Der Neubau auf 1518 m² sollte außerdem den KfW-Effizienzhaus-Standard (mit 55 % Primärenergie) erfüllen. Die Entscheidung fiel für ein Tragwerk aus Brettschichtholz (BSH) mit der Feuerwiderstandsklasse F30 in Komplettfertigung von Schaffitzel. Mit einem Volumen von 405 m³ sind darin etwa 330 t CO2 gespeichert.

Die Aussteifung des Holztragwerks erfolgte ebenfalls durch BSH-Stützen, nur im Wandbereich waren eingespannte Stahlbeton-Stützen notwendig, da aufgrund der vielen Fenster keine Wandverbände ausgeführt werden konnten. Große Teile der Hallenflächen sind zweigeschossig. Die BSH-Decken werden zum Teil durch blockverleimte Unterzüge abgefangen, um im Erdgeschoss weiträumige Stützenfreiheit zu gewährleisten. Der aufwendige Innenausbau und die Trockenbauarbeiten wurden vom Bauherrn selbst organisiert.

Ein weiteres Industriegebäude hat Elektro Fuchs im interkommunalen Gewerbegebiet Munderkingen in der Nähe von Bad Mergentheim errichtet. Hier wurden mit Mut zur Unkonventionalität und dem Einsatz innovativer Techniken außergewöhnlich hohe Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erreicht.

Das Unternehmen Areus wollte eine neue Industriehalle ökologisch bauen. Außerdem sollte der Neubau den KfW-Effizienzhaus-Standard (mit 55 % Primärenergie) erfüllen.

Das Unternehmen ist Partner für Premium-Hausgeräte und intelligente Lösungen in der Gebäudesystemtechnik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf regenerativen Energien mit Batteriespeichern. Daher war es für Fuchs selbstverständlich, den anstehenden Neubau ökologisch nachhaltig zu konzipieren. Dabei wurde das Tragwerk komplett aus Brettschichtholz gefertigt. Auch der Eingangsbereich in Form eines Würfels sowie der Innenausbau bestehen aus Holz. Insgesamt wurden etwa 55 m³ BSH verbaut. "Holz hat nicht nur Charakter und riecht gut, sondern ist auch optisch ein Hingucker", so Bauherr Harald Fuchs. Selbstverständlich setzt er bei dem Gebäude auf erneuerbare Energien. Es wird mit Infrarot-C-Wärmestrahlung geheizt, die von Marmorplatten an den Wänden generiert wird. Produziert wird die Energie von der selbst installierten Photovoltaikanlage mit über 70 kWp auf dem Dach. Sie wird dann in Batterien gespeichert.

Das selbst entwickelte Heizkonzept oder auch die auffällig feuerrote Fassadengestaltung mit hoch dämmenden Sandwich-Elementen sind unkonventionell. Auf diese Weise soll das neue Betriebsgebäude den Wertvorstellungen seiner Familie, seines Teams und seiner selbst gerecht werden, erklärt Fuchs.

Schaffitzel Holzindustrie realisiert auch weiterhin ähnliche Projekte: Generalunternehmer von Supermarktketten bauen mit Holztragwerk, riesige Sporthallen werden errichtet, Logistikhallen werden davon getragen. Schaffitzel Holzindustrie hat sich auf die Brettschichtholzherstellung für die Bereiche Hallenbau, Brückenbau, Kreativbau sowie auf Lieferungen spezialisiert und setzt dabei auf Holz, welches aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Die Produktion läuft seit Beginn der Pandemie auf Hochtouren. Bleibt nur zu hoffen, dass die hiesigen Wertschöpfungsketten bis hin zu den Holzbaubetrieben angesichts der steigenden Holzexporte geschützt werden können, heißt es von Unternehmensseite. Der Nachhaltigkeit der Projekte würde es sehr zugutekommen, wenn der verwendete Rohstoff Holz aus regionalen Wäldern stammt.

Seit mehr als 110 Jahren arbeitet das Unternehmen mit Holz. Aus den Anfängen als Sägewerk hat es sich zum modernen Ingenieur-Holzbauunternehmen mit eigener Brettschichtholz-Produktion entwickelt. Schaffitzel ist im Hallenbau, Brückenbau sowie Kreativbau tätig und liefert Brettschichtholz. Führend bei zahlreichen innovativen Projekten ist Schaffitzel auch Vorreiter im Verkleben von Sonderholzarten wie Accoya, Buche, Lärche und Douglasie.

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