Anzeige

Hamburger Senat plant

Köhlbrandbrücke soll bis 2033 verschwinden

Hamburg (dpa). – Schon in 15 Jahren könnte die Hamburger Köhlbrandbrücke verschwunden sein. Das sieht die derzeitige Planung der Hafenbehörde HPA vor, wie Senatsvertreter im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft erläuterten. Ersetzt werden soll die markante Schrägseilbrücke durch einen Bohrtunnel unter dem gut 300 Meter breiten Elbarm. Bis 2033 soll eine riesige Bohrmaschine die Röhre mit einem Durchmesser von 15,5 Metern bohren, ohne dabei den Schiffsverkehr zu behindern. Nach Fertigstellung des Tunnels würde die Köhlbrandbrücke bis 2036 abgerissen werden.

Ob das 1974 fertiggestellte Bauwerk wirklich komplett verschwindet, ist noch nicht ganz klar. Es werde weiter geprüft, ob die beiden Pylonen stehen bleiben können, wie von den Grünen gefordert, sagte ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde. Das gilt auch für die Möglichkeit einer Querung für Radfahrer.

Vorbereitende Arbeiten für den Bohrtunnel haben den Senatsangaben zufolge bereits begonnen. Auf dem Baufeld im Hafen gebe es umfangreiche Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen, hieß es. Die Hafenverwaltung HPA treibe die Planungen mit einem 20-köpfigen Ingenieurteam voran, das um 80 externe Kräfte verstärkt worden sei. Der Planfeststellungsantrag soll bis 2024 gestellt und bis 2026 genehmigt werden. Dann könnten die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Der Senat geht von 3 Milliarden Euro Kosten für das gesamte Projekt mit Anbindung an die Autobahn 7 aus.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel