Anzeige

Hamm

Zwei Designpreise für Studie zur "Autonomen Walze F1"

Bei der Preisverleihung des Automotive Brand Contest 2018 in Paris am 2. Oktober im Rahmen der Messe „Mondial de l'Automobile“ (v.l.): Gottfried Beer, Dr. Axel Römer (beide Hamm), Ulrich Ewringmann, Julius Renz (beide Dialogform).

Tirschenreuth (ABZ). - In den vergangenen sechs Monaten wurde die Hamm AG für ihre "Autonome Walze F1", eine Studie zu autonom agierenden Walzen, mit zwei Designpreisen ausgezeichnet: Die Jury des internationalen Automotive Brand Contest 2018 verlieh Hamm das Label "Best of Best". Kurze Zeit später wurden die Verdichtungsspezialisten aus Tirschenreuth für ihren überzeugenden Blick in die Zukunft mit dem "German Design Award Gold 2019" prämiert. Als Trendsetter gab Hamm der Verdichtungstechnologie in den vergangenen vier Jahrzehnten immer wieder wegweisende Impulse. Zahlreiche Neuentwicklungen aus Tirschenreuth haben nach Unternehmensangaben in dieser Zeit die Verdichtung im Straßen- und Erdbau verändert, mitunter sogar revolutioniert. Hamm hatte dabei über Jahrzehnte als führender Baumaschinenhersteller das Design der Maschinen in den gesamten Konstruktions- und Entwicklungsprozess integriert. Doch was bedeutet gutes Design bei einer Baumaschine? Zum Beispiel, wenn durch eine intelligente Formgebung und Prozessgestaltung Fehlbedienungen ausgeschlossen werden, die Qualität der Verdichtung steigt oder die Arbeitsplätze der Bediener ergonomisch und damit komfortabel sind. Design ist auch dann gelungen, wenn die Bediener mühelos alle Funktionen verstehen und die Maschine intuitiv bedienen können.

Diesen Zusammenhang erkannte man bei Hamm schon früh und setzt diese Erkenntnisse seit rund 30 Jahren in der Produktentwicklung um. Zu diesem Zweck arbeitet Hamm seither in allen Phasen der Entwicklung mit namhaften externen Industriedesignern zusammen. Und das so erfolgreich, dass Hamm bis Ende 2017 insgesamt 37 internationale Design- und Innovationspreise für zukunftsweisende, nutzerfreundliche Produkte und Lösungen erhielt – weit mehr als jedes andere Unternehmen der Baubranche. "Die konsequente Integration von Produktdesignern in den Entwicklungsprozess war in den 1990er-Jahren in unserer Branche ein absolutes Novum. Seither ist Design Teil der Entwicklungsstrategie bei Hamm. Damit legen wir unseren Walzen eine 'Hamm-DNA' mit in die Wiege, durch die Ergonomie, Funktionalität und Ästhetik im Einklang sind", sagt Marketingleiter Gottfried Beer. Den bewährten Weg wird Hamm auch in Zukunft weiter gehen.

So arbeiten die Entwickler schon seit einigen Jahren an einem umfassenden Forschungsprojekt zur Automatisierung in der Verdichtungstechnologie. Begleitende Designstudien wie die "Autonome Walze F1" sind fester Bestandteil des Projekts, ebenso wie Feldtests mit entsprechend modifizierten Maschinen.

Für eine Studie zu autonom agierenden Walzen erhielt Hamm gemeinsam mit dem Designteam der Dialogform GmbH unlängst zwei Designpreise. Sie zeigt auf, wie autonom agierende Walzen in der Zukunft aussehen könnten und gibt erste Antworten auf die Fragen: Welche Möglichkeiten eröffnen sich, wenn kein Fahrerstand mehr benötigt wird? Wie wirkt sich das auf Merkmale wie Höhe, Breite, Durchmesser der Bandagen, Antriebssystem oder Tankvolumen aus? Und wie kann die Gestaltung zu noch mehr Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz führen?

Die prämierte Studie zur autonomen Verdichtung macht deutlich, dass eine solche Walze zahlreiche Sensoren benötigt, z. B. Radarsysteme, Lasersensoren, Kameras, GNSS-Empfänger, Infrarotsensoren und Neigungssensoren.

Die "Autonome Walze F1" visualisiert erste Antworten. Das Projekt zeigt zum Beispiel, dass eine autonom fahrende Walze deutlich größere Bandagen erhalten kann – ein erhebliches Plus für die Verdichtungsqualität. Das neuartige Design führt auch zu mehr Wasserkapazität und viel Platz für zukunftsorientierte Antriebskonzepte. Darüber hinaus ergeben sich durch die Gestaltung neue Möglichkeiten für Aspekte wie den Transport oder die Ballastierung. Beim Automotive Brand Contest 2018, dem einzigen unabhängigen internationalen Designwettbewerb für herausragendes Produkt- und Kommunikationsdesign im Automobil- und Motorradbereich, erhielt Hamm für diese Studie in der Kategorie "Commercial Vehicles" die Auszeichnung "Best of Best". Damit reiht sich der Baumaschinenhersteller ein in die Riege weltweit erfolgreicher Unternehmen wie MAN Trucks, Mitsubishi, Continental, Audi, Cadillac, Porsche, Jaguar und Bentley.

Dazu gesellte sich Anfang Februar 2019 der „German Design Award in Gold“ in der Kategorie „Utility Vehicles“. Der internationale Wettbewerb wurde 1953 vom deutschen „Rat für Formgebung“ ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken. Er zeichnet innovative Produkte und Projekte sowie Hersteller und Gestalter aus, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind.

Die hochkarätig besetzte, internationale Jury des German Design Awards begründete ihre Entscheidung wie folgt: "Mit der Studie dieser elektrifizierten und GPS-gesteuerten Straßenwalze wird die Idee des autonomen Fahrens konsequent auf Nutz- und Baustellenfahrzeuge ausgeweitet. Das so kompakte wie extrem futuristisch aussehende Design spiegelt dabei nicht nur den Konzept-Gedanken perfekt wider, sondern hat auch pragmatische Gründe." Beeindruckt hat die Juroren zudem, dass das Konzept "nicht zuletzt auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Straßenbau verspricht."

Ähnlich argumentierte die international besetzte Design-Jury des Automotive Brand Contest. Sie befand, dass die Studie "neue Möglichkeiten eröffnet: völlige Konzentration auf den Einsatzzweck, ohne irgendwelche Kompromisse. [...] Das Fahrzeug dient nur einem Zweck: Verdichtung des Straßenbelags. Hamm zeigt hier die Freiheiten auf, die künftiges Design haben kann."

"Mit diesen Designpreisen bestätigen uns externe, unabhängige Profis, dass wir als Baumaschinenhersteller mit unseren Visionen und Konzepten auf dem richtigen Weg sind. Er führt uns von den heutigen Maschinen mit zahlreichen Assistenzfunktionen über semi-autarke Systeme hin zu vollständig autonom fahrenden Walzen, wie wir sie vermutlich in Zukunft nutzen werden", sagt Dr. Axel Römer, Leiter Forschung und Entwicklung bei Hamm. Entsprechend wird Hamm bereits in der Maschinengeneration, die Anfang der 2020er-Jahre auf den Baustellen Einzug finden wird, die nächsten Ergebnisse aus den Forschungsprojekten realisieren. So entwickelt Hamm – natürlich in Kooperation mit Produktdesignern – derzeit neuartige Kabinen, in denen die Fahrer noch mehr durch Assistenzsysteme entlastet werden, während zugleich die Verdichtungsqualität weiter steigen wird.

ABZ-Stellenmarkt

https://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=173&no_cache=1

Unbegrenzter Zugriff auf alle Online-Inhalte:

Lernen Sie ABZPLUS kennen

Als PLUS Abonnent genießen Sie unbegrenzten Zugriff auf das Online-Portal der Allgemeine Bauzeitung ABZ mit allen Artikeln der Print- und Onlineversion!

Optimiert für Desktop-PCs und als Mobilversion.

Jetzt mehr erfahren

ABZ ePaper
Anzeige

Weitere Artikel