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Handwerk kritisiert andauernden Corona-Modus in Behörd

Stuttgart (dpa). - Der Sachbearbeiter vom Amt sitzt wegen der Corona-Pandemie im Homeoffice, hat von dort aus aber keinen Zugriff auf die Bauunterlagen - das erleben Handwerker im Südwesten nach Angaben des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT) immer wieder. Die Folge: Bauabnahmen und Ausschreibungen kommen nicht voran. „Kommunale Behörden müssen wieder auf Normalbetrieb hochfahren“, fordert deshalb BWHT-Präsident Rainer Reichhold. Das Handwerk habe gearbeitet, Geschäfte seien wieder offen – das müsse auch für Ämter gelten, forderte Reichhold. Er und der Geschäftsführer des Handwerkstags, Oskar Vogel, sagten, dass der Grund für die Problematik unter anderem massive Defizite bei der Digitalisierung seien. Oft könnten Behördenmitarbeiter gerade einmal E-Mails senden und empfangen, hätten aber keinen Zugriff auf die Akten. Insgesamt hat sich die Stimmung im Handwerk laut Umfrage des BWHT wegen Corona verschlechtert. „Nur noch 43 Prozent der Betriebe beurteilen die Lage als gut, jeder dritte empfindet sie als schlecht“, sagte Reichhold zur Situation im zweiten Quartal 2020. Im Vorjahr hatten demnach noch drei von vier Betrieben die Lage als gut bewertet.    

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