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Hauptstadtflughafen BER könnte weiteres Steuergeld verschlingen

Berlin (dpa). - Für den neuen Hauptstadtflughafen BER fließt voraussichtlich auch nach der für 2020 geplanten Eröffnung noch Steuergeld. Der Bundestag hat in dieser Woche den Weg für ein weiteres Darlehen an die Betreibergesellschaft frei gemacht. Von 2020 bis 2022 darf die Bundesregierung demnach 132,1 Mio. Euro für das problembehaftete Projekt überweisen. Ziehen die Miteigentümer Berlin und Brandenburg entsprechend ihrer Anteile am Unternehmen nach, bekäme der Flughafen insgesamt 508 Mio. Euro weiteres Steuergeld als Darlehen. Die Länder haben aber noch nicht entschieden. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) erinnerte daran, dass Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup den Finanzbedarf vorrangig durch unverbürgte Kredite decken müsse. "Meine Erwartung ist unverändert, dass die Geschäftsführung das Ziel der Eigenfinanzierung erfolgreich umsetzen wird." Der Finanzrahmen für den neuen Flughafen liegt aktuell bei rund 6,5 Mrd. Euro - beim ersten Spatenstich 2006 war noch von 2 Mrd. Euro die Rede gewesen. Planungsfehler, Baumängel und geplatzte Eröffnungstermine, aber auch Erweiterungen des Projekts sowie der Schallschutz trieben die Kosten jedoch in die Höhe. Bund und Länder haben bislang rund 2,7 Mrd. Euro zugeschossen. Sie bürgen zudem für die Kredite in Höhe von insgesamt 3,5 Mrd. Euro.

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