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Heftiger Streit um Gipsabbau

Erfurt (dpa). – Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) schafft Fakten, um den Gipsabbau in Nordthüringen zu erschweren. Von jetzt an liegt nach Angaben ihres Ministeriums der Entwurf einer Verordnung in den Verwaltungen aus, mit der der Winkelberg zum Naturschutzgebiet erklärt werden soll. "Das ist ein wesentlicher Schritt zum Schutz des Winkelbergs vor Gipsabbau", erklärte die Ministerin. Auf dem Berg bei Nordhausen im Naturschutzgebiet "Rüdigsdorfer Schweiz" will das Unternehmen Casea Gips abbauen. Siegesmund will deshalb das Schutzgebiet erweitern. Die "Rüdigsdorfer Schweiz" sei eine einzigartige Naturlandschaft und Teil eines länderübergreifenden Biotopverbundsystems. "Wenn diese einzigartige Gipskarstlandschaft einmal abgebaggert ist, ist sie für immer unwiederbringlich zerstört", gab Siegesmund zu bedenken. Sie rechnet damit, dass die Fläche voraussichtlich Ende September als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden könnte. Zuvor aber müssten noch die Anregungen und Hinweise abgewogen werden, die nun zu erwarten seien.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 12/2017.

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