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Heizen wie die alten Römer

Hypokaustenheizung neu entdeckt

Liaplan, Fassadengestaltung, Dämmstoffe

Die Wandheizung sorgt mit ihrer angenehmen, gleichmäßig im Raum verteilten Strahlungswärme auch für ein gesundes Wohnklima.

Havelsee (ABZ). – Die Liaplan-Klimawand stellt die moderne Technologie-Adaption einer bereits bei den Römern eingesetzten Warmluftheizung "Hypokaustum" dar. Damals wurden Wände und Böden doppelwandig gemauert, und durch die Hohlräume heiße Abgase von Holz- bzw. Holzkohlefeuer geleitet. Die so von innen beheizten Ziegelsteine konnten die Wärme gleichmäßig über die Oberfläche an den Raum abgeben. Mit der Liaplan-Klimawand wurde dieses System aufgegriffen und speziell für den modernen Wohnungsbau Mauerwerkssteine mit Hohlkammern hergestellt. Heizregister sorgen heutzutage für die notwendige Wärmezufuhr.

Für die Liaplan-Klimawand gibt es zwei verschiedene Steine. Für den Bereich der Sanierung gibt es E-förmige Steine und für den Bereich Neubau sind die Hohlkammern bereits in den Steinen für die Außenwände integriert. In beiden Fällen werden sie so übereinander gesetzt, dass senkrechte Luftkanäle entstehen. Die Steine bestehen aus mineralischen Zuschlagstoffen wie Blähton, Split, Zement und Wasser. Die Rezeptur ist darauf ausgerichtet, den Wärmestrom zur Innenwand hin optimal zu gestalten.

Im Baubestand werden die E-förmigen Klimawand-Steine mit einem Spezialkleber an die bestehenden Altbauwände geklebt und anschließend verputzt. Auf Grund der meist kleinen Räume im Altbau hat der Liaplan-Klimawandstein für den Bereich Sanierung lediglich eine Dicke von 6 cm. Die hohe Genauigkeit bei der Herstellung von werksseitig geschliffenen Plansteinen ermöglicht ein perfektes Fugenbild, welches sich auch für den Sichtbereich eignet. Die Oberfläche kann individuell eingefärbt werden, so dass der Kreativität von Architekten, Planern und Kunden keine Grenzen gesetzt sind. Auch die Herstellung von schallabsorbierenden Oberflächen ist möglich.

Um das Hypokausten-Prinzip mit moderner Heiztechnik umzusetzen, verläuft unterhalb der Luftkanäle ein warmwasserbeheiztes Heizrohr mit aufgesetztem oder integriertem Heizregister. Bei Beheizung wird die Luft im Bereich des Rohres erwärmt und steigt innerhalb der Luftkanäle nach oben. Hierdurch erwärmt sich die Wandoberfläche. Moderne Raumluftsensoren und Smart-Home-Technology gewährleisten ein konstantes Temperaturniveau. Die entstehende Wärme wird fast zu 100 % als Strahlungswärme abgegeben, welche mit Wellenlängen von ca. 2–50 µm kein normales Glas durchdringt. Sie bleibt im Raum und erzeugt eine Art Treibhauseffekt.

Die aufgewendete Energie wird bei der luftgeführten Wandheizung viel effizienter genutzt als bei einer herkömmlichen Konvektionsheizung. Mit Brennwerttechnik oder Pellet-Heizungen lassen sich die effizientesten Ergebnisse erzielen. Darüber hinaus ist der Installationsaufwand deutlich geringer als bei einer klassischen wassergeführten Wandheizung und das Anbringen von Schränken und Bildern ist jederzeit problemlos möglich.

Die Wandheizung sorgt mit ihrer angenehmen, gleichmäßig im Raum verteilten Strahlungswärme auch für ein gesundes Wohnklima. Die direkte Wärmestrahlung auf den menschlichen Körper wird, im Gegensatz zur Fußboden- oder Radiatorheizung, als gemütliche Wärme empfunden, ähnlich wie bei einem Kachelofen. Dabei kann die Raumlufttemperatur gegenüber konventionellen Heiztechniken um 1-2 Kelvin niedriger sein, um die gleiche thermische Behaglichkeit für den Raumnutzer zu erreichen. Nichtbeheizte Wände werden zusätzlich von den beheizten angestrahlt. Sie absorbieren und reflektieren die Wärmestrahlung, so dass sich die gesamte Raumhülle im Wärmestrahlungsausgleich befindet.

Mit der Liaplan-Klimawand lassen sich also nicht nur Installationskosten sondern vor allem Energiekosten sparen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 19/2016.

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