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Herausfordernde Kanalarbeiten

Liner-Einbau mit ungewöhnlichen Dimensionen

Eingebaut wurden die Liner im Zeitraum von fünf aufeinander folgenden Tagen, wobei die zeitintensiven Arbeiten einen Schichtbetrieb erforderten.

Waldaschaff (ABZ). – Im wahrsten Sinne des Wortes "Schwerstarbeit" leistete die Niederlassung Mainaschaff der Geiger Kanalsanierung. Weil ein insgesamt 355 m langer Kanal in Waldaschaff extreme Undichtigkeiten aufzeigte, musste er umfangreich saniert werden. Aufgrund der großen Dimensionen erfolgten die Arbeiten in mehreren Einzügen. Eingesetzt wurden drei Liner mit Ei-Profil und unterschiedlich großen Längen und Gewichten.

Der größte Liner hatte dabei ein Profil von 1000/1500 (Ersatzkreis 1250), eine Länge von fast 100 m und ein Gewicht von knapp 9200 kg. Wäre das allein schon eine Herausforderung gewesen, musste am letzten Sanierungstag ein nochmals schwerer Liner eingezogen werden. Er hatte ein Gewicht von mehr als 12 200 kg und eine Länge von 200 m. "Dieser Liner war mit Sicherheit der schwerste Liner, den wir in unserer bisherigen Firmengeschichte eingezogen haben. Liner mit solchen Dimensionen stellen auch unser Expertenteam vor Herausforderungen – schließlich sind solche Einbaumaßnahmen nicht alltäglich", erklärt Muharrem Tekin, Projektleiter der Geiger Kanaltechnik.

Eingebaut wurden die Liner im Zeitraum von fünf aufeinander folgenden Tagen, wobei die zeitintensiven Arbeiten einen Schichtbetrieb erforderten. Ausgeführt werden mussten zuvor auch noch aufwendige Handsanierungen, bei denen unter anderem Muffen abgedichtet und Ablagerungen entfernt wurden. Doch nicht nur das zum Teil enorme Gewicht und die überdimensionale Länge der Liner stellten für das zwölfköpfige Team eine Herausforderung dar. Zu kämpfen hatte die Kolonne auch mit erhöhten Abwassermengen, die durch eine Wasserhaltung umgeleitet werden mussten. Insgesamt vier Pumpen mit einer Förderleistung von jeweils 200 l/s waren deshalb im Einsatz.

Insgesamt dauerte die komplette Kanalsanierung mit Vorabdichtungs- und Profilierungsarbeiten sowie anschließender Schachtsanierung vier Wochen. "Obwohl die Arbeiten nicht alltäglich waren und manche Schwierigkeit mit sich brachten, konnten wir unseren Zeitplan exakt einhalten", so Muharrem Tekin.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 14/2021.

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