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Hightech

Neue Bagger-Generation hält Einzug bei der Schick Group

Das derzeit größte Tief- und Straßenbau-Projekt mit einem Bauvolumen von rd. 5 Mio. Euro befindet sich in der Erhardstraße – einer Hauptverkehrsader von Bad Kissingen. Dort wird auf über 600 m Länge der Kanal erneuert.

Bad Kissingen (ABZ). – Den Maschinenpark immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, zu modernisieren und somit an den Stand der Technik anzupassen, um noch wirtschaftlicher zu sein, ist Ansporn für stetige Investitionen bei der Schick Group aus Bad Kissingen, insbesondere in der Sparte Tiefbau bei Burger Bau. Dies führte zur neuesten Generation der Cat Kettenbagger in Form des 323. Die Baumaschine verkörpert Hightech etwa aufgrund von Cat Connect Technologie, integriertem Wägesystem und elektronischer Arbeitsraumbegrenzung. Für den Firmenverbund markiert sie den Einstieg in die 2D-Steuerung und Planierautomatik. Denn so wird auch im Tiefbau die vernetzte Baustelle immer weiterentwickelt. "Mit der digitalen Baustelle beschäftigen wir uns bei unseren Unternehmen Schick und Schick Industriebau im Hochbau schon längst, was auch an der Einführung der Methodik Building Information Modeling liegt. Außerdem haben wir uns bereits mit Totalstationen auf Baustellen auseinandergesetzt. Poliere arbeiten dabei mit Tablets, damit kein klassischer Theodolit oder Laser die Baustelle mehr einmessen muss, sondern alles vollautomatisch erfolgt", so der Unternehmer Anton Schick.

Den Bagger einsetzen wird Burger Bau, die zur Unternehmensgruppe gehört, im Tief- und Straßenbau, wie bspw. für das derzeit größte Projekt mit einem Bauvolumen von rd. 5 Mio. Euro. In der Erhardstraße – einer Hauptverkehrsader von Bad Kissingen – wird auf über 600 m Länge der Kanal erneuert. In diesem Zuge wird der Ausbau des Glasfasernetzes und der gesamten Infrastruktur gleich mit erledigt. Der alte Kanal konnte die Wassermengen nicht mehr fassen, die bei Starkregen anfielen. Nun bekommt er einen Durchmesser von 1,2 m, sodass er dann die anfallende Schmutzwassermenge auch bei Niederschlägen schneller abführen kann. Darüber hinaus wird die Fahrbahn auf 500 m ausgebaut, die Gehwege werden verbreitert, weitere Parkbuchten errichtet und die Barrierefreiheit auf den neuesten Stand gebracht.

Bei Bauaufgaben wie diesen kommt es dem Firmenchef auf hohe Effizienz an. "Was zählt, ist max. Verfügbarkeit. Es bringt nichts, wenn ein Gerät steht", macht der Geschäftsführer deutlich. Eine eigene Infrastruktur in Form einer eigenen Werkstatt und Servicetechniker stellen die Bereitschaft im Fuhrpark sicher. Außerdem geht es nach eigenen Angaben darum, schlagkräftig zu sein. Dazu tragen bei: Cat Radlader 906M bis 908H, Kettenbagger 323D LN, 323E L, 326F LN und 329D LN sowie Cat Mobilbagger M313D, M316C, M316D, M317F, M318D sowie drei M318F. Bei kleineren Aufgaben dominieren Cat Kompaktgeräte vom 303.5E CR bis 304E CR sowie Minibagger ab Cat 301.5 aufwärts.

Motorentechnik basiert bei den eingesetzten Cat Geräten auf einem Vier- oder Sechs-Zylinder-Acert-Dieselmotor. Das kommt wiederum der Werkstatt entgegen, wenn Wartungsarbeiten und Reparaturen selbst ausgeführt werden. Schnell an Ersatzteile zu kommen, ist der Schlüssel für die Verfügbarkeit. "Das ist ein Grund, warum wir seit Jahren unsere Maschinen bei Firmen beziehen, die in ihren Bereichen Marktführer sind", so Schick. Betonpumpen mit 36 und 46 m Reichweite liefert Putzmeister. Nutzfahrzeuge, wie gerade eben fünf neue Arocs, stellt Mercedes-Benz. Baumaschinen kommen von Zeppelin und Caterpillar, die seit über 20 Jahren bei Armin Schmalholz bestellt werden. "150 zulassungspflichtige Fahrzeuge bewegen wir für unsere Kunden Tag für Tag", so Schick. Darunter werden im Hochbau auch mehr als 40 eigene Turmdrehkrane, darunter 30 Obendreher sowie drei Autokrane von 60 bis 250 t für die Logistik eingesetzt.


Einstieg in die 2D-Steuerung und Planierautomatik mit dem neuen Cat 323: Hier bei der Übergabe an Anton Schick (links) durch Armin Schmalholz von Zeppelin (rechts).

Neue Technik wie beim Cat 323 soll auch den Nachwuchs anlocken. "Technik ist ein Magnet. Wer an Technik interessiert ist, sucht sich einen Arbeitgeber, der darauf setzt", ist der Firmenchef überzeugt. Jede Bauaufgabe hat andere Anforderungen an die Baumaschinentechnik und deren Mitarbeiter. Seit letztem Jahr führt Caterpillar darum mehrere Produktlinien für die verschiedensten Einsatzanforderungen im Programm. So wurde eine Baureihe als General Construction (GC) in der Basisversion aufgebaut – auch sie nutzt die Burger Bau in der Schick Group in Form des neuen Radlader 950GC. Doch steht dessen einfache Ausstattung nicht als Widerspruch zur Technikaffinität? Das sieht Anton Schick nicht so: "Der Radlader ist für die ihm zugedachte Aufgabe auch da die wirtschaftlichste Lösung." Im Vorfeld musste die Baumaschine einen Test absolvieren und gegen ein vergleichbares Gerät in der Größenklasse antreten. Dabei kam besonders die Auskipphöhe zum Beladen von Vierachsern und Sattelkippern auf den Prüfstand. "Sie fiel deutlich höher aus und somit war quasi das Rennen entschieden", so Schick. Lkw-Fahrer sollen damit teilweise den Part Materialumschlag gleich selbst übernehmen und ihr Fahrzeug beladen. Böden aus der Verwertung werden mittlerweile zwischengelagert und dürfen nicht mehr direkt abgefahren werden. "Der Radlader ist langlebig und robust. Dank seines Sechs-Zylinder-Motors hat er viel Kraft. Das macht ihn gerade bei schweren Böden überlegen. Der 950 ist eine Maschine, die seit Jahren bekannt und einfach zu bedienen ist. Ihn kann fast jeder fahren", meint der Firmenchef. Anders sieht es nach Schick bei der neuen Kettenbagger-Generation aus: Trotz der Technologien heißt es nicht, dass diese einem Maschinisten die Arbeit komplett abnehmen. "Sie vereinfachen vieles, aber das Verständnis im Umgang mit Baumaschinen muss da sein", so Schick.

Zur Weiterbildung der über 350 Mitarbeiter starken Belegschaft im Firmenverbund unterhält er eine eigene Akademie bei Hanau, um das Fachwissen in Form von Seminaren rund um den Baubetrieb, Bautechnik und das Baurecht zu vertiefen. Während die Firmengruppe im Tiefbau regional operiert, erstrecken sich die Kernaktivitäten im Hochbau auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Auch in München unterhält dieser Bereich im Technologiepark Freiham einen weiteren Standort. Zusammen mit dem Betonfertigteilbau in drei Werken ist er eine der Säulen, welche die Unternehmensgruppe, deren Wurzeln bis 1904 zurückreichen, groß machten. 2006 kam Burger Bau dazu, um im Zuge der Diversifikation in puncto Tief- und Straßenbau breiter aufgestellt zu sein. Seit 2007 baut die Schick Agrarbau Systemställe für die Landwirtschaft von Hannover bis in den Schwarzwald. Jüngstes Mitglied der Firmengruppe ist die Schick Industriebau in Hanau. Sie stellt sich anspruchsvollen Bauaufgaben im gesamten Rhein-Main-Gebiet bspw. am Frankfurter Flughafen für die Fraport.

Eine der weiteren Unternehmensbeteiligungen ist "wir leben haus" in Schondra. Sie plant und baut kundenindividuelle Fertighäuser in massiver Holzbauweise. Aber auch Beteiligungen in der Gastronomie kann Anton Schick vorweisen, wie am Traditionslokal Bratwurstglöckle oder der Weinstube Schubert, beide in Bad Kissingen. Darüber hinaus engagiert er sich in der Kulturförderung im Kissinger Sommer – und zwar aus historischer Verbundenheit heraus. Der Max-Littmann-Saal, der in Fachkreisen aufgrund der Akustik zu einem der besten Konzertsäle der Welt zählt, entstand zwischen 1911 und 1913 – am Bau wirkte bereits sein Urgroßvater und Firmengründer mit. Zu den aktuellen Referenzen zählen die neue Feuerwache 4 und 5 in München und damit die größten Bauten für die Feuerwehr in Bayern, der Neubau des Campus Bad Neustadt für die Rhön Klinikum AG und der St. Vincentiuskliniken in Karlsruhe jeweils mit einem Gesamtvolumen von 180 Mio. Euro die größten Projekte in Bayern und Baden-Württemberg im Gesundheitswesen, eine bundesweite Serie von Vodafone Core Centern im Betonfertigteilbau oder das Jüdische Museum in höchster Sichtbetonqualität SB4 in Frankfurt am Main. Denn auch Sichtbeton und Architekturbeton ist ein Pfeiler der Unternehmensgruppe.

Was für alle Bereiche gilt: "Der Erfolg eines Projekts hängt wesentlich von der Vorbereitung ab", so Anton Schick. Ein Team aus zehn Mitarbeitern kümmert sich um die Arbeitsvorbereitung im gesamten Firmenverbund. Dazu gehören etwa Baulogistik oder Schalungsplanung. "Eine gut organisierte Baustelle lebt jedoch auch von der Entscheidungsfreiheit und Schnelligkeit bei Entscheidungen vor Ort", stellt der Firmenchef dar. Eben typisch für den Mittelstand und das Geschäft am Bau.

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