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Historische Eisenbahnbrücke saniert

Großbohrgerät auf einem Ponton eingesetzt

An jedem Brückenpfeiler erstellte Birchmeier vier Bohrpfähle.

Koblenz/Schweiz (ABZ). – Eine Herausforderung war die Sanierung einer 130-jährigen Eisenbahnbrücke im schweizerischen Koblenz. "Das war eine sehr spezielle Wasserbaustelle", sagt Daniel Kunz, Geschäftsführer von Auftragnehmer Birchmeier Spezialtiefbau AG. "Wir waren mit unserem Großbohrgerät auf einem Ponton im Einsatz." An jedem der vier Brückenpfeiler erstellte Birchmeier Spezialtiefbau vier Bohrpfähle. "Pro Pfeiler machten wir vier Pfähle und rundherum einen Spundwandkasten", erklärt dazu Bauführer Adrien. Die 16 Pfähle haben einen Durchmesser von 1,5 m und sind zwischen 12 und 20 m tief.

Birchmeier bohrte im Kellybohrverfahren mit dem LB 36 von Liebherr. Die 115 t schwere Maschine dorthin zu bringen, war sehr herausfordernd und spektakulär anzusehen. Es wurde ein kleiner Hafen an der Aare gebaut, der zum Aufbau des Gerätes genutzt wurde und als Zugang zu den Pontons dient. Von dort wurde das Bohrgerät flussaufwärts verschifft. Das durch tagelangen Regen entstandene Hochwasser verschärfte die Situation zusätzlich und erschwerte das Vorhaben, das LB 36 unter der Brücke durch zu manövrieren. Ursprünglich war geplant, dass Birchmeier die Pfeiler im Winter verstärkt, wenn die Aare weniger Wasser führt. Wegen der Schonzeit der Fische müssen die Arbeiten aber genau in dieser Zeit ruhen. Auch die Bohrarbeiten waren schwierig, schließlich konnten die Arbeiter keine Markierungen auf das Wasser sprühen. Sie nutzten stattdessen das Assistenzsystem Lipos von Liebherr. "Das funktioniert einwandfrei. Auch mit den Gegebenheiten, dass wir hier an einer Brücke sind und Stromleitungen haben", sagt Baustellenverantwortlicher Patrick Fuchs. "Wir hatten nie Störungen des Signals, wir konnten immer arbeiten. Es ist also eine große Erleichterung, um die Pfähle auf dem Wasser zu positionieren."

War das Loch gebohrt und die Bewehrungskörbe eingesetzt, begann die nächste Herausforderung. Der Beton konnte nicht mit dem Fahrmischer ans Bohrloch transportiert werden. Stattdessen wurden rund 280 m Betonleitungen verlegt. Weil damit bisher immer gute Erfahrungen gemacht wurden, hat Birchmeier eine Liebherr-Pumpe vom Typ THS 110 D-K gewählt. Trotz aller Herausforderungen konnte Birchmeier die Arbeiten des ersten Bauabschnittes erfolgreich abschließen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 09/2020.

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