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Hochmoderner Neubau entsteht

BIM-basiertes Gerüstbaukonzept bildet Grundlage für Anlagen-Neubau

Beim Neubau der Acetylenanlage in Ludwigshafen sorgt ein innovatives Gerüstkonzept auf Basis des Peri Up Flex Gerüstsystems für Zeit- und Kostenersparnisse – und setzt Herstellerangaben zufolge zusätzlich hohe Maßstäbe bei der Arbeitssicherheit. Zusätzlich ist dieses Industriegerüstprojekt weltweit eines der ersten, das nach der BIM-Methode errichtet wird. Schwerpunkte sind hierbei neben der 3D-Planung der eingesetzten Gerüstsysteme u. a. Themen wie Planungskoordination, automatisierte Kollisionsprüfung, Sicherheitschecklisten und QR-Codes für die Objektnavigation. Darüber hinaus werden relevante Daten für die Montage der Gerüste mittels Tablet-Lösung der Baustelle digital zur Verfügung gestellt.

Ludwigshafen (ABZ). – Bei BASF SE in Ludwigshafen entsteht derzeit eine neue, hochmoderne Acetylenanlage. Grundlage für den Bau der Anlage bilden ein innovatives, BIM-basiertes Gerüstbaukonzept sowie das Peri Up Gerüstsystem, welches laut Hersteller mit hoher Flexibilität ein konsequent sicheres Arbeiten ermöglicht. Mit einer Kapazität von 90 000 t pro Jahr soll die nach dem weltweit effizientesten Produktionsverfahren arbeitende Anlage Ende 2019 die bisher bestehende Altanlageersetzen. Acetylen ist ein wichtiges Zwischenprodukt und dient als zentraler Ausgangsstoff für etwa 20 Produktionsanlagen am BASF Standort Ludwigshafen für viele Produkte des täglichen Lebens: bspw. Arzneimittel, Kunststoffe, Lösemittel, Elektrochemikalien und hochelastische Textilfasern für die Automobil-, Pharma-, Bau-, Konsumgüter- und Textilindustrie. Nicht nur die neue Anlage arbeitet mit den weltweit modernsten technischen Einrichtungen und Prozessen. Bereits bei deren Bau werden moderne Planungs- und Arbeitsmethoden angewandt – Grundlage dafür, dass die Montagearbeiten im Zeitplan sind. Bis zu 1300 Menschen arbeiten in Spitzenzeiten auf der Baustelle, die mit rd. 55 000 m² eine Fläche von nahezu acht Fußballfeldern und eine Anlagenhöhe von bis zu 90 m aufweist. Um die Anlagentechnik mit mehr als 400 Maschinen und Apparaten sowie insgesamt 90 km Rohrleitungssystem und die Elektroinstallation effizient und sicher montieren zu können, wird im Baulos 2 das Peri Up Flex Modulgerüst eingesetzt. Nahezu täglich werden damit neue Arbeitsebenen und Zugänge für die anstehenden Bau- und Montagearbeiten geschaffen.

Die Kombination aus BIM-Methodik bei Planung und Ausführung sowie hohe Maßstäbe bei der Arbeitssicherheit bilden den zentralen Projektansatz im Industriebau. Das gemeinsam entwickelte, innovative Gerüstbaukonzept bildet die Grundlage für eine umfassende Gesamtlösung für Gerüstbaumanagement, 3D-Planung, Koordination und Ausführung, um Planungszeit und Kosten langfristig zu minimieren. Die vorausschauende und gewerkeübergreifende Planung reduziert Peri zufolge zeit- und kostenintensive Umbaumaßnahmen. Gleichzeitig sorge die Flexibilität des Peri Flex Gerüstsystems in Verbindung mit Variokit Systembauteilen für eine gute Anpassungsfähigkeit und damit Arbeitssicherheit auf hohem Niveau.

Die Anlagenteile der neuen Acetylenanlage von BASF ragen bis zu 90 m in die Höhe.

Einsätze in der Industrie fordern ein anpassungsfähiges Gerüstsystem. Zugleich müssen die errichteten Arbeitsplätze höchste Anforderungen an die Arbeitssicherheit erfüllen. Das Gerüstsystem Peri Up trägt all diesen Forderungen Rechnung. Mit dem durchgängig metrischen Systemraster aller Bauteile und der Möglichkeit des Richtungswechsels der Beläge ist das Modulgerüst Peri Up Flex laut Herstellerangaben äußerst anpassungsfähig für unterschiedliche örtliche Gegebenheiten. Damit können sichere Arbeitsplattformen und Zugänge auch für höher gelegene Arbeitsplätze einer Industrieanlage geschaffen werden. Arbeitsflächen lassen sich überwiegend ohne Spalten abdecken, Störstellen lassen sich ohne Bohlenüberwurf eben umbauen. Durch den selbstsichernden Riegelanschluss an der Rosette und der integrierten Abhebesicherung der Beläge ist Peri Up Flex einfach und sicher zu montieren. Während der Nutzung sorgen die umlaufenden Geländer und gelbe Bordbleche sowie rutschsichere Beläge für hohe Arbeitssicherheit.

Neben der Flexibilität sorge auch die Kombinierbarkeit von Schalung und Gerüst für Vorteile bei der Projektabwicklung. Insbesondere lassen sich Herstellerangaben zufolge mit dem Variokit Ingenieurbaukasten unterschiedlichste Tragwerke kostengünstig herstellen. Beide Systeme – Varioki unf Peri Up Flex – basieren auf dem metrischen Raster und sind daher untereinander kompatibel. Zudem sorgen standardisierte Verbindungsteile für kraftschlüssige und nahezu unerschöpfliche Kombinierbarkeiten mittels Systembauteilen – das erspart improvisierte Montagearbeiten.

Die Digitalisierung wird die Industrien grundlegend verändern und dabei allen Beteiligten enorme Chancen eröffnen. Der Weißenhorner Schalungs- und Gerüstspezialist Peri hat den Anspruch, bei der Konzeption, Entwicklung und schließlich bei der Umsetzung dieses industriellen Wandels mit Know-how und Expertise eine maßgebliche Rolle zu spielen und echten digitalen Mehrwert für seine Kunden zu schaffen.

Die 3D-Planung auf Basis des BASF Anlagenmodells ermöglicht Gerüstlösungen und-anpassungen unter Berücksichtigung aller zu montierenden Anlagenteile.

Die Bandbreite der digitalen Anwendungen reicht von produktbezogenen Apps für einfache Berechnungen zu den Schalungs- und Gerüstsystemen bis hin zum Online-Kundenportal myPeri, das als umfassende Informationsplattform die komplette Ausführungszeit eines Projektes unterstützt. Zudem sorgen verschiedene Software-Lösungen des Weißenhorner Unternehmens dafür, komplexe Aufgaben und Prozesse bei Großprojekten zu optimieren.

Peri gehört laut eigener Aussage auch beim Thema BIM (Building Information Modeling) seit Jahren zu den führenden Unternehmen der Branche und kann bereits einige internationale Projektreferenzen vorweisen, die gemeinsam mit Kunden unter Anwendung von BIM-Prinzipien erfolgreich abgewickelt wurden.

Beim Neubau der Acetylenanlage in Ludwigshafen handelt es sich um eines der ersten Industriegerüstprojekte weltweit, das nach der BIM-Methode errichtet wird. Schwerpunkte sind hierbei neben der 3D-Planung der eingesetzten Gerüstsysteme u. a. Themen wie Planungskoordination, automatisierte Kollisionsprüfung, Sicherheitschecklisten und QR Codes für die Objektnavigation. Darüber hinaus werden relevante Daten für die Montage der Gerüste mittels Tablet-Lösung der Baustelle digital zur Verfügung gestellt.

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