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Hochwasserschutz für Dresden

Betonmauer besticht durch Natursteinoptik

NOE, Betonbau und Stahlbetonbau, Schalungstechnik, Hochwasserschutz

Bei der NOE Combi 70 erfolgt die Verspannung im Sockelbereich und über der Schalung. Es gibt keine störenden Spannstellen im Sichtbetonbereich.

Dresden (ABZ). - Damit zukünftig die Bevölkerung in und um Dresden vor Hochwasser geschützt ist, entstehen derzeit mehrere Wasserrückhaltesysteme. Eines davon wird zwar aus Beton gebaut, erhält aber, dank den Strukturmatrizen von NOE-Schaltechnik, Süssen das Erscheinungsbild einer gemauerten Wand. Der Bau der Schutzmauer sieht zwar auf den ersten Blick sehr einfach aus, doch wie so oft liegt auch hier der Teufel im Detail.

Die Deichanlage in Cossebaude wird von der Otto-Heil GmbH & Co. KG aus Taucha errichtet. Mit einer Höhe von ca. 11 m über Normalhöhennull ist die Deichanlage höher ausgelegt ein für als 100-jähriges Hochwasser erforderlich. Da die Deichwand knapp 2 m über das Erdreich hinausragt und zukünftig auf einer Länge von 890 m das Aussehen des Uferbereichs beeinflusst, war es den Verantwortlichen wichtig ihr ein attraktives Erscheinungsbild zu verleihen. Infolgedessen entschieden sie sich dafür, ihre Oberfläche mit Hilfe von NOEplast Strukturmatrizen zu gestalten.

Hierbei handelt es sich um eine Strukturmatrize, die entweder in die Schalung eingelegt (Fertigteilwerk) oder eingeklebt (Ortbeton) wird. Anschließend erfolgt die Betonnage. Sobald der Beton ausreichend ausgehärtet ist wird ausgeschalt, dabei wird die gewünschte Struktur sichtbar. Beim Bau der Deichwand in Cossebaude fiel die Wahl auf die Struktur "Murus Romanus". Sie gehört zu den Standardstrukturen von NOE-Schaltechnik und vermittelt dem Betrachter den Eindruck, auf eine aus Natursteinen erstellte Mauer zu blicken.

Daneben bietet der Hersteller auch die Möglichkeit individuelle Motive zu verwirklichen, sodass für jede Architektursprache immer das gewünschte Erscheinungsbild realisiert werden kann.

Ein weiterer Vorteil der Matrize: Sie lässt sich bis zu 100-mal einsetzen, wodurch sie äußerst wirtschaftlich ist. Diesen Vorteil nutzten die Verantwortlichen der Deichbaustelle. Für eine zu schalende Fläche von ca. 3700 m benötigten sie entsprechend des von NOE entwickelten Umsetzkonzeptes lediglich 185 m Matrizenmaterial und setzten die NOEplast Strukturmatrizen bis zu 26-mal ein.

Um zügig mit der Arbeit voranzukommen, nahmen sie einen Service in Anspruch, den NOE als einziger Schalungsanbieter und Hersteller von Strukturmatrizen anbieten kann: Auf Wunsch übernimmt NOE die Montage der Strukturmatrizen auf Trägerplatten und montiert diese dann einsatzfertig auf die Grundschalung. Dies hat für das ausführende Unternehmen den Vorteil, dass es nur noch die fertig montierten Elemente aufstellen muss und so ohne Zeitverlust zügig mit den Arbeiten beginnen kann. Ein Service von NOE, der vor allem bei Ortbetonbaustellen immer häufiger genutzt wird.

Doch in Cossebaude ging der Service von NOE wesentlich weiter. Hier arbeiteten die Mitarbeiter des Unternehmens ein spezielles Schalungskonzept aus und übernahmen die komplette Einsatz- und Umbauplanung der Schalelemente. Eine Aufgabe, die wesentlich arbeitsaufwendiger war als dies auf den ersten Blick erscheint. Die 2,78 m hohe Wand läuft nach oben hin konisch zu. Am Wandfuß hat sie eine Breite von 100 cm, während diese an der Mauerkrone nur noch 40 cm beträgt. Darüber hinaus hat die Wand zahlreiche Knicke und 60 cm tiefe Absätze, die als Sichtachsen für die Anwohner dienen.

Das bedeutet: Um das Objekt mit 34 verschiedenen Segmenttypen zu realisieren, waren letztendlich nur sechs "Standard"-Schalungssätze erforderlich, die mit lediglich drei optimal abgestimmten System-Sonderlösungen ergänzt wurden und je nach Mauergeometrie und Ablaufkonzept zum Einsatz kamen.

Zudem sollten im Sichtbereich keine Ankerstellen vorhanden sein, weshalb die NOE Combi 70 zum Einsatz kam. Dieses Schalsystem basiert auf einer verzinkten Gitterträgerabsteifung mit 70 cm Bauhöhe und wird je nach vorhandener Belastung in einem Abstand von 100 bis 150 cm montiert und ist hochbelastbar. Das eigentliche Schalelement besteht aus einem Rost aus Schalungsschienen und vertikalen NOEtop Randprofilen, auf die der 21 mm starke Grundbelag montiert ist. Auf diesen Elementen können alle erdenklichen Sichtflächenbelegungen aufgebracht und rückwärtig verschraubt werden. Das Besondere an diesem System: Die Verspannung ist nur an den Gitterträger-Endpunkten oben und unten erforderlich. Dies hatte bei der Deichwand in Cossebaude den Vorteil, dass sie nur 10 cm über dem Fundament und in einer Höhe von ca. 290 cm oberhalb der Wand erforderlich war. Zusätzliche Nacharbeiten im Bereich der Schalungsmatrize entfielen dadurch.

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