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Höhenflug in Basel

Wölffe am Bau des höchsten Gebäudes der Schweiz beteiligt

Wolffkran, Baustellen, Krane und Seilmaschinen, Hochhäuser

Der Wolff 7532.16 war mit 204 m Hakenhöhe der höchste Baukran der Schweiz.

BASEL/SCHWEIZ (ABZ). - Wenn es um hohe Bauwerke geht, muss man nicht bis nach Dubai oder China schauen. Auch in Europa werden ständig neue Höhenrekorde gebrochen. In der Schweiz steht das höchste Gebäude des Landes – der 178 m messende Roche Bau 1 – kurz vor der Fertigstellung. Im Auftrag der Marti AG Bauunternehmung waren zwei Wolff Krane daran beteiligt den Wolkenkratzer in den Himmel wachsen zu lassen – einer davon mit 204 m der höchste Kran in der Schweiz. Das Projekt hatte aber nicht nur auf Grund der beträchtlichen Höhe einige Herausforderungen zu bieten.

Auch die spezielle, sich nach oben verjüngende Bauform des Roche Bau 1 verlangte nach einem ausgeklügelten Krankonzept, bei dem das Wolffkran Team eng mit den Logistikern des Bauunternehmens sowie den Architekten zusammenarbeitete. An der Rückseite des Gebäudes wurde der Wolff 7532.16 mit einem 70 m Ausleger und einer Spitzentraglast von 4 t installiert. Während das Gebäude alle zwei Wochen um ein Stockwerk wuchs, wurde auch der Kran nach und nach mit dem Hochhaus auf seine finale Turmhöhe von 191,5 m (Hakenhöhe 204 m inklusive Portal) geklettert. Rein statisch betrachtet wäre der Kran mit nur drei Abspannungen ausgekommen. Die besondere Fassadenkonstruktion des Roche Bau1 verlangte jedoch nach mehr Anbindungen. An der sich nach oben verjüngenden Seite des Gebäudes kamen gleich zwei Wolff Krane zum Einsatz. Als erstes ein Wolff 6023.8. Da die Distanz für eine Abspannung des Laufkatzkrans am Gebäude ab einer gewissen Gebäudehöhe zu groß wurde, wurde der 6023.8 später durch einen Wolff 180 B Wipper ersetzt. Der kompakte Wippkran muss nicht wie ein Laufkatzkran höher als das Bauwerk stehen, sondern kann dank seines steil nach oben aufstellbaren 45 m langen Auslegers problemlos an dessen Seiten vorbeischwenken.

Neben der Architektur forderte auch die Lage des Roche Bau 1 an einer stark frequentierten Straße, welche auch während der Demontage des Wolff 7532.16 nicht gesperrt werden durfte, besonderen Einsatz des Montageteams. Ein umfangreiches Sicherheitskonzept kam zur Anwendung, welches soweit ging, dass die Monteure bspw. Werkzeug und anderes Arbeitsmaterial extra am Körper befestigen und zusätzlich Sicherheitsnetze gespannt werden mussten. Nach den Wolff Kranen werden bald auch die letzten Bauarbeiter den Roche Bau 1 verlassen. In Kürze wird das neue Bürogebäude des Pharmakonzerns F. Hoffmann-La Roche AG offiziell eröffnet und Raum für rund 2000 Arbeitsplätze bieten.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 27/2015.

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