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Höhenzugangstechnik

Mega-Plattform am Eiffelturm installiert

Scanclimber, Baustellen

Monster-Plattform am Eiffelturm: Während der Montagephase mussten aufgrund der großen freistehenden Höhe von 63 m, die Mastsektionen als 3er-Paket zur Aussteifung zusammen gebaut werden.

PARIS/FRANKREICH (ABZ). - Die wohl meist besuchte Baustelle des Unternehmens Scanclimber befindet sich für rund zwei Jahre im Moment am Eiffelturm in Paris. Das bekannteste Bauwerk der französischen Hauptstadt wird zurzeit auf der ersten Ebene saniert.

In dieser Sanierungsphase werden die beiden gegenüberliegenden Restaurants komplett erneuert und hierzu galt es einige Herausforderungen zu bewältigen. Das Projekt begann in der Planungsphase vor rund zweieinhalb Jahren. Zu diesem Zeitpunkt wurde die deutsche Niederlassung von Scanclimber in Limburg an der Lahn um ein technisches Gespräch in Paris gebeten. Der Kunde hatte im Wesentlichen drei Hauptanforderungen: 1. Er benötigte eine Arbeitsebene in Höhe der ersten Etage, auf einem Höhenniveau von rund 60,00 m die es erlaubt, Fassadenelemente vorzumontieren und alle Vorarbeiten zu leisten, um den Publikumsverkehr, der weiterhin auf dem Eiffelturm aufrecht erhalten wird, nicht mehr als notwendig zu stören und keinerlei Flächen auf dem Eiffelturm für diese Arbeiten zu blockieren. 2. Kriterium war die Fläche und die Tragkraft. Die Größenordnung der Plattform sollte rund 160 m² betragen und trotzdem eine Tragfähigkeit von rund 9 t gewährleisten. 3. Anforderung war, dass das Gesamtbild der Konstruktion mit der Struktur des Eiffelturms harmonisiert.

Scanclimber habe den Anforderungen Rechnung getragen und eine demgemäße Lösung angeboten. Mit in diesem Angebot, in seinem Leistungsumfang integriert, habe der Kunde den Zuschlag für die Sanierung erhalten. Für die Höhenzugangstechnik wurde der Auftrag dann an Scanclimber weiter gegeben. Damit war der Beginn eines spektakulären Projekts, sowohl hinsichtlich seiner technischen als auch montagetechnischen Anforderungen, gelegt.

Nun galt es die technischen Details zu lösen. Hierzu zählte laut Unternehmen u. a. die Ausführung einer Vier-Mast-Transportbühne, die mit der Größe von 160 m², mit acht Antriebsmotoren gleichlaufend auf selben Niveau, die schweren Lasten transportieren kann. Während der Montagephase mussten aufgrund der großen freistehenden Höhe von 63,00 m, die Mastsektionen als 3er-Paket zur Aussteifung zusammen gebaut werden. Nächste Herausforderung war die Verankerung, da die Verankerungsdistanzen von der Bühne zum Bauwerk selbst, bis zu 12,80 m Länge betrugen. Gelöst wurde die Antriebssituation dadurch, dass man hier große Scanclimber-SC8000-Antriebseinheiten mit Hilfe von Frequenzumformern in eine Gleichlaufsteuerung brachte, die eine maximale Höhendifferenz zwischen den Antriebseinheiten von 2 cm, selbst bei außermittiger Belastung, gewährleistete. Die bis 63,00 m – zunächst frei aufgebauten Mastsektionen, wurden auf 25 t schweren Fundamenten, die im Boden unterhalb des Eiffelturms betoniert wurden, mit speziellen Verankerungsrahmen befestigt und kamen hier als Kontergewicht zum Einsatz. Die Verankerungen wurden aus Standard-Mastsektionen, mit speziell auf die Eiffelturm Struktur angepassten Verankerungsköpfen, ausgestattet. Zur Be- und Entladung dienen an beiden Kopfseiten 3,00 m breite, hydraulische Rampen, die eine Belastung von 3,5 t aufnehmen zum Verbringen von schwerem Material von der Bühne zum Bauwerk.

Für den Personentransport wurde separat ein 2-t-Personen-Lasten Aufzug vom Typ SC2032 aufgebaut, ebenfalls 63,00 m nur mit einem Kopfanker. In der Montagezeit von rund vier Wochen, wurden ca. 85 t Stahlkonstruktion montiert, hierzu zählten beispielsweise ca. 3000 Mastverbindungsschrauben, deren Montage besondere Sorgfalt beanspruchte, da während der Montagedauer der Publikumsverkehr unterhalb des Eiffelturms weiterhin aufrecht erhalten wurde.

Für Scanclimber in Limburg ist dies nun das zweite Mietobjekt am Eiffelturm in Paris. Vor ca. drei Jahren war schon einmal eine Aufzugsanlage, auch für ein Sanierungsabschnitt, am Eiffelturm im Einsatz, welcher, aufgrund der damaligen Arbeiten, in den Tagschichten nahezu ununterbrochen in der Nutzung war und sich damals schon durch dauerhafte, beständige Technik bewährte.

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