Höhenzugangstechnik von Zeppelin Rental

Schwere Lasten vor Ausstellung abgenommen

Nekropole Berlin-Neukölln 1945 – so heißt ein multimediales Forschungsprojekt, das noch bis zum 2. Mai 2017 an fünf Orten in Berlin stattfindet: auf den Friedhöfen Columbiadamm und Buschkrugallee, in dem Deutsch-Russischen Museum, in dem Kulturstall Schloss Britz und in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. In der Kapelle des Friedhofs am Columbiadamm werden Fotografien, Installationen und ein sog. Triptychon gezeigt. Um Platz für eine Projektion zu schaffen, musste dabei ein riesiger Kronleuchter abgenommen werden.

Berlin (ABZ). – Große Begräbnisstätte der Antike oder der Vorgeschichte – mit diesen Worten beschreibt der Duden die Bedeutung des Begriffs "Nekropole". Unter dem Titel Nekropole Berlin-Neukölln 1945 findet derzeit ein multimediales Forschungsprojekt in Berlin statt, das sich mit dem Zweiten Weltkrieg, Kriegsgräbern und dem Bezug zur heutigen Zeit auseinandersetzt. Im Zuge der Ausstellung musste u. a. an einem der Veranstaltungsorte ein schwerer Kronleuchter abgenommen werden. Dabei half die Höhenzugangstechnik aus dem Mietpark von Zeppelin Rental.

Die Berliner Ausstellung findet an insgesamt fünf Orten statt – an dem ehem. Garnisonsfriedhof Columbiadamm, an dem Friedhof Buschkrugallee, in der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung, an dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst sowie in dem Kulturstall Schloss Britz. Die Ausstellungsinhalte – Schwarz-Weiß-Fotografien, Collagen, architektonische Entwürfe, Installationen, Grafiken und Filme – wurden von Architekturstudenten der Beuth Hochschule für Technik gestaltet, die für das Projekt mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. des Landesverbands Berlin kooperiert. Die Leitung des Projekts obliegt Prof. Dr.-Ing. Susanne Junker, die an der Berliner Hochschule im Fachbereich IV Architektur und Gebäudetechnik unterrichtet. Junker und ihr Kollege Tino Brüllke waren es, die mit einer Herausforderung im Zuge des Ausstellungsaufbaus auf die Mietstation Berlin-Reinickendorf von Zeppelin Rental zugegangen sind: Nach Informationen des Unternehmens ist einer der Veranstaltungsorte die Kapelle des Friedhofs Columbiadamm, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und mit einem etwa 2 t schweren Kronleuchter ausgestattet worden ist. Dieser riesige Leuchter sollte im Vorfeld der Multimediaausstellung abgenommen werden, um einer neun mal nahezu 3 m großen Projektion nicht im Weg zu sein.

Von der Scherenbühne aus konnte die Absenkung des Kronleuchters überwacht werden. Die beiden Lastlifte aus dem Mietpark von Zeppelin Rental trugen das Gewicht des Leuchters.

Um die Demontage fachmännisch durchführen zu können, habe Kundenberaterin Marion Thieme eine Scherenbühne ZS64.76A mit einer Arbeitshöhe von 6,40 m sowie zwei Lastlifte mit einer Hubhöhe von je 6,70 m an das Ausstellungsteam vermietet. Die Scherenbühne sei durch ihren emissionsfreien Batteriebetrieb und ihre nicht-kreidenden Vollgummireifen das optimale Gerät für den Einsatz in Innenräumen und auch für empfindliche Böden bestens geeignet. Die für zwei Personen zugelassene Plattform der Arbeitsbühne ermöglichte Mitarbeitern von Junker, die Absenkung des Kronleuchters zu unterstützen und zu überwachen, während die beiden Lastlifte das Gewicht des Lüsters trugen. Als Vorteile der Lastlifte seien deren stabile Bauweise, deren schneller Aufbau und deren einfache Handhabung zu nennen: So kann eine einzige Person Gewichte bis zu 300 kg einfach und sicher über die Liftwinde heben und senken. Zeppelin Rental habe die drei Mietgeräte für einen Zeitraum von insgesamt drei Tagen zur Verfügung gestellt und auch ihren An- und Abtransport zum Columbiadamm organisiert.

Hintergrund des Ausstellungsprojekts ist nach Angaben von Zeppelin Rental die sog. Schlacht um Berlin, die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkriegs in Europa, die sich vom 16. April bis 2. Mai zum 72. Mal jährt.

In Berlin befinden sich auch heute noch zahlreiche Einzel- und Massengräber von Toten der Weltkriege und NS-Opfern. Diese Thematik greifen die Studenten der Hochschule auf und machen sie über einen historischen Parcours an fünf Orten erlebbar. Verbindungen zu heutigen Kriegsschauplätzen, Interviews mit Flüchtlingen und Zeitzeugen zeigen die Aktualität des Themas. Die Ausstellung kann noch bis zum 2. Mai 2017 besucht werden.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 17/2017.

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