Hollerhöfe

Alte Dorfhäuser umfangreich erneuert

München/Waldeck (ABZ). – Rückblick bei den Hollerhöfen: 2012 begann Elisabeth Zintl, Inhaberin der Hollerhöfe, einzelne Häuser ihres Heimatdorfes Waldeck zu renovieren. So ist das in Deutschland einzigartige Konzept "Zu Gast im Dorf" entstanden, bei dem die Gäste dezentral in den Dorfhäusern Waldecks untergebracht sind.
Modernisierung und Sanierung
Die Gebäude waren ziemlich in die Jahre gekommen und bedurften einer gründlichen Erneuerung. Foto: Petra Kellner

Größtenteils leerstehende und teilweise denkmalgeschützte Häuser wurden kernsaniert, wobei aber genau darauf geachtet wurde, weder die Architektur noch die Grundstruktur der Häuser zu verändern. "Obwohl nicht alle Häuser unter Denkmalschutz stehen, haben wir uns bei jeder Renovierung an die Denkmalschutzauflagen gehalten", erklärt Elisabeth Zintl. Denn die Geschichte des Dorfes soll trotz der Renovierung erhalten bleiben. Erkennbar ist dies auch bei der Namensgebung der Unterkünfte – so lassen die Namen der Häuser Rückschlüsse auf ihre frühere Funktion zu.

Das Schreiberhaus etwa stand schon einige Zeit leer, bevor Elisabeth Zintl und ihre Familie die Renovierungsarbeiten am Haus begonnen haben. Früher lebte dort der Waldecker Dorfschreiber, welcher in diesem eher größeren Dorfhaus seiner Arbeit nachging. Heute gibt es insgesamt sieben Apartments im Schreiberhaus. Besonders die Dachgeschoss-Apartments beeindrucken mit hohen Decken und Balken, an denen ein schwebender Sessel angebracht ist. Im Erdgeschoss und in Teilen des Obergeschosses wurde eine Wand- und Sockelheizung installiert. In der alten Rauchküche des Hauses wurde die Decke freigelegt und gefestigt, ein barocker Kamin erhalten und teilweise alte Wandgestaltung freigelegt.

Das Schusterhaus gilt als eines der ältesten Häuser Waldecks. Denkmalschützer nehmen an, dass das Haus bereits vor der Umsiedlung der Ortschaft am Schlossberg ins heutige Dorf Waldeck an der Handelsstraße existierte. Das Haus steht unter Denkmalschutz und ist eines der kleinsten Häuser des Dorfes. Es wird vermutet, dass ein Schuster zuvor in dem Haus gearbeitet hat. Zwei Ein-Zimmer-Apartments und ein Zwei-Zimmer-Apartment sind heute dort zu finden. Besonders schön sind die erhaltenen Gewölbe und die neu integrierte Natursteinwand. Das Dachgeschoss wurde bis in den First geöffnet und ausgebaut. Die Kanzlei fungierte im 19. und 20. Jahrhundert unter anderem als Unterkunft für Arme und nach dem Krieg auch für Flüchtlinge. Später fanden unterschiedliche Vereine wie der Heimat- und Kulturverein oder der Waldecker Karnevalsverein hier ihr zu Hause.

2015 hat Familie Zintl das Haus umfassend renoviert. Es wurde aufgrund der schlechten Bausubstanz komplett abgebrochen und neugebaut, wobei die Hausform erhalten geblieben ist. In sechs Apartments über drei Etagen finden die Gäste hier ein liebevoll eingerichtetes Dorfhaus mit Wohlfühlambiente.

Das Kößlerhaus steht unweit des Waldecker Marktes und nur ein paar Meter vom Haupthaus der Hollerhöfe entfernt. Namensgeber ist Hans von Koessler – Komponist und Professor für Orgelspiel und Kompositionen an der königlich ungarischen Musikakademie, der 1853 in Waldeck geboren wurde. Nachdem das Haus einige Jahre leer stand, renovierte Familie Zintl es komplett. Seit August 2018 können Gäste in den sechs liebevoll eingerichteten Zimmern und Apartments übernachten.

Neben den Dorfhäusern wurde auch die Dorfscheune der Hollerhöfe renoviert. Die komplette Holzverschalung wurde abgenommen und die Wände neu gedämmt. Innen ist das Holzfachwerk sichtbar geblieben. Auch das Dach wurde neu gedämmt und mit Biberschwanz eingedeckt. Die Dorfscheune ist für Veranstaltungen jeglicher Art buchbar. Neben Hochzeiten und privaten Feiern, vermieten die Hollerhöfe die Dorfscheune auch oftmals für Tagungsworkshops und Firmenevents.

Zu Gast im Dorf in der Mitte Europas: Mit einem in Deutschland einzigartigen Konzept finden Gäste in den Hollerhöfen einen Rückzugsort inmitten der oberpfälzischen Natur. Familie Zintl erhält in detailreicher Restaurierungsarbeit die Geschichte eines ganzen Dorfes nahe Bayreuth, im Ländereck Ostbayerns.

Bisher bestehen die Hollerhöfe aus dem Haupthaus sowie vier teilweise denkmalgeschützten Häusern des Dorfes, die Familie Zintl liebevoll renoviert hat. Dazu zählen das geschichtsträchtige Kößlerhaus, das Schreiberhaus, das Schusterhaus und die Kanzlei. Die Wohnhäuser finden sich im gesamten Dorf wieder und ergänzen das weitere Angebot der Hollerhöfe – wie etwa die weitläufigen Höfe mit Gärten und Streuobstwiesen, die Tagungsscheunen oder die Holler-Manufaktur für gemeinsame Koch-Workshops und Tagungen.

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