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Holz trifft Metallleichtbau

Produktionshalle von Zimmerei wurde mit Sandwichelementen realisiert

Mit dem Neubau einer Halle nebst Verwaltung schafft die Zimmerei Dörr Raum für nachhaltiges Wachstum und Entwicklung. Sowohl bei der Ausführung des Daches als auch der Fassade wurden Sandwichelemente von Kingspan eingesetzt.

Hochdorf-Assenheim (ABZ). – Im Hallenbau findet die Kombination von Holz und Metallleichtbau immer mehr An-klang. Dabei bilden die Holzbauteile – oftmals in Verbindung mit Beton – das Tragwerk und leichte sowie dämmende Sandwichelemente die Gebäudehülle.

Dass sich die beiden Materialien hinsichtlich ihrer Optik gut ergänzen und eine spannende architektonische Verbindung eingehen, zeigt der neue Hallen- und Bürobau einer Zimmerei in Hochdorf-Assenheim bei Mannheim. Bei der Zimmerei Simon Dörr in Hochdorf-Assenheim (Rheinland-Pfalz) trifft traditionelles Handwerk auf moderne Materialien und Technik: Der Meisterbetrieb bietet seinen Kunden alle Leistungen rund um das Dach – von Zimmererarbeiten über Eindeckungen, Spengler- und Kranarbeiten bis hin zum Hallenbau. Jüngst hat das Unternehmen ein Bauprojekt in eigener Sache realisiert, das die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum schafft: Der Meisterbetrieb baute eine neue Produktionshalle mit angegliedertem Bürogebäude auf dem unternehmenseigenen Gelände.

Der Neubau sollte vor allem mehr Platz für die witterungsunabhängige Herstellung und Bearbeitung von großen Holzfertigteilen bieten. Zugleich galt es, bei dem Neubau optische und bauphysikalische Ansprüche in Einklang zu bringen. Dies gelang unter anderem mit der Verwendung von isolierten und farbigen Sandwichelementen der Kingspan GmbH.

Mit der hauseigenen Kompetenz lag es für die Zimmerei Dörr nahe, bei der Tragstruktur auf das Material Holz zu setzen und den Bau weitestgehend selbst in die Hand zu nehmen. Entwurf, Planung und Design des Neubaus stammen von der Architektin Judith Hery. Mit der technischen Umsetzung und Tragwerksplanung wurde die Ingenieurgesellschaft Hery beauftragt. Mit einer Fläche von 848 m², einer Länge von 41 und einer Breite von 21 m bei einer Firsthöhe von 8,3 m bietet der moderne Hallenneubau viel Platz und Komfort für den handwerklichen Betrieb. Das Gebäude ist durch eine flexible Wand in zwei Bereiche gegliedert. Während in der einen Einheit der Zimmereibetrieb untergebracht ist, wird die andere Einheit für Spenglerarbeiten genutzt. Eine Kranbahn fährt durch beide Bereiche. Sie verfügt über zwei unabhängige Laufkatzen. Ein zweigeschossiges Bürogebäude ist direkt an die Halle angebaut und bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine weitere Nutzfläche von 301 m².

Die Tragwerkskonstruktion der Halle besteht aus Brettschichtholzbindern sowie -stützen, die auf einer Bodenplatte und Fundamenten aus Stahlbeton gelagert sind. Unter der Decke verlaufen die Kranbahnträger aus Stahl. Auf den Brettschichtholzbindern sind Einfeldpfetten aus Vollholz gelagert, welche die Dacheindeckung aufnehmen. Die Dachhaut und die Außenwände der Halle bestehen aus Sandwichelementen von Kingspan. Diese setzt die Zimmerei auch vielfach bei den Projekten ihrer eigenen Kunden ein. Im Dach wurden rund 1150 m² des KS1000 RW-Paneels von Kingspan eingesetzt. Für die Außenwände waren es rund 850 m² des KS1000 AWP-Paneels.

Die Außen- und Innenwände des Bürogebäudes sind aus massiven Brettsperrholzplatten gefertigt. Hierbei wurden die Oberflächen zum Teil in Sichtqualität ausgeführt. So prägt das Brettsperrholz unter anderem die Fassade des Bürogebäudes. Die für die Halle verwendeten Wandpaneele und die Highline-Rinne und Kantteile von Kingspan sind in ihrer Farbigkeit auf das Holz wie auch die Fensterprofile abgestimmt. Die beiden Gebäude mit ihren unterschiedlichen Materialien bilden einen spannenden Kontrast und gleichzeitig eine harmonische Einheit. Es wurden Wandpaneele in Grau, Silber und Anthrazit verwendet. Bei dem Neubau der Zimmerei Dörr wurden Wandelemente horizontal verlegt. Das Achsraster beträgt 5,93 m. Die Sandwichelemente KS1000 AWP können bis zu einer Länge von 18 m gefertigt werden, die Dachelemente bis zu 22,5 m Länge. Die Paneele sind jeweils 1 m breit. Für die Belichtung der Innenbereiche wurden Lichtbänder von Kingspan Light + Air | Essmann verwendet. Diese können passgenau mit den Dachelementen im System verwendet werden. Es wurde ein modulares gewölbtes Lichtband mit einer Breite von 2,5 und einer Länge von 29,49 m eingesetzt, mit RWA-Klappen für die natürliche Entrauchung und einem integrierten Durchsturzsicherungssystem. Bei dem Hallenneubau wurde das gewünschte energetische Niveau bereits mit sehr geringen Dämmstärken realisiert, teilt Kingspan mit. Im Bereich der Wände wurden Sandwichelemente mit 80 mm verbaut. Die Paneele haben einen von Kingspan entwickelten Kern mit der Bezeichnung "QuadCore" aus einem geschlossenzelligem, FCKW freiem PIR-Hartschaum. Seine Dämmleistung von 0,018 W/mK ist Kingspan zufolge sehr hoch.

Zwei metallische Deckschichten umschließen den Dämmkern, wodurch er zu einem montagefertigen Wandelement wird. Die Sandwichelemente sind leicht. Daher können sie unkompliziert und schnell montiert werden, so der Hersteller. Lediglich vier Wochen benötigten die Verarbeiter für die Gebäudehülle.

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