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Holzfaserdämmung an Dach, Wand und Fassade

Elemente fix und fertig auf die Baustelle geliefert

Baustellen, Dämmstoffe, Holz

Die Fassadenmodule wurden fix und fertig mit holzFlex-Gefachdämmung und Holzfaser-WDVS von Homatherm geliefert und vor Ort nur noch montiert.

STEPHANSKIRCHEN (ABZ). - Großzügig, energieeffizient und ökologisch sollte das neue Zuhause der Bauherren eines Einfamilienhauses im oberbayerischen Stephanskirchen sein. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, realisierte das Ingenieur- und Holzbauunternehmen Stephan Lechner eine dreigeschossige Holzrahmenbaukonstruktion, die innen und außen mit einer Dämmung aus natürlichen Holzfasern versehen ist.

Stephanskirchen ist eine der beliebtesten Wohngegenden im bayerischen Alpenvorland. Die rund 10 000 Einwohner zählende Gemeinde liegt unweit des "bayerischen Meeres", wie der größte See des Bundeslandes im Volksmund genannt wird, umgeben von einer reichhaltigen Naturlandschaft für die Naherholung. Bereits im Jahr 2011 beschloss die Gemeinde, die bundespolitische Entscheidung zur Energiewende zu unterstützen und mittelfristig auf regenerative Energien umzustellen. Umweltverträgliches Bauen ist für die Einwohner daher fast eine Selbstverständlichkeit. So stand auch für die sechsköpfige Familie eines privaten Einfamilienhauses fest: Wir brauchen mit über 200 m² viel Platz, aber energieeffizient, umweltverträglich und wohngesund muss er trotzdem sein. Gut ein Jahr nach dem Einzug steht fest: Der Holzrahmenbau aus vorgefertigten Fassaden- und Wandmodulen erfüllt mit einem Heizwärmebedarf unter 15 kWh/(m²a) und dem Primärenergiebedarf von 21 kWh/ (m²a) den Passivhaus-Standard. Maßgeblichen Anteil haben die 340 mm dicke Fassadendämmung aus WDVS und Gefachdämmung auf Holzbasis, die Dreifach-Verglasung der großzügigen Fensterflächen und die Dämmung des Pultdaches, ebenfalls mit einem 360 mm dicken Dämmpaket aus Holzfasern. Zudem sorgt eine Wärmepumpe für den energiesparenden Wärmehaushalt. Die ökologische Bauweise und das vorbildliche Heiz- und Lüftungsverhalten der Bewohner zeigt sich auch im Wohnklima, das nach der Messung der Luftfeuchtigkeit sehr gute Werte erhält.

Hinter dem hochgedämmten Wandaufbau bietet sich im Erdgeschoss auf mehr als 70 m² ein fließender Übergang zwischen Küche, Essbereich und Wohnzimmer. Mit großzügigen Terrassen und bodentiefen Fenstern öffnet sich das Gebäude von dort zum großen Garten nach Süden. Während das erste Geschoss mit fast gleich großen Zimmern und einem in der gesamten Fassadenbreite angelegten Südbalkon für die Kinder reserviert ist, hält das Dachgeschoss den Schlaf- und Arbeitsbereich für die Eltern bereit. Die Etage wirkt wie ein solitär auf dem Flachdach platzierter Pavillon: Weite Fensterfronten eröffnen den Blick auf das Alpenpanorama und durchfluten den gesamten Wohnbereich unter dem Pultdach mit viel Tageslicht. Die bodentiefen Schiebetüren gewähren zudem Zutritt auf die Terrasse, welche die Fassade an zwei Seiten umläuft.

Zu Straße wirkt der moderne Baukörper mit auskragendem Flachdach eher geschlossen, fügt sich aber trotz seiner Größe in die homogene Bebauung der Wohnstraße ein. Hier kontrastiert die helle Putzfassade mit einer hinterlüfteten Lärchenholzverschalung, die den Hauseingang zwischen Carport und Abstellraum geschickt markiert.

Um das große Raumangebot mit vier Kindern voll zu nutzen, legten die Bauherren großen Wert auf eine gesunde Bauweise: So wurde das Wohnhaus in Holzrahmenbauweise aus vorgefertigten Fassaden- und Wandmodulen errichtet. Für die Ständerwerke der Module wählte die Zimmerei massives Konstruktionsvollholz, das besonders resistent gegen die Bildung von Rissen und Verformungen ist. Sowohl für die Elemente der Außenfassade als auch für die Dämmung der Innenwände setzten die Holzbauexperten auf flexible Dämmmatten und Putzträgerplatten auf Holzfaserbasis.

Die Außenhülle des Wohnhauses ist über ein natürliches Wärmedämmverbundsystem mit Energie-Plus comfort von Homatherm gedämmt. In einer Dicke von 100 mm sorgt die druckfeste Putzträgerplatte hier Herstellerangaben zufolge für einen wärmebrückenfreien Wärme- und Hitzeschutz: Die geringe Wärmeleitfähigkeit verdankt die im Trockenverfahren hergestellten Putzträgerdämmplatte der besonders homogenen Struktur und den natürlichen Eigenschaften der Holzfaser. Die Fassadenmodule wurden zudem mit den flexiblen holzFlex-Dämmmatten in einer Dicke von insgesamt 240 mm wärmebrückenfrei ausgefacht – im Zusammenspiel mit dem Holzfaser-WDVS ermöglicht das Dämmpaket auf diese Weise ein optimales Wohnklima über das ganze Jahr. Die Holzfaserdämmstoffe sind sorptionsfähig und dampfdiffusionsoffen, sodass sie die anfallende Feuchte der Raumluft sehr gut zwischenspeichern und auch geregelt wieder abgeben. Diese natürliche Regulierung gewährleistet den lang anhaltenden Schutz und Erhalt des Gebäudes. Dazu trägt zudem die gute Wärmespeicherfähigkeit der Dämmstoffe bei, die einer Verschmutzung durch Algen und Moose vorbeugt und die feine Putzstruktur langfristig erhält.

Dank der präzisen Vorfertigung im Werk der Zimmerei Lechner konnten die bis zu 3 m hohen und 5 m breiten Wand- und Deckenelemente in wenigen Tagen rohbaufertig aufgestellt werden. Anschließend musste nach innen nur noch die Installationsebene ausgeführt und mit Gipsfaserplatten geschlossen werden. Der optische Abschluss nach außen besteht aus dem Putzsystem EnergiePlus mit einer 5 mm dicken Armierungsschicht, Gewebeeinlage und 3 mm Oberputz.

Um den Wohnkomfort in energetischer Hinsicht effizient zu gestalten, setzten die Planer des Gebäudes auch im Dach auf eine Holzfaserdämmung. Mit einer Dämmstärke von insgesamt 360 mm sorgt die Dämmung mit den flexiblen Dämmmatten daher im Dach des Einfamilienhauses für wärmebrückenfreien Wärmeschutz im Winter und Hitzeschutz im Sommer. In der Kombination von 200 mm Zwischensparren-Volldämmung und 160 mm vollflächiger Dämmung erweisen sich die holzFlex-Produkte bei einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit von ?D = 0,038 W/mK sowie einer hohen Wärmespeicherfähigkeit als Hochleistungsdämmmatten.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 45/2015.

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