Holzpreise und Lieferengpässe

Aktionsplan zur Sicherung der Lieferketten

Köln (ABZ). – Kurzarbeitergeld verlängern, Stoffpreisgleitklauseln auch für öffentliche Aufträge, Aussetzen von Konventionalstrafen, Stärkung der heimischen Holz- und Sägeindustrie: Viele Anregungen kamen bei der Videokonferenz Mitte Mai mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf den Tisch, um Lösungen für die aktuelle Materialknappheit und den Preisanstieg bei Holzprodukten und weiteren wichtigen Baumaterialien zu finden, informiert der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Bereits Ende April habe man sich gemeinsam mit anderen Bau- und Handwerksverbänden an den Minister gewandt und auf die dramatische Situation hingewiesen. Vor allem sei die Bedeutung des Bauhandwerks für das Erreichen der Klimaziele verdeutlicht worden. Der Wirtschaftsminister nahm das Thema laut Verband ernst, habe es zur Chefsache gemacht und neben Vertretern aus Bauhandwerk und Holzwirtschaft auch das Landwirtschafts- sowie das Bauministerium zum Runden Tisch eingeladen. In der mehr als zweistündigen Sitzung wurden konkrete Forderungen an den Wirtschaftsminister gerichtet, der allerdings einem Exportstopp für Holz eine klare Absage erteilte. Dahingegen zeigte er sich laut Verband nicht abgeneigt, sich für eine Kurzarbeitergeldregelung bis Ende 2021 einzusetzen und sah ebenfalls Handlungsbedarf beim Verzicht auf Konventionalstrafen bei lieferbedingten Bauzeitverzögerungen. Offen war er – in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium – für eine temporäre Aussetzung des Holzeinschlagsverbots nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz.

Mittelfristig sollten nach Ansicht der Verbandsvertreter Anreize für eine regionale Vermarktung von Holzprodukten geschaffen werden.

So sei eine CO2-Bepreisung langer Transportwege vorstellbar oder Anreizprämien für einen Holzvertrieb innerhalb der EU. ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk lobt den Handlungswillen von Minister Altmaier und zeigt sich erfreut, dass die Anregungen beim Wirtschaftsminister auf fruchtbaren Boden gefallen sind: "Der Bundeswirtschaftsminister hat erkannt, dass es hier nicht nur um Befindlichkeiten einzelner Gewerke oder Branchen geht, sondern dass die Klimawende und die Sicherung von neuem Wohnraum eng an eine funktionierende Bauwirtschaft gekoppelt sind." Auch das Versprechen, die Ansätze als Grund-lagenpapier im Bundeskabinett zu beraten und die Themen mit in den EU-Wirtschaftsrat zu nehmen, stimme Bollwerk zuversichtlich.

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