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Holzrahmenbauweise

Wände werden durch Einblasung mit Mineralwolle effizient und umweltfreundlich gedämmt

Die einzelnen Holzrahmenbau-Elemente haben eine tragende OSB-Platte. Sie werden zum Befüllen im Werk gedreht, damit das Gefach nach oben offen liegt.

Wismar (ABZ). – Eine Kindertagesstätte und eine Erzieherfachschule der gemeinnützigen GmbH LernWert wurden in Wismar mit Holzrahmenbauweise erstellt. Für den dreigeschossigen Verbundbau auf rund 7500 m² setzte Bauherr und Investor Marco Krentz die wärmeschützende Einblasdämmung Pure Floc von Ursa ein. Beim Vorfertigen der Holzelemente lasse sich das nichtbrennbare und wärmedämmende Pure Floc zeitsparend, sicher und maschinell verarbeiten. Die Hochbau Krentz & Müller GmbH übernahm als Generalunternehmer die Rohbauausführungen. Sie vergab die Bearbeitung einzelner Gewerke an entsprechende Fachunternehmen. Das Architekturbüro Freiort Architekten verpflichtete sich der Planung und Baubegleitung des Projektes. Die dreigeschossige L-förmige Bauart des Gebäudes mit Kita und Erzieherfachschule sei recht neu, denn viele Projekte in Holzrahmenbauweise würden noch ein- und zweigeschossig realisiert, so die Hochbau Krentz & Müller GmbH. Die Firma Holzbau Potts übernahm die Vorfertigung der Holzrahmenbauelemente für das Kita-Projekt. Die Bauteile bestehen aus einer zweilagigen Gipskartonplatte, einer rund 6 cm hohen Installationsebene und einer Grobspanplatte. Das 20 cm dicke Holzständerwerk schließt an die vorgefertigten Elemente an. Das Gefach des Traggerüsts ist gedämmt und mit einer diffusionsoffenen Wand- und-Dach-Holzfaserdämmplatte versehen. Für den Wandaufbau nach außen verwendeten die Arbeiter außerdem eine Holzverkleidung, Fassadenbahnen, eine Grundlattung zur Hinterlüftung und eine Traglattung.

Viele Bauteile würden bereits im Werk vorgefertigt. Das verkürze Arbeitsabläufe, denn die Bauteile müssten vor Ort lediglich montiert werden. Um die Bauelemente im Vorhinein gut zu dämmen, setzte die Hochbau Krentz & Müller GmbH auf Einblasdämmungen aus Mineralwolle des Unternehmens Ursa. Mitarbeiter befüllen die Gefache ganzer Wandtafeln und wenden dazu eine spezielle Maschinentechnik an. Das Verfahren funktioniere Ursa zufolge sehr schnell und einfach. Denn das flexible Material ließe sich mithilfe einer sogenannten Einblasplatte gleichmäßig und fugenfrei einfüllen und sei setzungssicher. Bis zu fünf Düsen arbeiten dabei gleichzeitig.

Die fertigen Wandelemente werden auf der Baustelle montiert.

Die Einblasdämmung könne zudem für jede Gefachtiefe und -dicke verwendet werden. Konventionelle Ware hingegen werde in verschiedenen Dämmstoffdicken, je nach Gefach, benötigt. "Im Vergleich zur Plattenware sind bei der Einblasdämmung keine Reste übrig – auch das macht das Material zu einer effizienten Alternative", sagt Andreas Potts, Verarbeiter bei Ursa. Wärmebrücken sollen Herstellerangaben zufolge nicht entstehen, da auch die Ecken ausreichend mit Mineralwolle gefüllt würden. Nach dem Einblasvorgang wird die aufgelegte Platte wieder entfernt und die Mitarbeiter können die eingefüllte Dämmung kontrollieren. Danach bringen Potts und seine Kollegen die Holzfaserplatte auf, die mit Nut und Feder verbunden werden.

Bauunternehmer und Investor Krentz entschied sich eigenen Angaben zufolge bewusst für Einblasmaterial, das in der Verarbeitungsphase kaum staubt, formstabil ist und nicht nachrieselt. Die einblasbare formaldehydfreie Mineralwolle habe Unternehmensangaben zufolge eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m²K). Der Jahresprimärenergiebedarf des gesamten Gebäudekomplexes liege bei 71,6 kWh/(m²a). Derzeit werden in der Kita 84 Kinder betreut. Die Erzieherfachschule besuchen derzeit 41 Fachschüler und -schülerinnen in vierjähriger Ausbildung. Das Gebäude ist für maximal 100 Auszubildende konzipiert.

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