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Holztragwerk statt Stahl und Beton

"Werkstatthallen sind heutzutage keine reinen Zweckbauten mehr"

Durch die Oberlichtbänder und die großzügigen Fenster kommt viel Tageslicht in die Halle.

Balingen (ABZ). – Eine Werkstatthalle mit Holztragwerk errichtete die ZimmerMeisterHaus-Manufaktur Willi Mayer in Zusammenarbeit mit Schaffitzel Holzindustrie für das Autohaus Franz Harich in Balingen-Ostdorf.

Die neue Halle mit Reifenlager und ansprechenden Sozialräumen für die Mitarbeiter wurde in Holzbauweise errichtet und bietet mit 590 m² viel Platz. Das Schwäbisch Haller Ingenieurholzbauunternehmen Schaffitzel Holzindustrie lieferte neben dem Hallentragwerk auch die Statik für den Holzbau und Rohbau für die Halle.

Die neun etwa 14,7 m langen Satteldachbinder wurden in einem Binderachsabstand von 5,5 bis 6,3 m angeordnet. Die Wände wurden mit 100 mm starken Brettsperrholzelementen ausgebildet, die Dacheindeckung mit Sandwich-Elementen aus beidseits verzinkten, kunststoffbeschichteten Stahlblechdeckschalen und einem Polyurethan-Hartschaumkern. Durch zwei 21,55 m und 9 m lange Oberlichtbänder und die großzügigen Fenster kommt viel Tageslicht in die Halle. Auch die Tore lassen Licht in die Werkstatt. Die Hallenkonstruktion kann angepasst und erweitert werden. So sind technische Vorrichtungen für Vermessungen und E-Ladesäulen vorgesehen. Klimaschonende E-Autos können dann einmal unter dem ökologischen Holztragwerk aufgeladen werden.

"Heutzutage sind Werkstatthallen keine reine Zweckbauten mehr, denn sie übernehmen auch ökologische und gestalterische Gesichtspunkt", erläutert das Unternehmen Schaffitzel. Optisch ansprechende und ökologisch geplante Neubauten würden das Marketing zusätzlich unterstützen. Nachhaltig gebaute Industrie- und Gewerbehallen würden sich außerdem auch rechnen; die Bauweise mit positiver Ökobilanz sei gegenüber herkömmlichen Bauformen oft wirtschaftlich vorteilhaft. Bei höheren Spannweiten nehme die Wirtschaftlichkeit einer Holzkonstruktion gegenüber Stahlbeton zu.

Die Schaffitzel Holzindustrie hat sich auf die Bereiche Hallenbau, Brückenbau, Kreativbau sowie Brettschichtholzlieferungen spezialisiert. Das Unternehmen bietet Beratung, Planung, Statik, Bauleitung, Fertigung und Montage aus einer Hand. "Bauen mit Holz und Ideen ist unsere Leidenschaft", sagt Jörg Schaffitzel, der gemeinsam mit seinem Vater Jürgen Schaffitzel die Schaffitzel Holzindustrie leitet. In der Entwicklung vom Sägewerk über den klassischen Zimmereibetrieb zum modernen Ingenieurholzbauunternehmen habe die Schaffitzel Holzindustrie Innovationen im Holzbau vorangetrieben.

Nach eigener Beschreibung gilt es als Experte in der modernen Herstellung und Verarbeitung von Brettschichtholz. Qualität, Kundenorientierung und Termintreue sieht Jürgen Schaffitzel als Ursache für den Erfolg des Betriebes. Gutes Holz, gute Produkte und die Zufriedenheit der Kunden stünden an oberster Stelle. Schaffitzel Holzindustrie sei ein zuverlässiger und kompetenter Partner für direkte Bauherren, Generalunternehmer, Zimmereien und Holzbaubetriebe. Gemeinsam mit ihnen würde Schaffitzel wirtschaftlich optimierte Lösungen entwickeln, um Holz dort einzusetzen, wo bisher Stahl oder Beton verwendet werde.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 38/2020.

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