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Hünnebeck sponsert Düsseldorfer Kunstprojekt

Wie eine Oase innerhalb einer Baustelle: Transluzente Gewebefolien lassen das Gerüst schemen­haft erkennen.

Ratingen (ABZ). - Die Düsseldorfer Eventlocation „Kartoffelhalle“ (Kultur-Schlachthof) wurde vor Kurzem zum Ausstellungsraum. Der engagierte Kunststudent Tassilo Lantermann zeigte in Eigeninitiative drei seiner Werke. Zentrales Ausstellungsobjekt war eine freitragende, verhüllte Gerüstkonstruktion, die im Inneren zum Erlebnisraum wurde. Das Gerüst wurde von Hünnebeck bereitgestellt. „Wir finden es immer sehr spannend, wenn unsere Gerüstsysteme in ungewohntem Metier verwendet werden“, erklärt Babette Haas, Marketingleiterin der Hünnebeck Gruppe, das Engagement bei dem Gerüstsponsoring.

So hatte Hünnebeck dem jungen Künstler, der an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf in der Bildhauerklasse von Professor Thomas Grünfeld studiert, einen Fachingenieur aus dem Bereich Gerüstplanung an die Seite gestellt. Gemeinsam haben die beiden eine Gerüstkonstruktion entwickelt, die inmitten der Eventhalle einen 4,00 m hohen begehbaren Raum mit 6,00 m x 6,00 m Grundfläche schafft. Stütztürme (System ST 60) bildeten die Ecken der Konstruktion; die Seiten bestanden aus dem universell einsetzbaren Modulgerüstsystem Modex. Die unterste Ebene des Gerüstes waren mit Belägen ausgelegt. Zwei Gitterträger fungierten als Aufhängung für ein 2 m x 2 m großes Lichtobjekt. Dabei handelte es sich um eine Gitterkonstruktion aus Walzstahl mit 14 folierten Neonröhren. Diese tauchten den Innenraum der Gerüstkonstruktion in türkis-/petrolfarbenes Licht. Von außen war die Gerüstkonstruktion komplett mit einer schwarzen, blickdichten Folie verhüllt. Im Inneren ließen transluzente Gewebefolien das Gerüst schemenhaft erkennen.

Der Künstler Tassilo Lantermann.

„Der Besucher geht in das Gerüst hinein, wird durch drei Gerüstfelder geleitet und betritt dann den mit echtem Rasen ausgelegten Innenraum“, beschreibt Tassilo Lantermann seine Rauminstallation. „Sobald man den 1 m breiten Gerüstgang entlanggeht, erlebt man das Licht, das durch die Gewebeplane hindurchschimmert. Man geht einige Meter innerhalb des Gerüstes wie durch eine Schleuse. Und dann betritt man den rasenbedeckten Innenraum, dessen grüne Farbe durch die Beleuchtung verstärkt wird und einen nahezu surrealen Touch bekommt.“ Das sei ein bisschen wie eine Oase innerhalb einer Baustelle, so der Essener Künstler, der häufig mit Industrie-Materialien wie Holz und Stahl arbeitet.

Bereits seit seinem fünfzehnten Lebensjahr baut der talentierte Lantermann Bühnenbilder für diverse Theaterhäuser. „Doch da schaut man immer nur frontal drauf, wird also nur bedingt in die Atmosphäre einbezogen. Ich wollte etwas schaffen, bei dem man selber Teil der Atmosphä­re und ergänzendes Element der Raumsituation wird.“ Das galt auch für die beiden weiteren Ausstellungsobjekte – ebenfalls Rauminstallationen: ein 8 m langer Gang aus Holzplanken, der mit Licht und Akustik eine ambivalente Atmosphäre schaffte, und ein Würfel (3,00 m x 3,00 m x 3,00 m), in dessen Inneren ein aufgebrochenes, laminiertes Schwein hing. Eine Arbeit, die bereits an der Kunstakademie ausgestellt wurde.

Der in Essen lebende Tassilo Lantermann hat sich mit seiner selbst organisierten Ausstel­lung ein Geburtstagsgeschenk gemacht, denn am Eröffnungstag wurde er 23 Jahre alt.


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