Ideal für den Mieteinsatz

Drei neue Maschinen ergänzen Angebot von JCB im Ein-Tonnen-Bereich

von:

Robert Bachmann

JCB Bagger und Lader
Mit dem 16C-1, dem 18Z-1 und dem 19C-1 bringt JCB dieses Jahr drei neue Minibagger mit Einsatzgewichten zwischen 1,6 und 1,8 t auf den Markt. Fotos: Bachmann

Rocester/UK. – Mit insgesamt zehn Modellen zwischen 0,8 und 10 t hat der britische Baumaschinenhersteller JCB in den vergangenen drei Jahren ein umfassendes Programm an Kompaktbaggern auf den Markt gebracht. Drei neue Maschinen, die speziell für den Mieteinsatz konzipiert wurden, sollen nun die noch offene Lücke im 1 t-Bereich schließen.Angesichts des Auf-und-Ab auf den internationalen Märkten für Großgeräte und der im Vergleich sehr stabilen bis boomenden Entwicklung in der Mitte Europas erscheint das Geschäft mit kompakten Baumaschinen für viele Hersteller aktuell sehr verlockend. So auch für den britischen Baumaschinenhersteller JCB, der allein seit 2014 insgesamt zehn verschiedene Kompaktbagger-Modelle im Bereich von 0,8 bis 10 t Einsatzgewicht auf den Markt gebracht hat. "Today it's all about compact equipment", ließ auch Tim Burnhope, Chief Innovation and Growth Officer bei JCB, anlässlich der Präsentation von drei neuen Modellen im 1 t-Segment am Hauptsitz des Unternehmens im englischen Rocester verlauten.Der Markt für Kompaktmaschinen habe sich zuletzt in 2016 äußerst positiv gezeigt, wusste auch Matt Pears, Director & General Manager für Kompaktmaschinen bei JCB, zu berichten. Besonders erfreulich sei die Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt, wo 2016 etwa 41 500 Einheiten abgesetzt wurden. In Mitteleuropa lag Deutschland mit etwa 16.000 Einheiten an der Spitze, dicht gefolgt von Großbritannien/Irland mit rd. 15.000 Einheiten sowie Frankreich mit ca. 11 500 Einheiten. Auch weniger beeindruckende Zahlen wie die etwa 700 Einheiten in Spanien gaben Anlass zur Freude – immerhin habe dieser Markt zuletzt so stark am Boden gelegen, dass es sich beim 2016er-Wert um eine glatte Verdreifachung handle.Grund genug, das bestehende Angebot zu komplettieren. Mit dem 16C-1, dem 18Z-1 und dem 19C-1 bringt JCB dieses Jahr drei neue Minibagger mit Einsatzgewichten zwischen 1,6 und 1,8 t auf den Markt. Während der 16C-1 und der 19C-1 jeweils mit konventionellem Heck daher kommen, tut sich der 18Z-1 als erstes 1,7 t-Modell von JCB mit Nullheck hervor. Alle drei Modelle wurden speziell für das Vermietgeschäft entwickelt, weshalb bei der Konstruktion vor allem auf einen geringen Wartungsaufwand und eine hohe Robustheit geachtet wurde.Zu den wichtigsten Merkmalen gehört daher, dass die Karosserien der drei neuen Bagger zu 100 % aus Stahl gefertigt wurden. Das sorge für maximalen Schutz sowie eine problemlose Reparatur. Über die rechte Seitenklappe hat man den Zugang zum Hydraulik- und Kraftstofftank sowie zur Kühleinheit, wodurch die Wartungszeit reduziert und die Rentabilität erhöht wird. Bei allen drei Modellen wird das gleiche Laufwerk verwendet. Der abgeschrägte Laufwerksrahmen soll verhindern, dass sich Material anlagert. Dadurch sollen sich die Maschinen einfacher reinigen lassen. Das Modell 16C-1 ist mit festem und ausfahrbarem Fahrwerk (Breite von 980 bis 1330 mm) verfügbar. Um eine bessere Fahrqualität zu gewährleisten und ein Blockieren der Kette in losem Material zu verhindern, hat JCB auch das Leitraddesign überarbeitet. Als Standard werden "Short Pitch"-Gummiketten mit kleiner Teilung angeboten. Optional sind für alle drei Modelle Stahlketten erhältlich. Für das überarbeitete Planierschild sind nun zwei Ausführungen erhältlich: Standard-Schwinge oder verlängerte Version. Das Planierschild mit längerer Schwinge bietet mehr Hubhöhe und zusätzliche Stabilität. Darüber hinaus reicht der Löffel bis zum Planierschild heran, so dass auch Restmaterial sauber aufgenommen werden kann.

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JCB Bagger und Lader
Bei der Präsentation der drei neuen Minibaggermodelle (v. l.): Graem Macdonald, CEO von JCB, und George Bamford, Sohn des Unternehmensvorsitzenden Lord Anthony Bamford.

Es sind zwei Oberwagenkonstruktionen verfügbar. Die eine ist für Modelle mit konventionellem Heckdesign und die zweite für die brandneue ZTS-Maschine vorgesehen. In beiden Fällen wurde der Aufbau für einen einfacheren Zugang zu den Komponenten optimiert. Robuste Verzurrösen im Rahmen erleichtern regelmäßige Transporte für Vermietungsgeschäfte und sollen sicherstellen, dass die Ketten und Gurte nicht über das Gummilaufwerk gezogen werden.Ausleger- und Löffelstiel der neuen Minibagger-Generation sind als Kastenprofil ausgelegt mit drei unterschiedlichen Löffelstiellängen von 950 mm, 1100 mm und 1344 mm. Ein 1800-mm Ausleger mit obenliegenden Hubzylindern sorgt für maximalen Schutz für den Hydraulikzylinder. Alle Ausleger- und Löffelstielbolzen haben ein 500-Std.-Schmierintervall für verringerte Stillstandzeiten und eine verlängerte Lebensdauer von Bolzen und Buchsen. Somit muss eine Schmierung nur als Bestandteil einer regelmäßigen Maschinenwartung durchgeführt werden.Die Modelle 16C-1, 18Z-1 und 19C-1 werden von einem Perkins-Dieselmotor (12,2 kW/16,3 PS) angetrieben, der die zukünftigen Emissionsvorschriften erfüllt. Der Motor ist im Heck der Maschinen verbaut, sodass eine optimale Gewichtsverteilung erreicht wird. Das Kontergewicht kann zur Seite geschwenkt werden, um einen ungehinderten Zugang zum Motorraum und zur Batterie zu ermöglichen. Für tägliche Routinekontrollen gibt es eine separate Wartungsklappe.In den Rops geprüften Kabinen- und Schutzdachkonstruktionen stehe dem Fahrer nun 24 % mehr Innenraum mit optimierter Bein- und Schulterfreiheit und somit verbessertem Komfort zur Verfügung. Die überarbeiteten Fahrhebel sind nun mit T-Griffen ausgestattet, welche den Modellen der nächsten Generation entsprechen, während zusätzliche Fahrpedale optional erhältlich sind. Beim Premiummodell 19C-1 erfolgt die Bedienung des Schwenkauslegers sowie der Zusatzhydraulikkreise über Druckschalter im rechten Joystick, was zusätzlich für Platz auf dem Kabinenboden sorgt. Um Anbauwerkzeuge optimal zu bedienen, steht ein Low-Flow-Kreis mit elektrisch proportional gesteuerten Zusatzkreisen für das Modell 19C-1 als Standard zur Verfügung.Die neuen Instrumente und Schalter sind gut ablesbar und selbsterklärend. Das Modell 19C-1 verfügt über eine integrierte Tastenfeld-Wegfahrsperre mit PIN-Verwaltung als Standard. Dieses Premium-Modell ist ebenfalls mit einer optionalen Druckstarttaste erhältlich, wodurch die Effizienz gesteigert wird.Neben den neuen Minibaggern stellte JCB in Rocester auch den Nachfolger des Kurzheck-Baggers JZ140, den JZ141 vor. Der neue Platzsparer in der 15 t-Klasse ist der erste seiner Art, der mit einem 55 kW EcoMax Motor von JCB nach EU-Abgasstufe 4 ausgestattet wurde. Damit erübrigen sich sowohl die Anwendung von Adblue als auch die Reinigung eines Dieselpartikelfilters.Darüber hinaus soll der JZ141 gegenüber seinem Vorgängermodell 20 % weniger Kraftstoff verbrauchen. Für sein prädestiniertes Einsatzgebiet, enge Baustellen in dicht besiedelten Gebieten, empfehle er sich nicht zuletzt aber auch wegen des sowohl innen als außen reduzierten Geräuschpegels.

Zum Abschluss der Neuheitenschau in Rocester gewährte JCB noch einen Blick in die Zukunft der innerstädtischen Erdbewegung. Mit dem Hi-Viz-Dumper zeigte der Hersteller ein neues Sicherheitskonzept für Muldenkipper im Bereich von 7 t Betriebsgewicht. Vor allem dieser Einsatzbereich, hauptsächlich innerstädtische Baustellen, weise aktuell große Sicherheitsprobleme auf, erklärte Tim Burnhope den anwesenden Journalisten. Das neue Design könne diese Probleme lösen. Vornehmlich durch eine deutlich tiefergesetzte Mulde, die dem Fahrer eine freie Sicht nach vorne ermöglicht. Der tiefere Schwerpunkt der Maschine sowie ein längerer Radstand sollen zudem für mehr Standsicherheit sorgen. Darüber hinaus hat JCB beim Hi-Viz den Kabinenschutz optimiert. Das Fahrerhaus ist nun mit SIPS Aufprallschutz, Schutzgitter, bruchfestem Glas und Muldenschutz versehen. Das erhöht nicht nur die Sicherheit des Fahrers, er kann damit auch während des Beladens in der Kabine bleiben. Ende 2017 soll das neue Muldenkipper-Konzept in Rocester in die Produktion gehen.

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