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IG Bau: Azubis nicht entlassen

Frankfurt/Main (ABZ). – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) fordert Ausbildungsbetriebe auf, keinen Azubi auf die Straße zu setzen. Baubetriebe seien kaum von der Corona-Krise betroffen. Zudem erhielten sie ihre Ausbildungskosten zu einem Großteil erstattet. In diesen Branchen gibt es tariflich geregelte Ausbildungsumlagen. "Die Ausbildung kann weitergehen und sie muss jetzt weiter gehen", sagte IG Bau-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt. "Das ist nicht nur eine Frage der Verantwortung gegenüber jungen Menschen, die ihrem Chef ihre Zukunft anvertraut haben. Auch die Baubranchen brauchen den Nachwuchs dringend.

Ohne Profis gibt es keine starke Bauwirtschaft. Ihre Leistungskraft ist aber die Basis für eine Konjunkturerholung. Doch die Fachkräfte waren schon vor der Krise knapp. Jetzt gilt es, den Nachwuchs bis zum Berufsstart bei der Stange zu halten." "Betriebe dürfen die Krise nicht missbrauchen, um Auszubildenden zu kündigen, und sie brauchen es auch nicht", sagte IG Bau-Bundesvorstandsmitglied Nicole Simons. "Viele Betriebe in der Bauwirtschaft erhalten Erstattungsleistungen zur Finanzierung der Ausbildungsvergütung. Wo es eng wird, zahlt der Staat vorbehaltlos hohe Zuschüsse. Davon kann ein Arbeitsausfall überbrückt werden. Von dem sind am Bau ohnehin nur wenige Unternehmen betroffen. Denn die meisten Baustellen laufen weiter. Wo es doch für längere Zeit hakt, besteht aber auch für Auszubildende in dieser Ausnahmesituation ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Kündigungen sind deshalb nirgendwo vertretbar."

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