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IG Bau: Staat soll Tariftreue belohnen

Frankfurt/Berlin (dpa). – Öffentliche Aufträge sollten nach Auffassung der IG Bau künftig nur noch an Betriebe vergeben werden, die ihre Mitarbeiter nach Tarif bezahlen und außerdem eigenen Nachwuchs ausbilden. IG-Bau-Chef Robert Feiger forderte die Bundesregierung auf, schnell ein bundesweites Tariftreuegesetz zu schaffen. Dies sei nach der Neufassung der europäischen Entsenderichtlinie rechtlich möglich geworden. Der Bau sei ein Paradebeispiel für Lohndumping, meinte der Chef der Gewerkschaft.

Es dürften nicht länger die zum Zuge kommen, die die niedrigsten Löhne und damit auch die wenigsten Steuern und Sozialabgaben zahlten. Durch seine Vergabepraxis könne der Staat viel dazu beitragen, dass das Zahlen von Tariflöhnen wieder gängige Praxis werde und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden könne. Als weiteres Kriterium für öffentliche Aufträge solle verlangt werden, dass die Firmen eigenen Nachwuchs ausbilden und damit dem Fachkräftemangel begegneten. "Bund, Länder und Kommunen dürfen mit öffentlichen Geldern keine Dumpinglöhne honorieren", erklärte Feiger laut einer Mitteilung.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 17/2019.

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