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Im Einsatz

Großer Radlader eignet sich für Gewinnung und Aufbereitung

In der stationären Gewinnung sowie Aufbereitung sind im Saarland und Rheinland-Pfalz derzeit zwei 4,2-m³-Radlader HL970 von Hyundai am Werk. Eingesetzt werden sie einmal in einem großen Quarzit-Steinbruch und dann noch beim Aufladen der erstarrten, noch heißen Schlacken aus so genannten Schlackefeldern. In beiden Einsatzgebieten bewähren sich die Radlader stets als zuverlässige und effektive Maschinen mit einer enormen Leistungsfähigkeit.

Niederwörresbach/Dillingen (ABZ). –  Mit großem Erfolg und Ertrag setzen im Saarland und dem angrenzenden Rheinland-Pfalz zwei Kunden des Hyundai-Vertragshändlers Wortmann Baumaschinen GmbH aus Saarwellingen seit einigen Monaten den 4,2-m³-Radlader HL970 ein – und zwar in der stationären Gewinnung sowie Aufbereitung.

Die Firmengruppe Juchem betreibt in Niederwörresbach bei Idar Oberstein seit 1933 einen großen Quarzit-Steinbruch. Weitere Schwerpunkte der Firmengruppe sind Asphalt-Produktion, Tief- und Straßenbau, Transportbeton und Baustoffrecycling von bituminösen und pechhaltigen Straßenaufbrüchen. Die Juchem Gruppe deckt somit die komplette Wertschöpfungskette ab, von der Natursteingewinnung und Verarbeitung über die Herstellung von Asphaltmischgut, bis hin zum Straßenbau.

Im Steinbruch Niederwörresbach ist derzeit ein mit 4,2-m³-Schaufel ausgestatteter HL970 eingesetzt, der Ausbaumaterial mit einem Schüttgewicht von 1,8 t/m³ in eine Aufbereitungsanlage aufgibt. Kurze Fahrwege, anspruchsvolles Terrain und eine hohe Verfügbarkeit des mit Joystick-Lenkung ausgerüsteten Großradladers, der einsatzfertig rd. 24 t wiegt, standen ganz oben im Pflichtenheft.

Fahrer Klaus Ruppenthal lobt die geringe Geräuschemission und den niedrigen Dieselverbrauch des mit einem Scania DC 09 Motor ausgestatteten Großradladers, der im Steinbruch mit Felsreifen der Dimension 26,5 R 25 bestückt wurde.

Zur Entlastung der Fahrer wurde neben der klassischen "Lenkrad-Lenkung" eine in die linke Armlehne integrierte Joysticklenkung geordert. Dieses Feature entlastet den Fahrer bei den häufigen Ladespielen erheblich. 3080 mm Auskipphöhe, eine von Wortmann konzipierte Schaufel mit optimierter Geometrie für schnelles Füllen und die kurzen Zykluszeiten von 5,7 Sek. Anheben, 1,4 Sek. Abkippen und 3,1 Sek. Absenken machen den 8,6 m langen und 3 m breiten Radlader zum idealen Partner in der Rückverladung, bei der Beschickung von Sieb- und Mischanlagen und für die Verladung großer Mengen.

Betreiber Juchem lobt den guten und schnellen Service des rd. 100 km entfernt gelegenen Hyundai-Handelspartners Wortmann und plant bereits die Anschaffung weiterer Maschinen des südkoreanischen Herstellers. Ganz anders der Einsatz der Firmengruppe Backes AG aus dem saarländischen Tholey-Theley. Seit 1953 ist die Backes Bauunternehmung auf dem Betriebsgelände der AG der Dillinger Hüttenwerke mit dem Verladen und dem Transport der bei der Roheisen- und Stahlerzeugung anfallenden Hochofen- und Stahlwerkschlacken beauftragt. 2001 entstand aus diesem Geschäftsfeld die Backes Transport und Schlackenaufbereitung GmbH.

Das Aufladen der erstarrten, noch heißen Schlacken aus den Schlackefeldern und der Transport zu den Abkühlfeldern erfolgt mit besonders ausgerüsteten Fahrzeugen. Im Auftrag der Roheisengesellschaft Saar mbH (ROGESA) produziert BTS aus den abgekühlten Hochofenschlacken Straßenbaustoffe. Für den Eigenbedarf werden Zuschlagsstoffe für bituminöses Mischgut erzeugt. Für die MSG Mineralstoffgesellschaft Saar mbH, eine Tochtergesellschaft der AG der Dillinger Hüttenwerke, produziert BTS Baustoffgemische aus Hochofenschlacke und Stahlwerkschlacke für den Straßenbau und aus abgesiebter Stahlwerkschlacke Konverterkalk als Düngemittel für die Landwirtschaft.

Im Minutentakt werden von dem Radlader bis zu 8 t Material aufgegeben – Joysticklenkung ist bei diesem Einsatz eine willkommene Option. Betreut wird der Radlader vom Hyundai-Händler Wortmann Baumaschinen.

In Dillingen wird ein Hyundai HL970 XT mit verlängertem Hubgerüst und 4080 mm Auskipphöhe eingesetzt. Seine Aufgabe ist die Materialentnahme aus rd. 20 verschiedenen Boxen und die Beschickung der zwölf Aufgabeboxen in der modernen Asphaltmischanlage.

Das verlängerte Hubgerüst wird bei diesem Einsatz benötigt, um die Hochbord-Lastzüge, welche die fertigen Mischprodukte abfahren, zu beladen. Eine 4,2-m³-Schaufel wird an dem ebenfalls mit Joysticklenkung ausgerüsteten Radlader eingesetzt. Das Gerät hat eine tägliche Umschlagleistung von bis zu 2000 t und wird pro Jahr rd. 1500 Std. eingesetzt.

Betriebsleiter Dieter Bauer haben die Performance des Radladers bei einer Vorführung überzeugt, auch die Fahrer zeigen sich mit der Ergonomie und der geräumigen Kabine sehr zufrieden. Dank der unmittelbaren Nachbarschaft zum Hyundai-Händler Wortmann sind Service und Ersatzteilversorgung problemlos leistbar.

Kennzeichnend für die neue geräumige Kabine sind ihre ergonomische Gestaltung und die neue Optik mit fließenderen Linien. Zur einfachen Wartung ist die Motorhaube jetzt elektrisch zu öffnen und gibt den gesamten Motor frei. Weiterer zentraler Aspekt der Neukonzeption war die Konstruktion von Ausleger und Schaufel. Mit dem optionalen 5-Gang-Wandlergetriebe ist der Radlader bis zu 40 km/h schnell, was ihn sowohl für Load-and-Carry-Arbeiten und für die Versorgung von ausgedehnten Straßenbaustellen prädestiniert.

Herzstück des Antriebsstranges sämtlicher Hyundai-HL-Radlader sind EU Stufe IV-Motoren von Cummins (HL955/HL960) und Scania (HL970/HL980), die sowohl bei Kraftstoffeffizienz, Drehmomentverlauf und Verfügbarkeit höchste Ansprüche erfüllen. Bei der neu konzipierten Kabine der HL-Reihe ist die große um 90° schwenkbare Tür nun links (vorne) angeschlagen, was den Einstieg erleichtert. 80 mm Breiten- und 32 mm Längenzuwachs bietet die serienmäßig klimatisierte und besonders großflächig verglaste, vibrationsgedämpft montierte Rops/Fops-Kabine. Serienmäßig bedient der Fahrer das Hubgerüst mit einem Joystick. Minihebel (Fingertipps) sind Option, ebenso wie eine Joysticklenkung.

Ein kapazitives 7-Zoll-Touchscreendisplay informiert über ausgewählte Maschinenparameter, den gewählten Arbeitsmodus, Kraftstoffverbrauch und signalisiert Fehlerzustände. Zusätzlich hat der Fahrer ein übersichtliches Armaturenbrett im direkten Blickfeld. Hier werden Geschwindigkeit, Drehzahl, Verbrauch und andere Werte auf hinterleuchteten Skalen visualisiert.

Unterhalb des Touchscreens lassen sich mittels konventionellen Tastern ausgewählte Funktionen und Modi wie Scheibenwischer, Schnellwechsler, Scheinwerfer, Waage und Position des Hubgerüstes ein-/ausschalten. Viele Funktionen wie Geschwindigkeit bei Vor- und Rückwärtsfahrt, lassen sich am Display mit Schiebereglern in Sekundenschnelle einstellen. Serienmäßig ist der Smartkey, um die Maschine zu starten. Zusätzlich kann der Fahrer die Abschaltzeit seines Radladers vorwählen. Bei Nichtgebrauch von Motor oder Arbeitshydraulik schaltet die HL-Serie innerhalb eines vorwählbaren Zeitraumes von 2 bis 40 Min. automatisch ab. Im Blickfeld des Fahrers befindet sich die ECO-Anzeige. Sie zeigt mittels wechselnd farbigem Balkendiagramm an, ob der Radlader ökonomisch betrieben wird. Dies soll zum effektiven Verbrauch von Betriebsmitteln wie Kraftstoff und AdBlue (DEF – Diesel Exhaust Fluid) führen. Noch einfacher ist bei der HL-Serie die Bluetooth-Koppelung von Radio und Smartphone – mit wenigen Klicks am Menü sind sie miteinander verbunden, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung gehört zur Serienausstattung.

Die Motorhaube lässt sich jetzt in einem Stück elektrisch nach hinten klappen, so dass alle Komponenten bestens zugänglich sind. Die neuen Motoren erfüllen die aktuellen Feinstaub- und N0x-Abgasgrenzwerte nach Stufe IV. Die Wahl fiel bei Hyundai auf eine kombinierte Lösung aus AGR und SCR. Diese resultiert zudem in einem um 3 bis 6 % reduzierten Kraftstoffverbrauch, je nach Nutzung der Maschine.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 05/2018.

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