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Im Krisengebiet unterstützt

Hilfseinsatz bei Aufräumarbeiten mit Kettenbagger von Rüko im Ahrtal gestartet

Der Cat-Kettenbagger des Typs 325 F mit Sortiergreifer und Tieflöffel wurde auf einer provisorischen Deponie am Ortsrand von Dernau eingesetzt. Dort fanden Verladearbeiten von Bauschutt und anderen Materialien statt.

Ahrtal (ABZ). – Ehrenamtliche Malscher Helfer und die Rüko GmbH helfen derzeit bei Aufräumarbeiten im Hochwassergebiet im Ahrtal. "Wer einmal dort war, kommt auch ein zweites Mal . . .", betonen die Helfer Dennis Walschburger und Michael Schwall. Damit beschreiben sie zum einen die Notsituation vor Ort im Ahrtal, aber auch das überwältigende Hilfsangebot aus ganz Deutschland.

Beide sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Malsch und waren Ende Juli beim ersten Hilfseinsatz im krisengeschüttelten Ahrweiler, Sinzig und Dernau im Einsatz. Walschburger war mit dem Hochwasserzug des Landkreises Karlsruhe unterwegs, während Schwall mit einem privat organisierten Vier-Achs-Kipper Unterstützung leistete. Die Eindrücke, die sie von dort mitnahmen, seien so nachhaltig gewesen, dass sie Anfang August wieder eigenmächtig dorthin fuhren. Mit im Gepäck waren unter anderem gesammelte Spenden, Hilfsgüter für die Anwohnenden aber auch Heu und Strohballen für das Vieh von geschädigten Landwirten.

Nach anfänglich chaotischen Zuständen werden mittlerweile alle Aufräumarbeiten vor Ort, sowie die Verteilung von Hilfsgütern durch von der Gemeinde ernannte Koordinatoren, professionell geregelt. Als Anfang September klar wurde, dass im Ahrtal unter anderem auch ein Kettenbagger dringend benötigt wird, stellte die Malscher Rüko GmbH eine passende Maschine sofort und kostenlos zur Verfügung.

Den Transport der Maschine ins Ahrtal übernahm die Muggensturmer Spedition Mario Langer – ebenfalls organisiert von der Malscher Hilfstruppe. So fuhren die Helfer ein weiteres, fünftes Mal, ins Krisengebiet und unterstützten, wo es ihnen möglich war.

Der Cat-Kettenbagger des Typs 325 F mit Sortiergreifer und Tieflöffel wurde auf einer provisorischen Deponie am Ortsrand von Dernau eingesetzt. Dort fanden vor allem notwendige Verladearbeiten von Bauschutt, Holz, Müll und anderen Materialien statt.

Im Zuge dieser Aufräumarbeiten konnten den Verantwortlichen zufolge bereits mehr als 30 000 t Bauschutt zur Aufbereitung auf einen Platz mit Bauschuttrecyclinganlage gefahren werden.

Ein Ende ist zwar noch nicht in Sicht, aber das Hilfsangebot macht Hoffnung – und sicherlich war das Team nicht zum letzten Mal dort, denn es sind "die Geschichten, Bilder und Eindrücke, die man nie wieder vergisst – es sind sogar schon Freundschaften entstanden", so Walschburger.

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