Anzeige

Im Rohrleitungsbau

Kunststoff immer öfter erste Wahl

Rohr- und Leitungsbau

Praxistauglichkeit bewiesen: Das Einbinden mit dem Connex-Anschluss verläuft einfach und reibungslos. Das Bauteil besitzt ein integriertes Kugelgelenk. Damit sind die angeschlossenen Verbindungen in einem Bereich von 0° bis 11° schwenkbar.

Kassel (ABZ). – Lange Zeit bestanden Abwasserrohre mehrheitlich aus Beton, Steinzeug oder Guss. Inzwischen werden die traditionellen Werkstoffe zunehmend von Kanalrohrsystemen aus Kunststoff abgelöst – u. a. solchen aus dem Werkstoff PVC-U.

Für diese Entwicklung gibt es gute Gründe: Das geringe Gewicht erleichtert die Handhabung auf der Baustelle; hohe Beständigkeit gegenüber chemischen Einflüssen und Korrosion sowie optimale hydraulische Eigenschaften sorgen dafür, dass aus Kunststoffrohren erstellte Kanalnetze auch den Anspruch auf Langlebigkeit und Wartungsarmut erfüllen. Mit den HS- und Connex-Kanalrohrsystemen hat die Funke Kunststoffe GmbH dem Markt durchdachte, breitgefächerte Systeme vorgestellt, mit denen sich von Reparatur bis Neubau der größte Teil der Aufgaben lösen lässt, die sich im modernen Kanaltiefbau stellen. Auch in vielen Gemeinden im Großraum Kassel werden diese Kanalrohrsysteme seit mehr als zehn Jahren eingesetzt. Anlass genug für Jens Lüdecke, einer der drei Geschäftsführer der aqua geo Consult GmbH (agc) in Kassel, für eine Bestandsaufnahme aus planerischer Sicht.

"Was die Werkstoffe betrifft, hat ein Umdenken eingesetzt", stellt Lüdecke fest. Vor Ort auf der Baustelle punkten Bauteile aus PVC-U und anderen thermoplastischen Kunststoffen mit leichter Handhabung und ihrer enormen Flexibilität, im täglichen Einsatz überzeugen sie durch hohe Beständigkeit, große Langlebigkeit und die erforderliche gute Hydraulik – für Lüdecke handfeste Gründe, aus denen er immer häufiger zu solchen Systemen wie z. B. aus PVC-U rät. Seit 2000 kommt der Werkstoff bei Tiefbaumaßnahmen, die agc betreut, zunehmend zum Einsatz – mit Erfolg, wie aktuelle Prüfungen bestätigen, die vier Jahre nach der Verlegung der Rohre im Rahmen der Gewährleistungsabnahme vorgenommen werden. Zu den Projekten, die unter der Planung und Bauüberwachung der agc in der Region umgesetzt wurden, zählen Tiefbaumaßnahmen in Reinhardshagen und Habichtswald vorgenommene Kanalerneuerungen, bei denen die HS- und Connex-Kanalrohrsysteme zum Einsatz kamen. Für die beiden in 2010 und 2011 durchgeführten Projekte zieht Lüdecke die gleiche positive Bilanz wie für eine 2012 vorgenommene Kanalerneuerung in Helsa: Nicht nur bei der Abnahmeprüfung unmittelbar nach Abschluss der jeweiligen Maßnahme hätten sich die neuen Rohre als dicht und mangelfrei erwiesen, sondern auch bei erneuten Kamerabefahrungen im Rahmen der Gewährleistungsabnahme.

"Mit dem HS-Programm bieten wir Anwendern ein komplettes System vom Hausanschluss bis zum Sammler", führt Funke-Fachberater Martin Ritting aus, "spezielle Bauteile ergänzen das Standardsortiment und machen es zur guten Wahl für unterschiedlichste Anwendungsbereiche." Sämtliche Bauteile verfügen über eine fest eingelegte, ölbeständige FE-Dichtung, dank der farblichen Kennzeichnung der Rohre lassen sich die braunen Schmutzwasserrohre auch nach Jahr und Tag problemlos von den blauen Regenwasserrohren unterscheiden. Mit dem Connex-Kanalrohrsystem bietet Funke Auftraggebern und Tiefbauunternehmen eine echte Alternative zu herkömmlichen Rohrwerkstoffen im Abwasserbereich, deren wandverstärkte Formteile sich unter anderem für den Einbau in 0,8 bis 6 m Tiefe unter Schwerlastverkehrsflächen (SLW 60) eignen. Ein weiterer Vorteil ist die im Rohr fest integrierte CI-Dichtung: "Die lässt sich nicht herausnehmen und kann deshalb beim Einbau weder vergessen noch herausgedrückt werden", erläutert Ritting den Vorteil der Konstruktion.

In den letzten fünfzehn Jahren haben die Systeme aus PVC-U bei vielen Tiefbaumaßnahmen die in sie gesetzten Anforderungen erfüllt, stellt Lüdecke fest. Die Lösungen aus dem Hause Funke haben den Planer aber nicht nur mit ihren günstigen Werkstoffeigenschaften für sich eingenommen, auch der Systemgedanke, der in der Philosophie der Hammer Ideenschmiede eine wesentliche Rolle spielt, hat Lüdecke überzeugt. Gute Beispiele dafür seien in enger Absprache mit den Baupartnern vor Ort entwickelte neue Produkte wie etwa der Funke ILA ("Innenliegender Absturz System Ortenau") oder der Funke BI-Adapter. Im Übrigen sei die facettenreiche Funke-Produktpalette mit BI-Adapter, Sanierungsstutzen und Auftriebssicherung auch ein Ausdruck für ein sich wandelndes Verständnis von Sanierung: Während man defekte Leitungsabschnitte früher oft ausgebaut und komplett erneuert habe, nähere man sich Maßnahmen heute unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und setze auf nachhaltige Sanierung.

Mit Blick auf den Erfolg einer Maßnahme sieht Lüdecke im Systemansatz von Funke aber noch einen weiteren Vorteil. "Bei der Bauüberwachung wird der fachgerechte Umgang der bauausführenden mit den vorgegebenen Materialien überprüft. Aufgrund der durchdachten Systeme dieser bewusst ausgesuchten Materialien und des selbsterklärenden Mechanismus beim Einbau wird dieser mit Funke-Produkten gewährleistet. Am Ende steht der Erfolg einer Maßnahme", so Lüdeckes Fazit.

Ausgewählte Unternehmen

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de
Anzeige

Weitere Artikel