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Immobilienverband fordert

Energetische Sanierung mehr fördern

Frankfurt/Berlin (dpa). – Die Immobilienwirtschaft fordert bei Konjunkturhilfen gegen die Corona-Krise, den Energie-Ausstoß von Gebäuden stärker in den Blick zu nehmen. Energetische Sanierungen sollten stärker steuerlich gefördert werden, betonte der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier. So solle die Politik größere Fördersummen gewähren, kürzere Abschreibungszeiten erlauben und den Anteil der Kosten, der steuerlich abgeschrieben werden kann, erhöhen. "Insbesondere muss die steuerliche Förderung nicht nur wie bislang für selbst genutztes Wohneigentum, sondern auch für vermietete Bestände und Wirtschaftsimmobilien möglich sein", heißt es in dem Papier.

"Die Klimapolitik sollte ein wichtiger Bestandteil der Exit-Strategien von Bund und Ländern sein", sagte Maria Hill, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Energie und Gebäudetechnik. "Dadurch treiben wir einerseits die Konjunktur an, andererseits senken wir den CO2-Ausstoß." Eine stärkere steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung sei zugleich eine Erleichterung für Mieter, da sie einen Teil der energetischen Sanierungskosten mittragen müssten.

"Wir haben ein enormes Potenzial, um gebäudenah regenerative Energien zu erzeugen", sagte Hill. Es müssten aber Hemmnisse bei der Erzeugung und Bereitstellung abgebaut werden – etwa bei Mieterstrom aus Photovoltaik und Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Auch solle die Politik Investitionen in die energetische Sanierung von Bundesliegenschaften und anderen öffentlichen Gebäuden wie Schulen vorantreiben.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 18/2020.

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