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In der Passauer Altstadt

Spektakuläre Nachtmontage verlief erfolgreich

Der "kleine Eiffelturm" wird für etwa drei bis vier Monate – je nach Wetterlage und "Altbauüberraschungen" – in der "Großen Messergasse" stehen.

Passau (ABZ). – In jeweils zwei Nächten wartete vor Kurzem eine spannende Premiere auf das Passauer Hochbauteam von Beutlhauser: In der "Großen Messergasse", zwischen Dom und Residenzplatz, wurde für die Sanierungsarbeiten eines denkmalgeschützten Gebäudes ein Kran benötigt.

An sich kein ungewöhnlicher Auftrag, der durch die Anforderungen des Ordnungsamtes und örtlichen Gegebenheiten jedoch zu einer Premiere für Beutlhauser wurde.

Voraussetzung der Stadt Passau für die Genehmigung der Bauarbeiten war die Gewährleistung des Verkehrsflusses für die gesamte Bauzeit. Diese Vorgabe – kombiniert mit der engen und durch den Seminarbogen nur rückwärtsbefahrbaren "Großen Messergasse" – ließ den Verantwortlichen nicht viele Möglichkeiten, das Projekt erfolgreich durchzuführen. Um genau zu sein, gab es exakt zwei Optionen: Einen viel zu großen Kran an einer weit entfernten Stelle aufzustellen oder den benötigten Kran auf einem Portal zu platzieren.

Die Lösung mittels Portal, wie sie oft in großen Städten, wie beispielsweise in der Wiener Innenstadt zum Einsatz kommt, war nach gründlichem Überlegen und Kalkulieren das Mittel der Wahl.

In der dreimonatigen Planungsphase fuhr das Team rund um Benjamin Grillmeier, nicht nur einmal in die "Große Messergasse", um Maß zu nehmen. Das Ordnungsamt forderte für die beengte Gasse eine Durchfahrtsbreite von 2,5 m und eine Höhe von 4,1 m. Auch die Logistik musste taktgenau geplant werden: Die Reihenfolge der beladenen Lkw durfte nicht durcheinanderkommen, da Rangieren oder Umparken schlichtweg nicht möglich wären.

Mithilfe des City-Krans der Firma Meier Kran und des Beutlhauser-Kranmobils erfolgte am ersten Montagetag der Aufbau des 5,7 m hohen und 13,7 t schweren Stahlgerüstes. Am zweiten Montagetag stand die spannendste Aufgabe bevor: Ein Liebherr-Schnelleinsatzkran des Typs 53 K mit einem Eigengewicht von etwa 12 t musste auf das 5,7 m hohe Portal gehoben werden.

Mit einer Auslegerlänge von 50 m übernahm ein Autokran der Bezeichnung AC 100 von Meier Kran diese Arbeit. Die Freude sei bei allen Beteiligten groß gewesen, als der Kran nach nicht einmal 30 Minuten seinen Platz gefunden hatte.

Bis weit in die Nacht hinein wurde der Kran mit dem Portal fixiert und mit 16 Betonplatten à 2 t ausgestattet. Haarscharfe 30 cm dreht der funkgesteuerte Baukran mit einer Hakenhöhe von 29 m nun an der Hausfassade vorbei. Der "kleine Eiffelturm" wird für etwa drei bis vier Monate – je nach Wetterlage und "Altbauüberraschungen" – in der "Großen Messergasse" stehen, heißt es von den Verantwortlichen.

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