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In Ludwigsburg

Umweltminister besichtigt Feinstaubfilter-Projekt

Jan-Eric Raschke (2. v. l.) und Johannes Stürner (r.) von Mann+Hummel übergeben drei Filter Cubes an Bernd Reutter (l.) und Inge Wedel (2. v. r.) von Wolff & Müller.

Ludwigsburg (ABZ). – Das Stuttgarter Bauunter-nehmen Wolff & Müller und der Filtrationsspezialist Mann+Hummel testen seit November stationäre Feinstaubfilter im Ludwigsburger Bleyle Quartier. Jetzt hatsich der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller vor Ort über das Projekt informiert. Seit November läuft das Pilotprojekt von Wolff & Müller und Mann+Hummel im Ludwigsburger Bleyle Quartier: Dort testen die beiden Unternehmen drei stationäre Feinstaubfilter, sogenannte Filter Cubes II. Ziel der Kooperation ist es, gemeinsam die Feinstaubbelastung vor Ort zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. Vor Kurzem war der Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Franz Untersteller, in Ludwigsburg zu Gast, um sich über das Pilotprojekt zu informieren. "Ich begrüße den Vorstoß der beiden Unternehmen, sich zusammenzutun und ihre Synergien zu nutzen – v. a. vor dem Hintergrund, dass wir in verkehrsstarken Gebieten wie Stuttgart und Ludwigsburg noch immer hohe Schadstoffwerte messen", so Franz Untersteller bei seinem Besuch. "Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen und einen Beitrag für die Umwelt leisten", erklärt Jan-Eric Raschke, Leiter der Technologieplattform "Feinstaubfresser" bei Mann+Hummel. "Wir erhoffen uns, mit dem Projekt auch andere Unternehmen dazu zu animieren, aktiv Initiative zu ergreifen. Deshalb hat es uns auch gefreut, dass Herr Untersteller unserer Einladung gefolgt ist", sagt Inge Wedel, Referentin der Geschäftsführung von Wolff & Müller. Gemeinsam mit Dr. Albert Dürr und Udo Berner, den Geschäftsführern von Wolff & Müller, Thomas Fischer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Mann+Hummel, sowie dem Projektteam um Raschke und Wedel hat der Minister nach einer kurzen Projektvorstellung die Filter Cubes II vor Ort begutachtet und sich dazu mit den Beteiligten ausgetauscht.

Die insgesamt drei Filter Cubes II sind knapp 2,5 m groß und bestehen aus jeweils zwei modular zusammengesetzten Bauteilen, den Cubes. Ausgerüstet mit Feinstaubpartikelfiltern und leistungsstarken Ventilatoren sind diese in der Lage, bei sehr geringem Energiebedarf das gesamte Luftvolumen des Innenareals im Ludwigsburger Bleyle Quartier rund um die dort ansässige Kindertagesstätte in etwas mehr als 1 Std. einmal komplett umzuwälzen.

Mann+Hummel hat die Filter Cubes entwickelt, Wolff & Müller hat im Vorfeld die entsprechende Genehmigung eingeholt und die notwendigen Vorarbeiten für die Installation der Feinstaubfilter übernommen – ein Betonfundament musste gegossen und Elektroleitungen verlegt werden.

Außerdem trägt das Bauunternehmen die anfallenden Stromkosten. Um Messungen und regelmäßige Wartungen der Filter Cubes kümmert sich der Filtrationsspezialist. Bisherige Zwischenergebnisse lassen bereits erkennen, dass die Feinstaubkonzentrationen im direkten Umfeld der Filter Cubes signifikant niedriger sind als an Stellen mit größerem Abstand zu den Filtern. In künftigen Tests wird Mann+Hummel erproben, inwieweit die Feinstaubkonzentration bei bestimmten Belastungen auch in der Fläche des Innenareals reduziert werden kann.

Beim Einsatz der Filter Cubes am Stuttgarter Neckartor konnte diese Flächenwirkung anhand der bisherigen Ergebnisse bereits bestätigt werden. Das Testprojekt im Bleyle Quartier ist auf ein Jahr ausgelegt. Im Anschluss daran wollen Wolff & Müller und Mann+Hummel die Zusammenarbeit bei anderen Projekten fortführen. Deshalb geht es für die Kooperationspartner nun darum, die Projektabläufe einzuspielen und Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt zu reflektieren, um diese bei größeren Vorhaben nutzen zu können.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 15/2019.

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