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In nur vier Tagen errichtet

Fahrradbrücke mit großen Betondecken gebaut

Haitsma Beton, Betonfertigteile

In nur vier Nächten haben die Experten der Firma Haitsma insgesamt 13 Betonfertigteile verbaut.

Kootstertille (ABZ). – Um Radfahrern auf ihremWeg zum beliebten niederländischen See Wijthmenerplas ein sicheres Überqueren der N35 in Zwolle zu ermöglichen, veranlassten die Verantwortlichen der Obersten Wasser- und Straßenbaubehörde des Landes den Bau einer neuen Fahrradbrücke. Für diese hob die Firma  in nur vier Nächten mit 250-t-Fahrkranen insgesamt 13 Radwegdecken von enormer Größe an ihren Einbauort. Die Elemente hierfür waren zunächst aus Kootstertille per Straßengütertransport nach Zwolle befördert worden.

Die neue Fahrradbrücke wird unter der Leitung von Heijmans, einem der drei größten Bauunternehmen der Niederlande, in der Nähe des Gewerbegebiets De Marslanden in Zwolle errichtet. Im Auftrag der Wasser- und Straßenbaubehörde Rijkswaterstaat hatte Heijmans bereits mit dem 2x2-spurigen Ausbau der Straße in Richtung Wijthmen und Heino begonnen. Damit Radfahrer die stark befahrene Fahrbahn gefahrenlos überqueren können, wurde später der Bau einer Fahrradbrücke in das Projekt integriert. Während diese auf der Seite des Naherholungsgebiets in gerader Linie ansteigt, entschieden die Planer sich, auf der anderen Seite, Richtung Zwolle, aus Platzgründen für eine großzügig angelegte spiralförmige Abfahrt.

Die Firma Heijmans stattete dem Unternehmen Haitsma Beton schon früh in der Ausschreibungsphase einen Besuch ab, um sich über die verschiedenen Möglichkeiten für die Gestaltung der Brückendecke zu informieren. "Die Entscheidung für Haitsma war nicht schwer, da das Unternehmen in Enschede bereits eine ähnliche Fahrradbrücke realisiert hatte", berichtet Erik Buitink, Projektleiter für Betoningenieurbau bei Heijmans Infra. "Außerdem liefert Haitsma eine Komplettlösung für die Deckenkonstruktion: Nach der Montage brauchen nur noch die Dehnungsfugen verarbeitet und die Geländer auf den Bordsteinen installiert zu werden."

Obwohl die Planer im Rahmen der Ausschreibung verschiedene Optionen für die Realisierung der Fahrradbrücke untersucht haben, fiel die Wahl schnell auf vorgefertigte Betondecken: "Da der Platz für einen Erdwall nicht ausreichte, kamen wir auf eine 250 m lange Brückenkonstruktion überein", erläutert Buitink. "Beton als Baustoff war schon aufgrund der ästhetischen Anforderungen der Leistungsbeschreibung vorgesehen. Angesichts des knappen Raums und der gewünschten Kontrollierbarkeit, Qualität und Baugeschwindigkeit erwiesen sich vorgefertigte Brückendecken schließlich als beste Option." Die Säulen wurden allerdings aus Ortbeton gefertigt, um die benötigte stoffschlüssige Verbindung mit der Gründung zu gewährleisten.

"Die Brücke besteht aus zehn geraden und drei gebogenen Deckenelementen, die beachtliche 5,5 m breit und 21 bzw. 19 m lang sind", erklärt Haitsma-Accountmanager Hendrik Herder. "In den ersten drei Nächten haben wir jeweils drei und in der letzten Nacht sogar vier Brückendecken angebracht." Die 132 t schweren Elemente wurden per Straßengütertransport zur Baustelle befördert und mit 250-t-Mobilkranen anschließend erfolgreich montiert. Nicht nur die Abmessungen der Deckenelemente sind außerordentlich, sondern auch ihr Design. So haben die drei gebogenen Elemente einen horizontalen Radius von nur 50 m. In jedes Element sind zudem zwei Regenwasserabflüsse integriert. Eine Herausforderung war das doppelseitige Gefälle von insgesamt 56 mm (leichte Dachform) an der Oberfläche. Dazu Herder: "Die Oberseite solcher Elemente kann nicht mit einer Form realisiert werden, darum mussten wir das doppelseitige Gefälle in der Fabrik manuell herstellen. Das erfordert große Fachkompetenz."

Bei der Montage wurden die Elemente lose auf die Brücke aufgelegt. Nur die beiden Elemente oberhalb der N35 hat Haitsma angesichts der Kollisionsgefahr mit einer Nockenkonstruktion gegen Verschiebungen gesichert. Erik Buitink erklärt: "Es ist eine besondere Leistung, dass Haitsma Beton diese gigantischen Deckenelemente in einem Stück liefern kann. Sie bieten eine einzigartige Komplettlösung. Das nimmt einem als Generalunternehmer eine Menge Arbeit ab, denn nach der Montage braucht man sich auf der Baustelle nicht mehr darum zu kümmern. Die Zusammenarbeit verläuft ausgezeichnet, auch dank ihrer proaktiven Haltung." Die Bauarbeiten werden im Frühjahr 2018 vollends abgeschlossen und die Fahrradbrücke wird dann befahrbar sein.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 08/2018.

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