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In Rekordzeit

Erster GFK-Schlauchliner DN 1600 installiert

Straßenbau und Tiefbau, Kanal- und Verbautechnik, Kanalbau

Hier verschwindet das hintere Ende des Liners am Ausleger des Autokrans im Untergrund.

FÜSSEN (ABZ). - Die Technik lichthärtender Schlauchliner dringt in der Kanalsanierung immer weiter in Nennweiten vor, die bislang als Domäne heißwasserhärtender Systeme galten. Im Kürzlich wurde durch die Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung in einer Raffinerie in Bayern der erste iMPREGLiner GL 13 in der Dimension DN 1600 installiert.

Das Ingenieurbüro ISAS GmbH, Kempten, betreut die Realisierung des von ihm entwickelten Instandsetzungskonzepts für das Abwassernetz auf dem Werksgelände. Im Mittelpunkt stehen dabei regelmäßig grabenlose Sanierungsverfahren, denn ein offener Neubau des Abwassernetzes wäre ein "worst case" für den Betrieb dieser Anlage und ist somit dringend zu vermeiden.

Swietelsky-Faber ist bereits seit 2001 erfolgreich in der Kanalsanierung tätig und stellt sich mit einem erfahrenen, motivierten Team immer wieder neuen Herausforderungen. Dabei setzt man von jeher auf einen erfahrenen, qualifizierten Mitarbeiterstamm sowie neueste technologische Verfahren und herausragende Produkte. Die grabenlose Sanierungstechnologie bietet heute optimale Möglichkeiten auch für schwierige Sanierungsfälle. So wurde mit der Installation des GFK-Schlauchliners DN 1600 die Grenze des sanierungstechnisch Möglichen in eben dieser Weise ein gutes Stück weiter nach oben verschoben.

Die realisierte Baumaßnahme umfasste die Sanierung von insgesamt drei Haltungen: 70 m DN 900, 22 m DN 1400 sowie 42 m DN 1600. Des Weiteren wurden von Swietelsky-Faber fünf Schächte mit GFK-Platten ausgekleidet. Die Dauer der gesamten Baumaßnahme betrug trotz aller Herausforderungen gerade einmal vier Arbeitstage.

Ein erfahrener Anwendungstechniker aus dem Hause iMPREG begleitete die gesamte Baumaßnahme. Die iMPREG Group hat sich über viele Jahre zum Spezialisten für GFK-Schlauchliner im größeren Dimensionsbereich entwickelt und ist bisher der einzige Hersteller, der neben langjährigem Know-how auch den erforderlichen technischen Support für diesen Bereich bieten kann. Auch die ProKasro Mechatronik GmbH als Hersteller der UV-Härtungsanlage unterstützte die Installation vor Ort mit einem kompetenten Techniker.

Der spektakuläre, 42 m lange GFK-Inliner wog 4,4 t. Auf Grund von bisher einzigartig hohen Materialkennwerten des eingesetzten Schlauchlinersystems konnte der Liner statisch mit einer minimalen Wanddicke von 9,5 mm ausgelegt werden. So war trotz der enormen Größe ein einfaches Handling des Inliners mit den eingesetzten Einbauhilfen gegeben.

Die Entwicklung auf der Materialseite geht Hand in Hand mit der Weiterentwicklung der entsprechenden Anlagentechnik für die sichere und optimale Aushärtung des Materials auch in extremen Dimensionen. So konnte der Liner mit der neuesten Entwicklung in der UV-Technologie, dem Kasro Jumbo-Kern mit einer Leistung von 2x 6000 W, ausgehärtet werden. Um der chemischen Belastung und den hohen Temperaturen im Abwasser des Raffineriebetriebs gerecht zu werden, wurde der Inliner mit einem hochbeständigen Vinylesterharz getränkt. Infolge des eingesetzten speziellen Harzes wurde eine Durchzugsgeschwindigkeit der UV-Anlage von 35 cm/min für die Aushärtung angesetzt.

Nur 140 Minuten nach Zündung der UV-Lampen erreichte der UV-Kern den Zielschacht und das Swietelsky-Faber-Team konnte den anwesenden Verantwortlichen des Ingenieurbüros und des Auftraggebers den erfolgreichen Abschluss der Sanierung melden. Die Haltung konnte komplett in einem Arbeitstag bis ca. 20.00 Uhr saniert und wieder in Betrieb genommen werden.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 31/2014.

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