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In Senioreneinrichtungen

Container ermöglicht Besuche trotz Corona

Innenansicht des ersten Corona-Kontakt-Containers.

Netphen (ABZ). – Ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen treffen die Distanz- und Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus besonders hart. Einige haben seit Wochen Familie und Freunde nicht gesehen, und ihr Kontakt zur Außenwelt ist wie abgeschnitten. Container Rent Petri und die Hilfsinitiative Netphen.org fanden eine Lösung: den Corona-Kontakt-Container.

Die hilfsinitiative-Netphen.org hatte die Idee für einen Corona-Kontakt-Container (CoKoCo). Zunächst hatte sie einige Anbieter von mobilen Raumlösungen vergeblich kontaktiert. Niemand konnte das Pilotprojekt kurzfristig umsetzen. Frank Diezemann, Geschäftsführer von Container Rent Petri, einem Full-Service-Anbieter für mobile Raumlösungen aus Herdorf, reagiert jedoch sofort begeistert auf den Anruf der Organisation: "Wir haben uns sehr über die Möglichkeit gefreut, einen positiven Beitrag leisten zu können", sagt er. In nur 48 Stunden realisierte Container Rent Petri eine sichere und zeitlich flexible Raumlösung, die den Bewohnern des Hauses St. Elisabeth, einer Wohn- und Pflegeeinrichtung in Netphen, wieder ermöglichte, Familienangehörige und Freunde zu sehen und zu sprechen.

Die Raumlösung hat zwei Bereiche, die von einer Zwischenwand mit eingelassenem Fenster getrennt werden. Durch eine Gegensprechanlage können sich die Senioren mit einem Besucher unterhalten. Die Anlage könne leicht bedient werden, so das Unternehmen.

Container Rent Petri fand einen Standort, an der die Besucher und Bewohner den CoKoCo bequem, sicher und schnell nutzen können, an der die Raumlösung sich aber auch harmonisch in das Gesamtbild der Anlage einfügt.

Die mobile Containerlösung steht nah am Gebäude der Einrichtung und kann daher auch bei schlechtem Wetter genutzt werden.

Mit krantechnischer Meisterleistung wurde der CoKoCo über eine Gartenhecke und unmittelbar danach unter die herabhängenden Zweige einer alten Birke an der Hauswand entlang Richtung Tür gehoben und sicher abgesetzt.

Die Raumlösung entspreche allen Normen und Standards und sei zudem barrierefrei, freundlich und hell, erläutert das Unternehmen. Sie hätte rutschhemmende Bodenbeläge und gleichzeitig glatte Oberflächen, die einfach und schnell desinfiziert werden könnten.

Von der Planung und Ausstattung über die Konstruktion und Fertigung bis zur Lieferung und Montage setzte Petri alle Projektschritte unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzvorgaben um. "Wir sind sehr froh, dass wir mit der Unterstützung unserer zuverlässigen Partner und dank gesicherten Zulieferketten immer flexibel und schnell agieren können", sagt Diezemann. Das positive Feedback von Familien und Bewohnern auf den CoKoCo bestärke das Unternehmen, genauso engagiert weiter zu machen.

Die Idee und Umsetzung des Corona-Kontakt-Container Pilotprojektes war von der Hilfsinitiative-Netphen.org, der Marien Gesellschaft Siegen und dem Team von Container Rent Petri ermöglicht worden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 30/2020.

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