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Inbetriebnahme für 2026 geplant

Semmering-Basistunnel gut im Zeitplan

Das Kufenmodell des CompAir Kompressors wandert mit dem Baustellenfortschritt mit.

Österreich (ABZ). – Der Semmering-Basistunnel ist eines der langfristig bedeutendsten Infrastruktur-Großprojekte im europäischen Hochleistungsstreckennetz. Mit der Inbetriebnahme 2026 wird die Bahn zwischen Donau und Mur in das 21. Jahrhundert transformiert. Der Semmering-Basistunnel behebt ein Nadelöhr entlang des Baltisch-Adriatischen Korridors und ermöglicht eine attraktive Güterverkehrsführung entlang der österreichischen Südstrecke. Der Tunnel entlastet und ergänzt die bestehende Ghega-Bergstrecke, die mit ihren 160 Jahren an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt ist.

Der zweiröhrige Eisenbahntunnel zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag, mit einer Gleisanlage pro Tunnelröhre, ist eines der komplexesten Tunnelbauwerke in Europa. Alle 500 m sind die beiden Tunnelröhren durch Querschläge auf der Gesamtlänge von 27,3 km verbunden. Mit dem Bau startete die ÖBB-Infrastruktur 2014. Vom Zugangsschacht Fröschnitzgraben südlich von Steinhaus am Semmering aus erfolgt der Tunnelvortrieb in zwei Richtungen. Der etwa 4 km lange Abschnitt in Richtung Mürzzuschlag entsteht im Bagger- und Sprengvortrieb, der etwa 9 km lange Abschnitt in Richtung Gloggnitz mit zwei Tunnelbohrmaschinen.

Das Ausbruchmaterial wird durch Förderbänder in die nahegelegene Deponie Longsgraben gebracht. Für den Zugangsschacht Fröschnitzgraben wurden zwei mehr als 400 m tiefe Schächte mit rd. 10 m Ø gebaut. An ihrem Fuß entsteht eine Kaverne – eine gigantische Baustelle unter der Erde: Von hier beginnt ab 2017 der Bau der Tunnelröhren. Später wird die Kaverne zur unterirdischen Nothaltestelle.

Baumaterial und Maschinen werden mit einem Lastenaufzug, Kapazität 120 t, in die Tiefe gebracht. Selbst beladene Betonmischer-Lkw werden damit transportiert. Die Baustelle ist bewettert und natürlich verfügen alle eingesetzten Maschinen mit Verbrennungsmotoren über eine spezielle Abgasreinigung mit Partikelfilter. Die Arge Fröschnitzgraben setzt auch zwei CompAir Kompressoren auf der Baustelle ein. Dank Air & Plus, welches der Kompressorhersteller anbietet, lassen sich die Maschinen bereits als Serienoption mit vielen Extras wie eben Abgas-Partikelfilter, Abgasfunkenfänger aber auch mit erweiterter Druckluftaufbereitung durch Nachkühler und Feinstfilter ausstatten. Die Kompressoren vom Typ C105 haben einen Volumenstrom von 10,5 m³/min und liefern einen max. Betriebsüberdruck von 14 bar. Das bietet genug Leistung für alle anfallenden Aufgaben, wie den Betrieb von Werkzeugen etwa beim Zusammenbau der Tunnelbohrmaschinen; zum Trockenbohren, um Anker zu setzen und Sprenglöcher zu erstellen oder für den Betrieb eines Rüttlers beim Betonbau. Die Baukompressoren sind als Kufen-Modelle ausgeführt und wandern mit dem Baustellenfortschritt mit. Dazu werden sie von Zeit zu Zeit einfach umgesetzt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 29/2018.

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