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Industriedenkmal wird saniert

XXL-Gerüst am Gasometer Oberhausen erstellt

Ein Wahrzeichen wird saniert: Der Gasometer ist das Wahrzeichen von Oberhausen und ist mit 118 m Höhe die höchste Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Europas.

Oberhausen (ABZ). – Die Sanierung eines mehr als 100 m aufragenden Rundbehälters stellt enorme Anforderungen an ein Arbeits- und Schutzgerüst. Bis zu 48 Monteure waren beim Aufstellen der hierfür konzipierten Peri-UP-Gerüstlösung beteiligt.

Der Gasometer ist mit 118 m Höhe das Wahrzeichen von Oberhausen. Der ehemalige Gasspeicher erinnert 90 Jahre nach seiner Erbauung eindrucksvoll an die Schwerindustrie des Ruhrgebiets. Seit 1994 wird der Gasometer als Ausstellungs- und Veranstaltungshalle genutzt – die höchste in Europa.

Seit Juni 2020 ist der Rundbehälter komplett verhüllt. Fast wie ein Kunstobjekt des verstorbenen Künstlers Christo, der im Gasometer bereits zwei Mal präsent war. Nun aber wird hinter den weißen Planen gearbeitet, denn das Industriedenkmal wird bis Frühjahr 2021 umfangreich saniert. Die Außenhaut wird gestrahlt, der Rost entfernt und danach eine neue Beschichtung aufgetragen.

In zwei Bauabschnitten montierte die Gloser Gerüstbau GmbH zuvor mehr als 1000 t Peri-UP-Gerüstmaterial beziehungsweise 30 000 m² Fassadengerüst mit 1 m Gerüstbreite. Das in Spitzenzeiten 48 Monteure umfassende Gerüstbauteam um Gerüstbauermeister und Bauleiter Felix Wedekind arbeitete hierbei mit dem SiGeKo-Verantwortlichen vor Ort einvernehmlich zusammen. Die Gerüstmontage des zweiten Bauabschnitts erfolgte parallel zu den bereits begonnenen Strahlarbeiten im ersten Abschnitt. Dieser sogenannte Schwarzbereich war für alle anderen Arbeiten gesperrt und wurde deshalb konsequent abgeschottet. Die große Gerüsthöhe mit mehr als 100 m und die damit verbundenen Lasten stellten eine gerüstbautechnische Herausforderung dar. Insbesondere dort, wo zudem Überbrückungen mit bis zu 7 m Spannweite herzustellen waren. Knifflig waren auch die außenliegenden Umläufe des Stahlbehälters in regelmäßigen 14-Meter-Höhenschritten, die eine exakte geometrische Anpassung der Gerüstkonstruktion erforderten.

Sanierungsarbeiten hinter Peri-UP-Einhausung: Seit Juni 2020 zeigt sich der mehr als 100 m hohe Rundbehälter komplett verhüllt.

Für eine sichere Montage und hohe Flexibilität war es vorteilhaft, dass die Einrüstung mit Peri-UP-Easy-Fassadengerüstbauteilen der Stielbauweise übergangslos mit Vertikalstielen und Horizontalriegeln des Peri UP Flex für komplexere Geometrien kombiniert werden konnte. Darüber hinaus ergänzten Systembauteile des Variokit-Ingenieurbaukastens die Gerüstlösung dort, wo tragfähige Überbrückungskonstruktionen notwendig waren. Beide Peri-Baukastensysteme – Peri UP und Variokit – basieren auf dem metrischen Grundraster und sind untereinander kompatibel. Zudem sorgen standardisierte Systembauteile für kraftschlüssige Verbindungen.

Die nahezu übergangslose Kombination beider Peri-UP-Varianten vereint hohe Sicherheit bei Montage und Nutzung mit einer geometrischen und statischen Anpassungsfähigkeit an die Gegebenheiten vor Ort. So wurde Peri UP Easy außenseitig mit vorlaufendem Geländer montiert, sodass der erforderliche Seitenschutz systembedingt bereits beim Betreten der nächsthöheren Lage stets vorhanden war. Zum Umrüsten der Umläufe arbeitete das Gloser-Team innenseitig mit Peri-UP-Flex-Bauteilen, ebenso im Bereich der Variokit-Überbrückungen. Damit konnte das Gerüst im 25-Zentimeter-Raster flexibel und ohne besonderen Montageaufwand an die Erfordernisse angepasst werden. Und das nahezu übergangslos mit Systembauteilen, also ohne Gerüstspalt und ohne gefährliche Stolperkanten. Dies erhöhte nicht nur die Sicherheit bei der Gerüstnutzung, die kraftschlüssigen Systemverbindungen sorgten außerdem auch für eine hohe Stabilität der mehr als 100 m aufragenden Gerüstkonstruktion.

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