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Innovation Days 2015

Bomag präsentiert neue Walzenzüge in der 11- bis 21-Tonnen-Klasse

Von Robert Bachmann

Bomag, Erdbau und Grundbau, Straßenbau und Tiefbau, Veranstaltungen

Gewohnt stark präsentierte sich Bomag in seiner Kernsparte, dem Walzengeschäft.

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BOPPARD - Zum mittlerweile dritten Mal und unter neuem Namen lud die Bomag GmbH kürzlich zur Kundenveranstaltung "Innovation Days" am Hauptstandort in Boppard am Rhein. Neben Workshops und Vorträgen zum Thema Straßenbau und Erdverdichtung bekamen die Gäste einen umfassenden Überblick zur aktuellen Produktenwicklungen des Herstellers. Erstmals präsentiert wurden die neuen Walzenzüge zwischen 11 und 26 t.

Der Name ist Programm. Zwei mal hatte die Bomag GmbH bereits zu den "Asphalt Days" an den Hauptsitz in Boppard am Rhein geladen, um Kunden, Händlern sowie der internationalen Fachpresse seine aktuellen Neu- und Weiterentwicklungen für den Straßenbau und die Erdverdichtung zu präsentieren. Nun hatte der Maschinenbauer erneut in den Hunsrück geladen, dieses Mal unter neuem Namen, den "Innovation Days 2015". Innovationen im gesamten Produktprogramm – von der kleinsten bis zur größten Maschine – lautete das Versprechen, welches das Unternehmen daran knüpfte. Mehr als 700 Kunden und Händler aus über 50 Ländern waren angereist, um sich an insgesamt sechs Tagen davon zu überzeugen. Begrüßt wurden die Veranstaltungsteilnehmer durch Geschäftsführer Jörg Unger. Für die anwesenden Pressevertreter hatte dieser auch einige Zahlen aus dem im September ausgelaufenen Geschäftsjahr im Gepäck. Nicht ohne Stolz gab er bekannt, dass 2015 das bislang beste Geschäftsjahr für Bomag in der Geschichte des Unternehmens gewesen sei. Global betrachtet belaufe sich der Umsatz auf etwa 680 bis 685 Mio. Euro. Verantwortlich dafür sei vor allem der erfolgreiche Ausbau des Fräsen- und Fertigerprogramms, welches neben der Walzenproduktion, dem Kerngeschäft der Bomag GmbH, immer mehr an Bedeutung gewinne. Insbesondere im Fräsensegment habe man sich mit einem Marktanteil von 30 bis 40 % bereits als "gute Nummer zwei auf dem Markt" etablieren können, so Unger.

Bomag, Erdbau und Grundbau, Straßenbau und Tiefbau, Veranstaltungen

Geschäftsführer Jörg Unger begrüßte die Gäste und machte diesen die neuesten Innovationen aus dem Hause Bomag schmackhaft.

Das gute Ergebnis sei auch dem globalen Engagement zu verdanken, mit dem Bomag die teils drastischen Einbrüche in einigen Regionen der Welt gut habe kompensieren können. Mit einem Rückgang von über 70 % habe sich bspw. der Russlandkonflikt im Maschinengeschäft niedergeschlagen, dicht gefolgt von schwächelnden Märkten in China (-37 %), Afrika (-25 %) und Lateinamerika (-36 %). Äußerst stabil zeige sich hingegen der nordeuropäische Markt. Vor allem Deutschland sei Unger zufolge sehr robust. Mit insgesamt 78 Mio. Euro habe man hier eine Umsatzsteigerung von 10 % in 2015 erreichen können. Gerade China zeige laut Unger, wo die Stärken seines Unternehmens liegen. Trotz des schwächelnden Marktes sei es Bomag gelungen, dort weiter zu wachsen. Neben einer hervorragenden Vertriebs- und Infrastruktur vor Ort sei dies vor allem der Tatsache geschuldet, dass Bomag seit jeher auf qualitativ sowie technisch hochwertige Lösungen setze. Während der Markt für preisgünstige Maschinen ohne besonderen Mehrwert stark eingebrochen sei, bestünde für anspruchsvolle und nachhaltige Angebote nach wie vor eine Nachfrage. Hier sieht Unger eine Tendenz, die seiner Ansicht nach die zukünftige Entwicklung auf sämtlichen Märkten bestimmen wird. "Nur, wer technologisch gute Angebote machen kann, wird auch wahrgenommen", so der Geschäftsführer. Durch niedrige Preise allein könne kein Unternehmen unter den gegebenen Bedingungen bestehen. Hersteller, die keine Kapazitäten für entsprechende Entwicklungsarbeit aufbringen können, werden es Unger zufolge schwer haben, im harten Wettbewerb zu bestehen.

Bomag, Erdbau und Grundbau, Straßenbau und Tiefbau, Veranstaltungen

Fräsen und Fertiger sind aktuell das Wachstumsgeschäft Nummer eins für Bomag.

Neben der Möglichkeit, bei Führungen durch das Werk in Boppard einen Blick hinter die Kulissen der Produktion zu werfen, wurden den Gästen unter anderem verschiedene Workshops und Vorträge geboten. In seinem praxisnahen Vortrag referierte bspw. Dieter Straußberger, Leiter Geschäftsfeld Verkehrswegebau TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH, zum Thema "Erdverdichtung: Die Basis für jedes Bauwerk". Ebenfalls in kleiner, diskussionsfähiger Runde präsentierte Professor Dr. Alfred Ulrich, Leiter des Kölner Labors für Baumaschinen an der Technischen Hochschule Köln, Lösungen und Wege zum Thema "Prozesssicherer, automatisierter Asphaltstraßenbau". Darüber hinaus konnten sich die Gäste u. a. zum Thema der digitalen Vernetzung auf der Baustelle informieren.

Bomag, Erdbau und Grundbau, Straßenbau und Tiefbau, Veranstaltungen

Mit gasbetriebenen Stampfern drängt Bomag in den Markt der emissionsarmen Geräte für die Grabenverdichtung.

Das Highlight der Veranstaltung waren aber natürlich die Maschinenpräsentationen. Direkt gegenüber dem Produktionswerk demonstrierte Bomag typische Anwendungsbereiche seines aktuellen Maschinenportfolios. Den Anfang machten die Fräsen: Die große Kaltfräse BM 2000/75 fräste bis 35 cm Tiefe den Asphalt ab, der anschließend mit einem Straßenfertiger wieder eben eingebaut und mit Tandem- und Gummiradwalzen verdichtet wurde. Für Kunden, die im Geschäft vor allem Kleinmaschinen im Einsatz haben, boten sich mit benzin- und gasbetriebenen Stampfern, Mehrzweckverdichtern und Rüttelplatten eine Vielzahl interessanter Neuheiten. Vor dem Hintergrund der kürzlich erst durch die Berufsgenossenschaft Bau verschärften Regeln zur Emissionsbelastung bei Verdichtungsarbeiten in Gräben hob Geschäftsführer Unger die gasbetriebenen Stampfer hervor. Sowohl in puncto Leistung als auch Preisgestaltung seien diese den Akku-Geräten der Wettbewerber deutlich voraus. Auch das Zerkleinern von Felsen durch Walzenzüge mit spezieller Felsbrecherbandage begeisterte die Zuschauer. Klar im Fokus der Präsentation stand die neue Generation der Walzenzüge von 11 bis 26 t. Ganz neu im Erdbauportfolio dieser Produktsparte ist ab sofort die 12-t-Klasse. Dank moderner Motorentechnologie mit intelligenter Leistungsregelung erfüllen die neuen Walzen nun die Abgasnorm der Stufe4. Die serienmäßige Ecomode-Funktion senkt den Kraftstoffverbrauch dabei laut Herstelleranagaben um bis zu 30 %. Optional können die Maschinen auch mit der Ecostop-Funktion ausgestattet werden, die den Kraftstoffverbrauch zusätzlich senkt und den Verschleiß reduziert. Die Modelle BW 213, 219 und 226 verfügen über die automatische Verdichtungsregelung Variocontrol. Hier hat Bomag noch einmal an der Komfortschraube gedreht und das Bedienkonzept optimiert. Alle Einstellungen lassen sich nun bequem über einen Drehschalter in der Armlehne vornehmen. Auch das Armaturenbrett wurde übersichtlicher gestaltet. Die nun noch großzügigere Kabine sowie eine einstellbare Lenksäule sorgen zusätzlich für eine bessere Übersicht und eine verbesserte Arbeitsergonomie. Besonders eindrucksvoll: das Doppelpumpensystem bei den hochsteigfähigen DH-Varianten. Zwei Pumpen versorgen hierbei zwei Motoren und sorgen dabei für eine hervorragende Geländegängikeit. Sowohl vorwärts als auch rückwärts kommen die Walzenzüge damit auf über 60 % Steigfähigkeit. RSechs Tage geballtes Programm. Am Ende zeigte sich Jörg Unger höchst zufrieden mit der Veranstaltung: "Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder so viele Gäste für unser Programm begeistern konnten – insgesamt für die Veranstaltung, aber natürlich besonders für unsere Maschinen." Und auch Jonathan Stringham, Geschäftsleiter Marketing bei Bomag, zieht ein positives Fazit: "Die Atmosphäre war trotz des mäßig guten Wetters einmalig. Wir haben unsere Maschinen so gezeigt, wie sie auch in der Praxis gebraucht werden und wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten "Innovation Days" in zwei Jahren."

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