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Intuitive Bedienung ermöglicht

Dozer unterstützt Fahrer bei der Arbeit mit zahlreichen Assistenzsystemen

Mit der Schildlasterkennung oder optional mit AutoCarry kann der Fahrer immer die optimale Abschubleistung erzielen.

Garching (ABZ). –Wenn aus einer 6 eine 5 wird, dann kann das auch mal mehr statt weniger bedeuten. Denn mit dem neuen Cat-Dozer D5, der den D6N ersetzt, führt Caterpillar eine neue Nomenklatur bei seinen Planierraupen ein, welche laut Unternehmen von zahlreichen Verbesserungen begleitet wird. Dahinter steckt die Intention, die Bezeichnungen für die Cat-Dozer zu vereinfachen. In Zukunft werden die Modelle nach Größe aufsteigend von D1 bis D11 durchnummeriert. Es wird nur noch ein Modell pro Größenklasse und keine Zusatzbuchstaben wie N, K oder T geben. Damit nicht genug der Neuerungen: Im konkreten Fall des Cat D5 bietet die Baumaschine der neuen Dozergeneration ein großes Angebot an Technologien. Der Bulldozer punkte mit einer hohen Leistung und einem dynamischen Ansprechverhalten, womit er sich für das grobe genauso wie für das feine Planieren empfehle, so Caterpillar. Das vollautomatische Getriebe ermögliche nahtlose Beschleunigung und somit schnelleres Arbeiten. Mit einer Leistung von 127 kW (173 PS, ISO 9249) und einem Einsatzgewicht von 17 bis 19 t bietet der neue D5 Herstellerangaben zufolge gegenüber dem Vorgänger D6N mehr Gewicht und Leistung, eine verbesserte Lenkfähigkeit und eine lange Liste von Assistenzsystemen, um noch wenig geübte Maschinenführer genauso wie Vollprofis passgenau zu unterstützen.

Das vollautomatische Drei-Gang-Getriebe mit Überbrückungskupplung verkürzt die Arbeitstakte und reduziert den Kraftstoffverbrauch. Mit Verbesserungen der Lenkung und einer überarbeiteten Antriebsstrangsteuerung erhielten die Fahrer ein neues Maß an Lenkleistung und Kontrolle, so der Hersteller.

Die komplett neu gestaltete Fahrerkabine erhöhe Komfort und Produktivität. Der Fahrer habe mehr Platz, könne Sitz und Bedienelemente noch besser und komfortabler einstellen und über den neuen, leicht zu bedienenden Touchscreen mit einer Diagonale von 254 mm auf viele Maschinenfunktionen intuitiv zugreifen. In der Hauptanzeige wird das hochauflösende Bild der serienmäßigen Heckkamera angezeigt. 15 % mehr Glasflächen in der Kabine sorgen laut Caterpillar für einen besseren Überblick und mehr Raumgefühl. Die Motorhaube ist nun steiler gestaltet und bietet eine um 30 % bessere Sicht nach vorn auf Schild und Arbeitsbereich.

Die technischen Raffinessen des D5 umfassen Cat Grade mit 3D, einer optionalen, überarbeiteten 3D-Maschinensteuerung, ab Werk, die in die Maschine integriert ist. Moderne inertiale Messeinheiten (IMU) erfassen Lageänderungen, Beschleunigungen und Drehraten. Sie ersetzen die Positionserfassungszylinder und ermöglichen eine höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit. Kleinere Antennen wurden in das Kabinendach integriert, um sie besser vor Stößen zu schützen. Die GPS-Empfänger befinden sich nun in der Kabine, sodass sie bei abgeschlossenen Türen diebstahlgeschützt sind. Die konsequent intuitive Grade-Bedienung weckt Assoziationen mit einem Smartphone, was die Handhabung für Bediener sehr einfach mache. Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz; das ermöglicht die Installation von kundenspezifischen Apps.

AutoCarry ist Bestandteil von Grade mit 3D und automatisiert den Schildhub, damit die gewünschte Schildlast beibehalten, die Lastkonsistenz verbessert und der Kettenschlupf verringert wird. Der Fahrer kann laut Caterpillar so automatisch immer die maximale Abschubleistung erzielen.

Darüber hinaus verfügt die neue Maschine über weitere bewährte Grade-Technologien, die nun überarbeitet erneut zum Einsatz kommen:

  • Cat Grade mit Slope Assist: Das ist eine automatisierte Schildpositionierung zum Planieren auf Ebenen oder Böschungen, die ohne Zusatzhardware oder GPS-Signal auskommt. Die Bedienung des Systems wurde jetzt noch einfacher gestaltet.
  • Cat Slope Indicate: Das ist die serienmäßige Anzeige der Querneigung und Ausrichtung der Maschine auf dem Hauptmonitor als schnelle und einfache Referenz.
  • Die werksseitige Vorbereitung für nachzurüstende Maschinensteuerungen (ARO, Attachment Ready Option) umfasst die nötigen Befestigungspunkte, Halterungen und Teile für eine einfachere Montage von Nachrüstlösungen zur Maschinensteuerung. Mit dem neuen D5 lassen sich Maschinensteuerungssysteme beliebiger Hersteller dank spezieller Anbaupositionen für Steuerung und Sensoren einfacher installieren.

Neben den Grade-Funktionen trügen aber auch einfache Bordfunktionen zu sehr guten Leistungen und hochwertigen Ergebnissen bei, teilt Caterpillar mit. Die Schildlasterkennung zeigt für eine bestmögliche Schubkapazität in Echtzeit die tatsächliche und die perfekte Schildlast an – dies sei insbesondere praktisch für Maschinen ohne AutoCarry. Die Schlupfregelung erkennt Kettenschlupf und reduziert vorübergehend die Antriebsleistung, damit der Fahrer die Schildlast anpassen und den Kettenschlupf begrenzen kann. Und die Schildstabilisierung der zweiten Generation sorgt für ein genaueres Ergebnis beim manuellen Planieren, indem sie störende Bodenerhebungen ausgleicht.

Die Telematiklösung Cat Link mache das Baustellenmanagement einfacher, indem es die bei Maschinen, Materialien und Menschen anfallenden Daten zentral erfasst und in individualisierbarer Form anzeigt. Das Cat-Flottenmanagement "VisonLink" erfasst die gesendeten Maschinendaten automatisch. Anwender können online über das Internet oder Apps für Mobilgeräte darauf zugreifen. Mit "VisionLink" sind laut Hersteller alle Informationen jederzeit und an jedem Ort nur einen Fingertipp entfernt. Remote Services ist die Bezeichnung für eine Reihe von Technologien zur Fehlersuche aus der Ferne. Auch Software-Updates seien per Fernzugriff möglich, so das Unternehmen. Beides steigere die Effizienz auf der Baustelle. Darüber hinaus können in der Maschine Anwendungsprofile hinterlegt werden. Zusammen mit einer Fahrer-ID spare das Zeit, denn damit sind die bevorzugten Maschineneinstellungen gleich festgelegt. Die Fahrer-ID bietet optional eine zusätzliche Sicherung, da der Fahrer vor dem Maschinenstart eine ID eingeben muss.

Der D5 vereinfacht das Lenken und die Arbeit am Hang durch moderne, automatisierte Ansteuerung von Antriebsstrang und Bremsen. Die Funktionen greifen vollautomatisch und ohne Fahreraktion im Hintergrund. Der Bergabfahrassistent Hill Descent Control behält die eingestellte Maschinengeschwindigkeit bei, ohne dass der Fahrer die Betriebsbremsen betätigen muss. Das erleichtere das Fahren und Abschieben abwärts, teilt Caterpillar mit. Die Rückrollsperre Hill Hold aktiviert die Bremsen automatisch, damit die Maschine im Stand eben oder am Hang gehalten wird. Die Lenkradiussteuerung Steering Radius Control nutzt die Signale von Lenkstick und Gasreduzierpedal, um für einen engeren Wenderadius und eine bessere Manövrierfähigkeit automatisch herunterzuschalten.

Der D5 ist als Standard- oder Moor-Ausführung (LGP) wahlweise mit Schubarm- oder VPAT-Schild (Variable Power Angle Tilt = variable Winkelverstellung mit Servo-Unterstützung) erhältlich. Zur Einhaltung der regional zulässigen Transportbreite ist ein klappbarer VPAT-Schild verfügbar, damit der Schild zum Verladen nicht demontiert werden muss. Ausführungen für Abfall-, Forst- und Landwirtschaft sowie für die Brandbekämpfung sind ab Werk mit speziellen Schutzvorrichtungen und weiteren Funktionen für spezielle Einsatzbedingungen ausgerüstet.

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 03/2020.

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