IW-Studie: Zu viele Häuser auf dem Land

Köln (dpa). - Deutschlands Bauherren bauen in ländlichen Regionen nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) viel zu viel. In einer neuen Studie kommen die Kölner Wirtschaftsforscher zu dem Schluss, dass in vielen Landkreisen deutlich mehr gebaut wird als eigentlich sinnvoll wäre - gemessen an der schrumpfenden Bevölkerung und der Tatsache, dass vielerorts Häuser leer stehen. Das IW empfiehlt den Kommunalverwaltungen in den entsprechenden Landkreisen eine Reihe von Gegenmaßnahmen - darunter den Verzicht auf die Ausweisung neuer Baugebiete. Die Forscher erwarten eine ganze Reihe negativer Folgen, wenn zuviel gebaut wird: zunehmende Zersiedelung, verödende Dorfzentren und neue Leerstände. In der Studie werden exemplarisch einige Landkreise genannt: Im niedersächsischen Kreis Emsland etwa sind demnach zwischen 2011 und 2015 mehr als 1060 Wohnungen mehr gebaut worden, als auf Basis der Bevölkerungsentwicklung und der bereits bestehenden Leerstände zu erwarten gewesen wäre. Zum Großteil handelt es sich dabei um große Wohnungen oder Einfamilienhäuser.

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