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Jahresversammlung der Ziegelindustrie in Berlin

Botschaft nach Brüssel tragen

Der neu gewählte Vorstand des Bundesverbandes der deutschen Ziegelindustrie. Oben v. l.: Thomas Bader, Stefan Jungk, Jürgen Habenbacher, Johannes Edmüller. Untenv. l.: Hermann Berentelg, Helmuth Jacobi, Joachim Thater und Dr. Sebastian Dresse. Nicht im Bild: Michael Lackner und Peter Hoffmann.

Berlin (ABZ). – Auf der diesjährigen Jahresversammlung zeigten sich die Mitglieder des Bundesverbands der deutschen Ziegelindustrie (BVZi) nach eigenen Angaben optimistisch und kämpferisch. Präsident Stefan Jungk sah die Branche sowohl am Markt als auch auf dem Weg zur Klimaneutralität gut aufgestellt.

Es fehle allerdings ein klarer, ordnungspolitischer Rahmen für die Transformation. Jungk forderte die Verbandsmitglieder auf, die politische Kommunikation weiter voranzutreiben: "Wir müssen jetzt weitermachen – uns vor Ort einmischen, in den Ländern, hier in Berlin und nicht zuletzt in Brüssel. Je mehr Menschen über die Vorteile des Ziegels, gerade beim Thema Nachhaltigkeit, Bescheid wissen, desto besser." Mit der Bestätigung des Präsidiums im Amt wurden die Weichen auch organisatorisch gestellt. Trotz schwieriger Umstände im vergangenen Jahr hielten Ziegel ihre Anteile am Baustoffmarkt, so der Verband. Rund ein Drittel aller fertiggestellten Wohngebäude sind demnach überwiegend aus Ziegeln gebaut. Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent für Mauerziegel und 3,8 Prozent für Dachziegel.

"Ziegel erfreuen sich einer hohen Nachfrage. Dazu trägt sicherlich bei, dass es, anders als bei anderen Produkten, keine Lieferengpässe gab. Die Ziegelindustrie ist dank ihrer regionalen Aufstellung ein zuverlässiger Partner für Bauunternehmen", sagt Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des BVZi.

Auf dem Weg in Richtung klimaneutraler Produktion sei die Branche in diesem Jahr deutlich vorangekommen. Mit der im März vorgelegten Roadmap 2050 habe man die relevanten Maßnahmen, Kosten und externen Rahmenbedingungen klar benannt, um eine treibhausgasneutrale Produktion perspektivisch zu erreichen. Ein positives Ergebnis zeigen laut Verband auch die aktuellen Umweltproduktdeklarationen (EPDs).

Demnach liegen die CO2-Emissionen, die in der Produktion anfallen, im Vergleich zum Jahr 2015 um rund ein Fünftel niedriger. Bei der energetischen Bilanzierung und Bewertung von Gebäuden nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) unterstützt der Bundesverband Architekten und Fachplaner seit Juni mit einem eigenen GEG-Leitfaden.

Die Mitglieder bestätigten auf der Jahresversammlung den Verbandspräsidenten Stefan Jungk in seinem Amt, ebenso wie die Vizepräsidenten Johannes Edmüller und Helmuth Jacobi. Der Vorstand wurde um zwei neu gewählte Mitglieder ergänzt: Michael Lackner, Produktionsdirektor Ton bei der BMI Steildach GmbH, und Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer der Creaton GmbH. Traditionell wurde auf der Tagung außerdem der Jahresbericht der Ziegelindustrie für das Jahr 2021 vorgestellt.

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