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Janser

Geräuscharmer Antrieb entwickelt

Der Junior Ride-On ist mit 420 kg der kleinste Aufsitzstripper auf dem Markt. Er nutzt eine selbstentwickelte Antriebskonstruktion, bei der die Frontplatte samt Werkzeug während des Betriebs manuell positioniert werden kann.

Ehningen (ABZ). – Früher ließen sich Fußbodenbeläge zwar einfach per Handschaber oder kleineren Strippermaschinen ablösen, doch mittlerweile ist dies aufgrund verbesserter Klebstoffe oftmals nur unter Einsatz spezieller Maschinen mit entsprechender Leistung möglich.

Dabei kommen entweder sogenannte walk-behinds für kleinere Flächen zum Einsatz oder schwere Aufsitzmaschinen, deren Gewicht und Größe den Gebrauch nicht überall zulassen. Deshalb hat die Janser GmbH ihr bestehendes Portfolio um die Neuentwicklung Junior Ride-On erweitert – mit gerade einmal 420 kg sei er der kleinste Aufsitzstripper auf dem Markt.

Der Aufsitzer nutzt eine selbstentwickelte Antriebskonstruktion, bei der die Frontplatte samt Werkzeug während des Betriebs manuell positioniert werden kann. Dank des verstellbaren Winkels lässt sich je nach Anforderung flacher oder steiler unter dem Belag ansetzen. Der Schwerpunkt der Maschine kann durch die nach vorn geneigte Konstruktion optimal auf das Werkzeug gelenkt werden. Auf der bauma präsentiert das Unternehmen neben dem neuen Junior Ride-On u. a. auch den größeren ADB-High-Speed Ride-On mit Batterieantrieb.

"Spezielle Bodensysteme, wie bspw. Sportböden oder Bodenbeläge, die mit modernen Klebersystemen verklebt sind, erschweren das manuelle Ablösen", erklärt Olaf Janser, Geschäftsführer der Janser GmbH. "Besteht ein Sport-Boden bspw. aus 3,2 mm dickem Linoleum, einem mit Neopren-Kontaktkleber verklebten Gewebe und einem 14 mm dicken Trittschalldämmbelag, muss maschinell nachgeholfen werden." Dabei kommen entweder sogenannte walk-behind-Stripper zum Einsatz, die jedoch aufgrund ihrer geringen Maße nur begrenzte Leistung erbringen können und deswegen nur für kleinere Flächen sinnvoll sind. Oder es werden große Aufsitzmaschinen verwendet, die aber wegen ihrer Größe und des hohen Gewichts – 1000 bis 2000 kg – nicht in schwer zugänglichen oder engen Räumen genutzt werden können. Dadurch lassen sie sich auch nicht mit Fahrstühlen transportieren, die nur ein Gewicht bis bspw. 800 kg zulassen. Um die Lücke zwischen diesen beiden Strippermodellen zu füllen, hat die Janser GmbH den Junior Ride-On entwickelt, der dank seines geringen Gewichts von lediglich 420 kg sowie seines leisen und effizienten Hydraulikmotors auch in engen und sensiblen Arbeitsumgebungen wie kleinen Wohnungen oder Krankenhäusern eingesetzt werden kann.

Das Herzstück des Junior bildet die Konstruktion aus Motor und Hydraulik-antrieb, über die auch die Werkzeugfrontplatte gesteuert wird. "Dabei ist die Winkeleinstellung der Platte während des Ablösevorgangs entscheidend für den Erfolg", erläutert Janser. "Sie bestimmt, wie gut unter dem Material angesetzt werden kann und welche Klebstoffmenge mit abgezogen wird." Wird die Grundplatte bspw. ganz nach unten gefahren, kann das Werkzeug bzw. das Messer möglichst flach unter den Belag gelangen, was sich besonders für das Ablösen elastischer Beläge eignet. Das Ablösen und Herausbrechen von Keramikfliesen erfordert hingegen einen steileren Ansatz. Der Vorteil des Junior: Der Neigungs- und Grundwinkel sowie das Positionieren der Frontplatte lassen sich über einen Griff während der Fahrt vom Sitz aus steuern.

Ein weiterer Mehrwert ergibt sich laut Hersteller für den Anwender durch die zwei separat ansteuerbaren Räder, weshalb die gesamte Konstruktion nach vorn geneigt ist. Das gesamte Gewicht konzentriere sich nicht auf vier Räder, sondern auf das Werkzeug, wodurch sich eine hohe Ablöseleistung generieren lasse. Um den Aufsitzer vorwärts fahren zu lassen, werden die beiden Steuerungshebel sanft nach vorn gedrückt und die Geschwindigkeit erhöht sich, je weiter sie bewegt werden. Die beiden Räder treibt jeweils ein Motor an. Eine separate Radansteuerung ermögliche dabei einen Nullwenderadius, sodass der Aufsitzer auch in engen Räumen oder in Kantennähe operieren kann, so das Unternehmen. Dadurch erhält der Junior eine sehr gute Beweglichkeit.

"Wir hatten bei der Entwicklung v. a. kleine und mittelständische Betriebe im Blick, die ab und zu einen Großauftrag abwickeln müssen", berichtet Janser. "Da fängt der Aufwand schon beim Transport zur Baustelle an. Große Ablösemaschinen passen einfach nicht in die kleineren Lieferwagen, mit denen viele Bodenleger unterwegs sind." Mit seinen schlanken Maßen von 1300 mm x 600 mm x 1000 mm lässt sich der Junior selbst in einem kleineren Fahrzeug transportieren. Die Inbetriebnahme erfolgt dann mittels eines Stromkabels, das über eine spezielle Halterung in sicherem Abstand seitlich zu den Rädern oder in engen Räumen nach oben abgeleitet wird. An die entsprechende Messerhalterung der Frontplatte lassen sich schmale und breitere Klingen sowie Aufsätze montieren, sodass sich von Textilen bis hin zu Parkett- und gefliesten Böden eine Vielzahl an Belägen ablösen lässt.

Zusätzliche Sicherheitsausrüstung während des Betriebs wird ebenfalls nicht benötigt, da sich das Handling intuitiv gestaltet. Ein Rückfahrwarner und ein Sitzschalter, der die Maschine automatisch abstellt, sobald jemand den Sitz verlässt, fördern das sichere Arbeiten. Auch ein Gehörschutz sei bei der Benutzung nicht notwendig, da der Motor und die Hydraulik sehr leise arbeiten. "Gerade die geringe Geräuschkulisse begünstigt den Einsatz in sensiblen Arbeitsumgebungen wie Bürogebäuden, Krankenhäusern oder Schulen, ohne dass der Betrieb während der Renovierungsarbeiten eingestellt werden muss", resümiert Janser.

Seit Kurzem bietet die Janser GmbH neben dieser Neuentwicklung mit dem Master-Mobil II auch eine walk-behind-Maschine mit patentiertem Hydraulikdirektantrieb und einen großen Aufsitzer mit Batterieantrieb. Der Akku des ADB High-Speed Ride-On erbringt eine hohe Leistung für 8.00 bis 12.00 Uhr, sodass der Betrieb eine ganze Arbeitsschicht über gewährleistet werden kann, ohne von einer Stromquelle abhängig zu sein.

Auf der bauma informiert das Unternehmen am Stand 102 in Halle A1 über sein Sortiment und stellt interessierten Besuchern u. a. den Junior Ride-On vor.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 14/2019.

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