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Kalksandstein-Neubau

Außergewöhnlich gestaltete Wäscherei-Fassade erstrahlt in frischem Weiß

KS*, Baustoffe, Kalksandstein, Mauerwerksbau

Der unverwechselbare, lebendige Charakter des zweigeschossigen Verwaltungstrakts entsteht durch das bossierte Kalksandstein-Sichtmauerwerk, welches eine lange Lebensdauer und hohe Wertbeständigkeit bietet und über sehr guten Schall- und Wärmeschutz verfügt.

Lohne (ABZ). – Dass Verwaltungs- und Gewerbegebäude nicht immer auf architektonischen Standardlösungen basieren müssen, beweist der zweistöckige, ca. 1570 m2 große Kalksandstein-Neubau der Wäscherei und Textilreinigung Marcus in Lohne bei Oldenburg. Er fällt durch seine klare Linienführung und die strahlend weiße Fassade auf die architektonisch perfekt zu einer Wäscherei und Textilreinigung passen. Neben der Farbgebung sticht die geschwungene Form des Gebäudes ins Auge. Architekt Benjamin Petter vom ortsansässigen Architekturbüro Staats & Petter hat die Kurvenbewegung der stark befahrenen Straße im Nordwesten des Grundstückes nachgezeichnet und damit den von der Stadt Lohne gewünschten städtebaulichen Ansatz umgesetzt.

Der Neubau beherbergt die Verwaltung und die Produktionshalle des Unternehmens. Beide Teile des klar gegliederten und strukturierten Gebäudeensembles sind infrastrukturell und funktional miteinander verbunden. Durch das weiße, bossierte Kalksandstein-Sichtmauerwerk von KS* erhält der zur Straße gerichtete Verwaltungstrakt seine unverwechselbare Mauerwerks-Charakteristik. Einen gelungenen Kontrast dazu bilden die anthrazitfarbenen Fenster und die beiden Eingänge.

Das Pultdach des Verwaltungsgebäudes fließt in die Satteldachkonstruktion der 30 m langen Betriebshalle über. Sie ist aus Fassadenpaneel gefertigt und ganz in Anthrazit gehalten. Somit beschreiben die Fassadenkonstruktionen und Farben die unterschiedlichen Funktionsbereiche der Gebäudeteile. Spürbar ist das architektonische Verständnis der Planer und Bauherren für die Betriebsabläufe. Die zweischalig aufgebaute Kalksandstein-Außenwand besteht aus 24 cm tragenden, schallschützenden und innen hell verputzten 6 und 8 DF-Kalksandsteinen, Rohdichteklasse 1,8, einer 14 cm Kerndämmung und 11,5 cm KS-Sichtmauerwerk im NF-Format. Die Außenwandkonstruktion bietet eine lange Lebensdauer und hohe Wertbeständigkeit und verfügt über sehr guten Schall- und Wärmeschutz – U-Wert 0,218 W/(m²K).

Der unverwechselbare, lebendige Charakter des zweigeschossigen Verwaltungstrakts entsteht durch das bossierte Kalksandstein-Sichtmauerwerk. Da der Steinrohling werkseitig mechanisch gebrochen und beschlagen wurde, erhält die Sichtfläche eine stärkere Wölbung. Dieses Verfahren verleiht der Fassade Dreidimensionalität und Tiefe.

Aufgrund der Dickbettvermörtelung wird die klassische Mauerwerkskonstruktion Stein auf Stein deutlich sichtbar. Dies verleiht dem Gebäude zusätzlich einen soliden, kultivierten und verlässlichen Ausdruck.

Die eingeschossige Produktionshalle mit ihren horizontal ausgerichteten Sandwich-Isopaneel-Fassadenelementen ist mit einem Rücksprung von 1,75 m an das Hauptgebäude angebaut. Das in einer Höhe von ca. 4 m geführte Lichtband lässt genügend Tageslicht ins Halleninnere, zudem lockert es die strenge Gliederung der Außenhülle auf.

Der Neubau im Gewerbegebiet der Stadt Lohne ist individuell auf die betrieblichen Belange und funktionalen Abläufe von Verwaltung und Produktion der Firma Marcus zugeschnitten. Durch den Verzicht auf architektonische Standardlösungen ist eine Gewerbeimmobilie mit Strahlkraft entstanden.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 49/2017.

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