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Kann-Dialog

Vorträge über die Zukunft des öffentlichen Raums

Bestes Wetter ermöglichte in den Pausen den Gedankenaustausch im Innenhof des Cafe Moskau.

Berlin (ABZ). – Verändertes Nutzungsverhalten und neue Verkehrskonzepte sind Anlass für Städteplaner, neue Konzepte zu entwickeln, die auch in den nächsten Jahrzehnten unsere Ballungsgebiete lebenswert machen. Ausführlich beleuchtet wurde dieser Themenkomplex auf dem Kann-Dialog, zu dem kürzlich im Cafe Moskau in Berlin rd. 200 Planer, Architekten und Landschaftsarchitekten kamen. In der regenerativen Stadt der Zukunft werden nachhaltige Wirtschaft und Lebensweisen mit zirkulärem Rohstoffwechsel stattfinden, meint Stefan Schurig, Architekt und Gründer von Cities and Energy Consulting. Er entwickelte in seinem Vortrag das Zukunftsmodell der Stadt als "Ecopolis" – ausgehend von den unterschiedlichen Stadtmodellen von der Antike mit verschiedenen Baumaterialien bis zur heutigen, beton- und steinbasierten "Petropolis". In der Stadt der Zukunft würden moderne Baustoffe zur Verbesserung der CO2-Bilanz eingesetzt, so Schurig. Es würde zudem mehr Modulbauweise eingesetzt werden und der Bestandsschutz gestärkt.

Die städtische Freiraumentwicklung 3.0 war Gegenstand des Vortrags des Landschaftsarchitekten Harald Fugmann. Anhand von aktuellen Beispielen aus Berlin stellte er mit der Gropiusstadt, Heinersdorf und dem neuen Wirtschaftsviertel Go West auf dem Areal der alten Tabakfabrik Reemtsma unterschiedliche städtebauliche Konzepte und den mit ihnen einhergehenden Grünanteil vor. Mit dem Nachhaltigkeitsaspekt in Bezug auf die Pflastertechnik beschäftigte sich Prof. Dr. Frohmut Wellner von der Technischen Universität Dresden in seinem Vortrag "Pflaster richtig planen und bauen – Schäden vermeiden". Neben der mangelhaften Qualität bei Planung, Ausführung sowie der verwendeten Baustoffe können Wellner zufolge eine nicht ausgereifte Bauweise oder die Verkehrsbelastung Ursachen für schadhafte Pflasterflächen sein. Anhand von Beispielen erläuterte er die Vermeidung solcher Schäden. Und Heiner Brand, bis 2011 Trainer der deutschen Handballnationalmannschaft der Herren, wies auf die Wichtigkeit des Teamgedankens hin. Auch im Baubereich ließen sich mit eingespielter Teamarbeit gute Erfolge erzielen, so Brand. Jeder Beteiligte stelle sich in den Dienst der Mannschaft und ordne sich dem gemeinsamen Ziel unter. Damit sei eine Niederlage des Teams auch eine Niederlage des Einzelnen.

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