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Kastrati Bau

Neue Maschinen ebnen Einstieg ins Breitbandausbau-Geschäft

Kastrati Bau: Einstieg ins Breitbandgeschäft mit zwei neuen Cat-Maschinen.

Bad Dürkheim/Hochborn (ABZ). – Home-Office und Homeschooling brachten während des Lockdowns ans Licht, wo es in Deutschland noch hakt:am schnellen Internet. Vor allem auf dem Land schaut man häufig noch in die Röhre. Das Unternehmen Kastrati Bau will sich künftig im Breitbandausbau engagieren und hat hierfür neue Baumaschinen von Cat angeschafft.

Notwendig ist diese Maßnahme, weil es zu lang dauert, bis sich die Internetseiten aufbauen – oder sie lassen sich gleich gar nicht erst öffnen. Nicht nur deswegen wird ein flächendeckendes Netz benötigt, sondern auch weil drahtlose Datennetze der Zukunft höhere Übertragungsraten und kürzere Ladezeiten ermöglichen. Zudem müssen immer mehr Endgeräte versorgt werden..

Einer der weißen Flecken war bislang noch der Landkreis Bad Dürkheim. Das soll sich in den kommenden zwei Jahren ändern. Denn Kastrati Bau aus Hochborn im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz wird dort dafür sorgen, dass dort 150 km Glasfaserleitungen verlegt werden.

Es ist der erste Auftrag, mit dem das Bauunternehmen sein weiteres Betätigungsfeld Tiefbau ausbauen will und der für die Unternehmensgruppe Deutsche Netz in den nächsten zwei Jahren ausgeführt wird. "Wir sehen hier viel Potenzial im Ausbau des Breitbandnetzes", erklärt Geschäftsführer Mirlind Kastrati den Einstieg. Deswegen wurde auch in den Maschinenpark investiert: Zwei Cat-Minibagger 303.5 sowie ein Radlader 906M sind bei David Decker, Gebietsverkaufsleiter der Zeppelin Niederlassung Frankenthal, bestellt worden. "Wir werden auch noch einen weiteren größeren Radlader mit acht Tonnen Einsatzgewicht benötigen, um uns entsprechend aufzustellen, der dann Schotter und Sand transportieren soll", kündigt Mirlind Kastrati an.

Tiefbauarbeiten rund um die Erschließung führt das Unternehmen bereits aus und will in diesem Geschäftszweig noch weiterwachsen. Daher wurde auch das Personal um vier erfahrene Mitarbeiter aufgestockt, die zuvor in diesem Bereich gearbeitet hatten. Das Unternehmen beschäftigt in Summe rund 15 Mann. Drei Kolonnen sind dann in Bad Dürkheim im Einsatz, welche die neuen Cat-Maschinen bewegen werden. "Sie werden mitten in der Innenstadt damit 100 bis 150 Meter Glasfaser am Tag verlegen", so Mirlind Kastrati. Zudem sollen die neuen Baumaschinen auch dem Team bei Hochbauarbeiten zur Hand gehen. Denn der Betrieb führt seit 2005 Beton- sowie Maurerarbeiten aus und übernimmt das Verputzen oder Arbeiten an der Fassade sowie Wärmedämmung.

Bislang erschwert den flächendeckenden Netzausbau in Deutschland, dass Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren den Ausbau der Infrastruktur in die Länge ziehen. Dem Projekt in Bad Dürkheim ging eine fast vierjährige Vorlauf- und Planungsphase voraus. "Es gibt zu wenige Firmen, die sich darauf spezialisiert haben und es herrschen strenge Qualitätskontrollen durch die Kommune", meint der Geschäftsführer. Sind die Kabel verlegt und die Arbeiten abgeschlossen, muss der ursprüngliche Zustand der Oberflächen wiederhergestellt werden. "Viele Firmen graben einfach drauflos und dann passiert es eben, dass ein Bagger die Leitung beschädigt. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Deswegen passt ein Vorarbeiter auf, wenn der Bagger arbeitet", so Fidaim Kastrati, Vater von Mirlind und Firmengründer.

Ein weiteres Problem, das in den ländlichen Regionen gang und gäbe ist: Viele Pläne sind veraltet und der Verlauf bestehender Kabel ist nicht genau dokumentiert oder gar nicht bekannt. "Da muss man sich vorsichtig mit dem Bagger herantasten", so der Unternehmer. Auch wenn in der Innenstadt entlang von Gebäuden aufgegraben wird, heißt es Vorsicht. "Mit unseren Kurzheckbaggern können wir innerhalb des Unterwagens drehen. Da werden wir nirgendwo hängenbleiben", ist Mirlind Kastrati von der Baggerkonstruktion überzeugt. Das gilt auch für die Tür. "Sie geht wie eine Schiebetür auf und somit kann man nirgends anstoßen", fügt Fidaim Kastrati hinzu.

Für den Fall, dass an den Cat-Maschinen doch Hand angelegt werden muss, haben sie einen Mitarbeiter, vormals Mechaniker, beschäftigt. Er wird sich nicht nur um regelmäßige Ölwechsel kümmern, sondern auch Verschleißteile einbauen, die das Unternehmen im Zuge eines Parts-Plus-Servicevertrags automatisch erhält. Für die Ersatzteile muss keine extra Bestellung aufgeben werden, da sie von Zeppelin automatisch verschickt werden.

Außerdem erhält Mirlind Kastrati den Zugang zum Zeppelin Kundenportal und kann so Maschinendaten wie Betriebsstunden sowie den Standort am Computer oder Smartphone abfragen. Loggt er sich von seinem PC aus ein, dann braucht auch er eine schnelle Datenleitung. So räumt er ein: "Es wäre schön, wenn wir auch bald schnelles Internet im Unternehmen bekämen. Schließlich sitzen wir ja an der Quelle und könnten dann die Leitungen dafür verlegen."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 04/2021.

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