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Kirchensanierung

Turm passgenau eingerüstet

Gerüstbau und Schalungstechnik, Gerüstbau, Modernisierung und Sanierung, Baubetrieb

Die Ringscaff-Gerüstkonstruktion wurde bis in eine Höhe von 36 m durch eine Bautreppe erweitert – ein unschätzbarer Vorteil für alle nachfolgenden Arbeiten. Über drei Monate wurden die tragenden Teile des Turmhelms saniert sowie die Schieferdeckung ausgetauscht.

FROHBURG-PRIEßNITZ (ABZ). Die Branche kennt das Unternehmen Espenhainer Gerüstbau von spektakulären Einrüstungen im Tagebaubereich. Von der Einrüstung des größten Braunkohlebaggers der Welt bis hin zu kleinen aber sehr speziellen Lösungen, die besonderes Ingenieurdenken erfordern – das sind die Kategorien, in denen sich das Unternehmen rund um Geschäftsführer Frank Hilgers bewegt. Das vom Ingenieurbüro Krüger aus Leipzig geplante Sanierungsprojekt St.-Annen-Kirche in Frohburg-Prießnitz macht hier keine Ausnahme, hat aber seine ganz eigenen Qualitäten. Espenhainer Gerüstbau setzte für die durchzuführenden Arbeiten auf eine Gerüstlösung, die schon fast als Komfort-Gerüst bezeichnet werden kann. Zumindest werden die Handwerker, die auf dem Gerüst Arbeiten auszuführen haben, diese Rüstung entsprechend bezeichnen, denn so viel Arbeits- und Lagerfläche hat der Handwerker nur selten. Durch den Einsatz von Ringscaff-Modulgerüstmaterial konnte der Turm passgenau eingerüstet werden; zudem entstanden entsprechend große Arbeitsflächen. Die Montage einer Bautreppe bis in eine Höhe von 36 m erleichterte den Aufstieg und unterstrich den Arbeitskomfort.

Insgesamt setze das Gerüstbau-Unternehmen aus Borna bei Leipzig 2400 m³ Modulgerüst Ringscaff des Herstellers Scafom-rux ein. Eingerüstet wurden drei Flächen im Turmbereich von 7,50 m x 12,50 m, 5,50 m x 9,00 m und 2,50 m x 2,50 m. Zusätzlich wurden ca. 200 lfd. M. Gitterträger montiert. Der durch die Gerüstkonstruktion umschlossene Turmhelm war Gegenstand der Sanierungsarbeiten des 1616 eingeweihten Kirchengebäudes. Neben der Schieferdeckung wurden vor allem die tragenden Elemente des Helms erneuert. Bis in eine Höhe von 38 m wurde gebaut. Wie bei modernen Gerüstbau-Unternehmen üblich, kam eine Aufzuglösung für den vertikalen Materialtransport zum Einsatz, in diesem Fall ein Geda 300 Z. Durch den Aufzugeinsatz konnte verlorene Zeit wieder gut gemacht werden, die durch geländebedingtes Umladen des Gerüstmaterials vom Lkw auf Kleintransporter anfiel, welche das Material zur endgültigen Baustelle transportieren mussten. Sieben Tage Montagezeit und fünf Mitarbeiter setze Frank Hilgers für die Erstellung der Rüstung an.

Eine besondere Herausforderung bestand in der fehlenden Lastaufnahmefähigkeit des Gebäudes. In 24 m Höhe konnte die letzte Druckverankerung gesetzt werden. Darüber hinaus musste die Konstruktion ohne weitere Verankerung die Lasten aufnehmen und sinnvoll nach unten abgeben, ohne das alte Gebäude partiell zu sehr zu belasten. Der Ort Frohburg-Prießnitz ist stolz auf die alte Kirche. Immerhin im Jahre 869 unter Ludwig dem Deutschen erbaut, unterzog sich das Kirchengebäude zahlreichen Veränderungen und Erweiterungen, wie z. B. dem Ausbau nach Süden und nach Norden, welcher der Kirche die Form eines griechischen Kreuzes gab. Der Sakralbau wurde als Gedächtniskirche für die im März 1616 verstorbene Patronatsherrin Anna von Einsiedeln geweiht. An die Predigten Luthers in Prießnitz erinnert die Neuanpflanzung der "Lutherlinde" neben der Kirche. "Wir sind unseren Kunden sichere und komfortable Gerüste schuldig. Das ist unser Anspruch." Mit dieser Unternehmensphilosophie nimmt Frank Hilgers mit seinem Team Kurs auf neue Projekte, die – so kennen wir das Unternehmen – gern anspruchsvoll bleiben dürfen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 30/2014.

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