Klären und wiederverwenden

Restbetonrecycling-System überzeugt

Friedberg-Derching (ABZ). – Die Firma Lindermayr GmbH & Co. KG (Lindermayr) ist ein Unternehmen mit Sitz in Friedberg-Derching. 1961 gegründet, ist die Firma heute in den Bereichen Hoch- und Tiefbau, Transportbeton sowie als Fertigteil- und Kieswerk tätig. Um Restbetone und anfallendes Waschwasser zu recyceln und zu klären, haben die Verantwortlichen kürzlich in eine Bibko-Restbetonrecycling-Anlage und in eine -Kammerfilterpresse investiert.
Bibko Recyclingtechnik
Das Anlagensystem ComTec30 bietet eine Recyclingkapazität von 30 m³/h. Foto: Bibko

Die Entscheidung fiel auf das System der Bezeichnung ComTec30. Die Maschine ist mit einem Pumpenentleer-Förderer ausgestattet, der das Restmaterial von der Betonpumpe direkt über einen bodenebenen Trichter aufnimmt. Um das Unfallrisiko zu mindern, wurde der Trichter des Förderers mit einem befahrbaren Schwerlastgitterrost versehen. Über ein Wendelsystem wird das Restmaterial in die auf Bodenniveau stehende Auswaschanlage gefördert. Der Pumpenentleer-Förderer läuft in einem elastischen Trogboden. Dadurch kann neben dem Restbeton auch das vorhandene Wasser gefördert werden. Die Auswaschmaschine selbst ist mit einem 3,2 m breiten Aufgabetrichter sowie zwei Spülgalgen ausgestattet. Durch den separaten Pumpenentleerförderer können Fahrmischer und Betonpumpen zur gleichen Zeit auswaschen und haben separate Waschplätze. Für einen idealen Austrag des ausgewaschenen Materials sorgt hier ein 2,5 m langer Wendelförderer.

Das System ist mit einer Recyclingwasseraufbereitung ausgestattet, wodurch der Restbeton nach Befüllen des Fahrmischers mit Recyclingwasser über den Aufgabetrichter – beziehungsweise bei Betonpumpen über den Pumpenentleer-Förderer direkt – in die Maschine gegeben wird. Im Auswaschtrog werden Feststoffe > 0,2 mm entsprechend ausgewaschen und ausgetragen. Das Wasser mit den kleineren Feinteilen fließt über einen Wasserablauf in ein Rührwerksbecken. Dieses hält die Feinteile im Restwasser durch zyklisches Rühren in Bewegung und verhindert ein Absetzen des Restbetons.

Das Recyclingwasser wird im nächsten Schritt in die Kammerfilterpresse geleitet, um es zu klären. Steigt der Füllstand des Wassers im Rührwerksbecken über einen vom Kunden festgelegten Wert, startet die Filterpresse automatisch, um den Füllstand auf das entsprechende Niveau zu bringen. Das Recyclingwasser mit den enthaltenen Feinanteilen wird über eine Druckluftmembranpumpe mit erhöhtem Druck in die Kammerfilterpresse eingepumpt und somit geklärt. Die darin enthaltenen Feinteile werden durch spezielle zu einem stichfesten Filterkuchen gepresst und anschließend durch automatisches Rütteln der Presse abgeworfen. Die Kammerfilterpresse ist mit 16 Filterkammern ausgestattet.

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