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Klare Position

Agrarminister gegen Kleingärtenbebauung

Schwerin (dpa). – Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) sieht die Auflösung von Kleingärten zugunsten der Wohnbebauung kritisch. Er habe nur bedingt dafür Verständnis, dass in den großen Städten immer mehr Kleingartenparzellen Wohnungen weichen sollen, sagte Backhaus kürzlich in Schwerin im Landeskleingartenausschuss laut Pressemitteilung. Kleingärten seien kein bloßer Zeitvertreib, sondern hätten eine wichtige gemeinschaftliche, soziale und integrative Funktion in der Gesellschaft. Kleingärten bringen nach Worten des Ministers auch Naturvielfalt in urbane Räume und sind unverzichtbarer Teil des öffentlichen Grüns. Backhaus sagte, er unterstütze die Position des Landesverbands der Gartenfreunde, dass die Kommunen für ihre Wohnbebauung zunächst ungenutzte Flächen erschließen sollten, ehe sie Kleingartenanlagen auflösen. "Ich nehme zur Kenntnis, dass es vor allem in den größeren Städten wachsenden Bedarf an Bauland gibt", sagte er. "Das Problem darf aber nicht auf dem Rücken der Kleingärtner ausgetragen werden."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 29/2018.

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