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KLB-Mauerwerk bleibt zukunftsweisend

KfW-70-Standard: wirtschaftliches sowie energetisches Optimum

Von Andreas KECHTING

Mauerwerksbau, Ökologisches Bauen, Hausbau

Die Abbildung veranschaulicht den Zusammenhang zwischen den Lebenszykluskosten (Euro prom²) und dem Jahres-Primärenergiebedarf.

ANDERNACH - . – Wie weit lassen sich die Energiesparziele beim Hausbau noch vorantreiben? Vergleicht man den in der EnEV 2009 geforderten Primärenergiebedarf für ein exemplarisches Einfamilienhaus von 93 kWh/m²a mit den Vorgaben der ersten Wärmeschutzverordnung von 1995 mit 221 kWh/m²a, lässt sich feststellen, dass der Wärmebedarf deutlich mehr als halbiert werden konnte. Für die Novellierung der EnEV im Jahre 2012 sieht der Gesetzgeber – in Bezug auf das voran genannte Beispiel – nur noch einen Verbrauch von etwa 62 kWh/m²a vor. Zur Erreichung dieser Ziele entwickelte die Mauerwerksindustrie, wie zum Beispiel die Firma KLB Klimaleichtblock aus Andernach, Baustoffe, mit der sich entsprechende Gebäudehüllen erstellen lassen. In Bezug auf die Bewertung der verschiedenen KfW-Standards hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit bzw. der Amortisation herrscht große Verunsicherung.

Inwiefern ist eine weitere Senkung des Energiebedarfs von Gebäuden sinnvoll? Welcher Standard ist unter wirtschaftlichen und energetischen Gesichtspunkten die beste Wahl?

Antwort liefert eine aktuelle Studie der TU Berlin. Sie geht davon aus, dass mit dem für die EnEV 2012 geplanten Standard – dieser entspricht etwa dem heutigen KfW-70-Haus – das Optimum erreicht wird.

Die unter Mitwirkung von Prof. Dr.-Ing. Frank U. Vogdt und Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer entstandene Untersuchung betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines exemplarischen Einfamilienhauses unter der Berücksichtigung des "Energetischen Rucksacks" der verwandten Baustoffe sowie der Unterhaltskosten für die Haustechnik. So wird der komplette Energiebedarf durch die Verbesserung der technischen Gebäudeausstattung und Gebäudehülle in Zukunft zwar weiter gesenkt werden können, wirtschaftlich betrachtet sind die Grenzen der Amortisation jedoch inzwischen erreicht.

Die Studie geht davon aus, dass sich ab einem bestimmten Grad der Potenzialausnutzung des baulich sowie anlagetechnisch Machbaren Konflikte zwischen den energetischen und ökonomischen Zielsetzungen ergeben. Der Einsatz hoch entwickelter Baustoffe sowie Anlagetechnik ist dann unrentabel. Die besten Ergebnisse lassen sich demnach bereits jetzt mit dem KfW-70-Haus erzielen.

Hier darf der Jahresprimärenergiebedarf (QP) von 70 Prozent und der Transmissionswärmeverlust (H'T) von 85 Prozent der errechneten Werte für das Referenzgebäude nach Tabelle 1 der Anlage 1 der EnEV 2009 nicht überschritten werden.

Das Erreichen dieses Standards stellt unter anderem besondere Forderungen an die Gebäudehülle. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang der Einsatz von Mauerwerk aus Leichtbeton. So entwickelte die Firma KLB-Klimaleichtblock zwei Arten von Mauersteinen, mit dem die Anforderungen an ein KfW-70-Haus bereits in einschaliger, monolithischer Bauweise, ab einer Wandstärke von 30 bzw. 36,5 cm erfüllt werden. Bei den Produkten handelt es sich zum einen um einen sogenannten geschlitzten Vollblock, den SW 1 und zum anderen um den mit integrierter Dämmung versehenen Kalopor. Beide Produktlinien zeichnen sich durch mineralische diffusionsoffene Konzeption aus. Dazu Andreas Krechting, Geschäftsführer der KLB Klimaleichtblock: "Die Besonderheit unseres Spitzenproduktes "Kalopor" sowie "Kalopor ultra" besteht in seiner integrierten mineralischen Dämmung, die werksseitig in Form von Stecklingen in die Hohlkammern des Steins eingebracht wird. Um eine durchgängige Dämmung zu erreichen, wird auch der Bereich der Stoßfuge isoliert. Dazu werden auf der Baustelle speziell in einem Karton mitgelieferte Dämmstoffelemente in die Hohlräume im Bereich der Stoßfuge eingebracht. Diese Verfahrensweise ist im Mauerwerksbau ein Novum, denn damit lässt sich die bei vielen Mauerwerkssystemen mit integrierter Dämmung übliche Unterbrechung der Dämmstoffschicht im Bereich der unvermörtelten Stoßfuge vermeiden. Im Gegensatz zum Wandaufbau mit zusätzlicher Wärmedämmung aus Kunststoffen auf der Außenhaut ergibt sich so ein massiver mineralischer und diffusionsoffener Wandquerschnitt. Folglich wird der Feuchteausgleich von Innen nach Außen kaum eingeschränkt und das Raumklima bleibt angenehm."

"Besonders erfreulich an der wissenschaftlichen Bewertung energetischer Standards ist der Sachverhalt, dass sich KfW-Energieeffizienzhäuser 70 auf einfache, sichere und wirtschaftliche Weise mit dem KLB-Baukasten realisieren lassen. Der Mensch steht im Mittelpunkt und nicht die Technik. Wohngesundheit, Werterhalt und Nachhaltigkeit stehen dank massiver monolithischer, mineralischer Wandbaustoffe aus dem KLB-Baukasten im Fokus. Der Mensch kann sich wohlfühlen und frei entfalten. Er ist keinen Nutzungskonzepten unterworfen und trifft mit der Wahl des KfW-Energieeffizienzhauses 70 auch wirtschaftlich die richtige Entscheidung" – erläutert Krechting abschließend.

Bereits ab einer Wanddicke von 30 cm erfüllt der Kalopor mit der Wärmeleitzahl lR 0,09 W/mK die Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2009. Für den monolithischen Wandaufbau eines KfW-Effizienzhauses 70 und einer Außenwanddicke von 30 cm stehen Steine mit einer Wärmeleitzahl lR 0,08 W/mK zur Verfügung. Der Kalopor "ultra" aus dem Hause KLB verfügt darüber hinaus über eine Wärmeleitzahl von bis zu lR = 0,07 W/mK.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 25/2011.

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