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"Klimabaustoffe" untersucht

Studie belegt positive Ökobilanz

Selsingen (ABZ). – Wie umwelt- und klimaverträglich sind Baustoffe, die im Straßen- und Wegebau eingesetzt werden? Dieser Frage ging der unabhängige Gutachter Sebastian Fischer im Rahmen seiner Studie im Auftrag des Baustoffproduzenten Hansegrand nach. Er verglich die klimatischen Auswirkungen der Baustoffe, die Hansegrand in der 2- und 3-Schichtbauweise einsetzt, mit denen von Asphalt-, Beton- und Pflasterdecken. Fazit: die ausgewählten Baustoffe von Hansegrand schneiden bei der Umweltverträglichkeit sehr gut ab. Sie leisten laut Fischer einen deutlich geringeren Beitrag zum Treibhausgaspotential als die Referenzbauweisen mit Asphalt-, Beton- und Pflasterdecken. Im Rahmen der Studie wurden zwei Hansegrand-Klimabaustoffe untersucht: die Hansegrand 2-Schichtbauweise mit Hansegrand Robust und einer halbgebundenen Deckschicht aus Kies und Schotter, sowie die Hansegrand 3-Schichtbauweise, mit der dynamischen Bindeschicht HanseMineral, sowie einer halbgebundenen Deckschicht Hansegrand Original. Als Referenz-Wegebauweisen wurden Geh- und Radwege mit einer Asphaltdecke, einer Betondecke sowie einer Pflasterdecke betrachtet.

Der Fokus der Studie lag auf drei Hauptkriterien: Im ersten Schritt erfasste Sebastian Fischer mit seinem Team den Beitrag zum Treibhauseffekt für jeden Baustoff. Als zweites Kriterium wurde das abiotische Abbaupotential ermittelt, also die Mengen an fossilen Ressourcen, den die ausgewählten Baustoffe über ihren gesamten Lebenszyklus verbrauchen. Das dritte Untersuchungskriterium war das Versauerungspotential, also die Summe aller Gase, die während des Herstellungsprozesses eines Baustoffes entstehen und in Verbindung mit Wasser zur Versauerung von Gewässern und Böden beitragen können.

Die Baustoffe der Firma Hansegrand beanspruchen als Eigenschaften neben der Wasserdurchlässigkeit und der Langlebigkeit auch die Eigenschaft, klimaschonend zu sein. Die Ergebnisse der Ökobilanzierung belegen, dass die Hansegrand 2-Schichtbauweise und 3-Schichtbauweise in den drei ausgewählten Umweltwirkungskategorien gegenüber den Referenz-Bauweisen deutlich umwelt- und klimaschonender sind:

  • Der relative Beitrag zum Treibhausgaspotenzial der Wegebauweisen gegenüber der Hansegrand 2-Schichtbauweise liegt beim Geh- und Radweg mit Asphaltdecke etwa 360 %, beim Geh- und Radweg mit Betondecke etwa 539 % und bei dem Geh- und Radweg mit Pflasterdecke etwa 483 % höher.
  • Die gesamten fossilen Energieaufwendungen der Wegebauweisen liegen im Vergleich zur Hansegrand 2-Schichtbauweise beim Geh- und Radweg mit Asphaltdecke etwa 1211 % höher, bei dem Geh- und Radweg mit Betondecke 252 % und bei dem Geh- und Radweg mit Pflasterdecke etwa 273 % höher.
  • Das Versauerungspotenzial der Wegebauweisen liegt gegenüber der Hansegrand 2-Schichtbauweise beim Geh- und Radweg mit Asphaltdecke etwa 354 % höher, beim Geh- und Radweg mit Betondecke 354 % und beim Geh- und Radweg mit Pflasterdecke etwa 353 % höher.

Immer wichtiger wird im Wegebau die Frage der Versickerungsmöglichkeit nach stärkeren Regengüssen. Baustoffe, die als wassergebundene Decken die Wege nicht versiegeln, sind hier vorteilhaft. Denn die Auswirkungen des Klimawandels sind schon heute spürbar und werden sich in den nächsten Jahrzehnten noch wesentlich verstärken. Experten erwarten immer mehr Extremwetterereignisse in Form von längeren und heißen Sommerperioden sowie eine Zunahme von Starkregen.

In Deutschland gibt es nur zwei offizielle Bewertungs- bzw. Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen: das Zertifizierungssystem von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e. V. und das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) vom Bundesbauministerium.

Beide Systeme bewerten ausschließlich Bauwerkstypen. Für den Tiefbaubereich und den Straßen- und Wegebau gibt es bislang fast keine Nachhaltigkeitsbetrachtungen. Deshalb ist die Ökobilanzierung auf diesem Gebiet Pionierarbeit, die Hansegrand hier bewusst leistet.

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